Vergleich: Das macht der Mazda6e anders als sein Vorgänger
Mit dem neuen Mazda6e stellt sich die traditionsreiche Mittelklasse-Baureihe auf Elektro um. Der direkte Vergleich mit dem letzten Mazda6 von 2023 offenbart trotz dessen einige Gemeinsamkeiten.
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- Mazda6 & Mazda6e im Vergleich
- Elektro schlägt Verbrenner beim Energie-Sparen
- Fahrgäste fühlen sich in beiden Limousinen wohl
- Jinba-Ittai-Philosophie um Vielzahl an digitalen Funktionen ergänzt
- Der Mazda6e erbt sechs Jahre Garantie vom Vorgänger
- Technische Daten von Mazda6 Skyactiv-G 194 & Mazda6e EV Long Range
Mazda6 & Mazda6e im Vergleich
Die Sechs steht bei Mazda traditionell für die Mittelklasse-Baureihe. Der erste Mazda6 debütierte 2002 und löste seinerzeit den nicht minder erfolgreichen Mazda 626 ab, ganz zu schweigen vom Mittelklasse-Designerstück Xedos 6 (1992 bis 1999). Und nun gesellt sich zur Sechs ein kleines e, mit dem der Mazda6 als Mazda6e ins Elektro-Zeitalter aufbricht. Auch interessant: Unsere Produkttipps bei Amazon
Elektro schlägt Verbrenner beim Energie-Sparen
Der Umstieg vom Verbrennungs- auf Elektromotor hinterlässt natürlich seine Spuren. Und das betrifft längst nicht nur das Antriebs- und Fahrverhalten. Der Mazda6e erreicht mit seiner leise säuselnden, dafür vom Start weg mit einem Drehmoment von 320 Nm gesegneten Wechselstrom-Synchronmaschine an der Hinterachse einen Antriebskomfort, dem unser 20th Anniversary-Mazda6-Sondermodell in Artisan Red nicht viel entgegenzusetzen hat.
Dabei zählt der fortschrittliche Skyactiv-G-Vierzylinder unter der Haube zu den kultiviertesten und leisesten Hubkolbenmotoren überhaupt. Und mit seinen 194 PS (143 kW) und maximal 258 Nm Drehmoment aus 2,5 l Hubraum hat er zudem mehr als genug Power, was sich in einer Beschleunigung auf Tempo 100 in nur 8,1 s niederschlägt.
Der neue Mazda6e erledigt den Job in 7,8 s und fühlt sich mit seiner explosiven, dennoch gut kontrollierbaren Kraftentfaltung aber ungleich spontaner und agiler an – trotz seines Elektro-prinzipbedingten Mehrgewichts von gut 500 kg gegenüber dem 1460 kg schweren Mazda6 Skyactiv-G 194.
Vom Umstieg auf die Elektrotechnik profitiert der Mazda6e auch in Sachen Energieeffizienz gegenüber dem Mazda6, obwohl dessen mit zahlreichen Spartechnologien wie hoher Verdichtung, i-Eloop-Hybridisierung und Zylinderabschaltung ausgerüsteter Skyactiv-Motor auch aus heutiger Sicht zu den Genügsamsten seiner Art zählt. Doch hier ist die schnelle und verlustarme Umsetzung von elektrischer Energie in Bewegung, wie sie der 6e demonstriert, einfach nicht zu schlagen. Mit einem Energiebedarf nach WLTP-Norm von 16,5 kWh pro 100 km in der Long Range-Variante erlaubt der Energievorrat der 80-kWh-Batterie einen Aktionsradius von 552 km bis zum nächsten Ladestopp.
Fahrgäste fühlen sich in beiden Limousinen wohl
So unterschiedlich Mazda6 und Mazda6e auch hinsichtlich ihrer Antriebstechnik sein mögen, völlig fremd sind sich die beiden Mittelklasselimousinen in ihrer Gestaltung dagegen nicht. Das liegt auch daran, dass die dritte und letzte Generation des Mazda6 der Linie des Kodo-Markendesigns folgt, das auch den neuen Mazda6e prägt – allerdings in einer neu interpretierten, aktualisierten Form. Die harmonischen Linien des Kodo-Designs erstrecken sich hier wie dort elegant über eine flache Karosserieform mit coupéhaft wirkendem, nach hinten abfallendem Dachverlauf.

Letzterer schränkt weder im Mazda6 noch im Mazda6e die Kopffreiheit ein, sodass sich auch hinten die Fahrgäste in beiden Sechsern wohlfühlen. Dazu trägt jeweils zudem ein weit gestreckter Radstand bei, der in den Fonds für reichlich Beinfreiheit sorgt. Anders als beim 6er endet das Heck beim 6e nicht mit einem Kofferraumdeckel, sondern mit einer Heckklappe, die eine großzügige Laderaumöffnung freigibt und das Transportieren sperriger Güter erleichtert. Für solche Aufgaben war in der letzten Mazda6-Generation noch die parallel verfügbare Kombi-Version zuständig. Sollte das Ladevolumen mal nicht ausreichen, dürfen beide Limousinen übrigens bis zu 1500 kg schwere Anhänger ziehen – gerade bei E-Autos ist das nicht unbedingt selbstverständlich.
Jinba-Ittai-Philosophie um Vielzahl an digitalen Funktionen ergänzt
Seine technische Aktualität kommuniziert der Mazda6e mit markanten LED-Lichtsignaturen, die sowohl die Front als auch das Heck schmücken. In Kombination mit dem ab 90 km/h ausfahrenden Heckspoiler wirkt das steile, abrupt endende Heck des Mazda6e aber eine Spur dynamischer als das der letzten Mazda6-Limousine. Obwohl sich die zwei Sechser bei der farblichen Innenraumgestaltung erstaunlich einig sind, hat sich das Leben an Bord – vor allem aus der Fahrerperspektive betrachtet – mit dem Einstieg ins Elektro-Zeitalter stark verändert.
Zwar folgt auch der Mazda6e der Jinba-Ittai-Philosophie, die die direkte Verbundenheit mit dem Auto zum Ziel hat. Der Stromer erreicht dies unter anderem durch seine präzisen Handlingeigenschaften und das intuitive Ansprechverhalten von Lenkung, Bremse und Antrieb. Über die Fahrmoduswahl lässt sich der 6e zudem individuell anpassen. Darüber hinaus erlauben Digitalisierung und ständige Netzanbindung intelligente Fahrzeugmodi, maßgeschneidert für verschiedene Situationen, unter anderem den Car Wash-Mode, den Relax Mode oder den Private Call Mode.

Unterstützt wird man durch eine bislang im Mazda6 nicht gekannte Anzahl an Assistenzsystemen, serienmäßig in den beiden verfügbaren Ausstattungen Takumi und Takumi Plus. Die Kommunikation mit dem Fahrzeug läuft über das gestochen scharfe, zentrale Touchdisplay, das Head-up-Display inklusive Argumented Reality-Einblendung sowie über den Sprachassistenten oder auch per Gestensteuerung. Hilfreich: Die Navigation umfasst zusätzlich eine Routenplanung samt der notwendigen Ladestopps.
Der Mazda6e erbt sechs Jahre Garantie vom Vorgänger
Der vollelektrische, vollvernetzte und fast vollausgestattete Mazda6e Takumi startet bei 44.900 Euro mit 68,8-kWh-LFP-Batterie, 190-kW-Maschine (258 PS) und 479 km WLTP-Reichweite. Der Mazda6e Long Range mit Lithium-Ionen-Batterie (NMC, 80 kWh), 180 kW (245 PS) starkem Hinterachsmotor und 552 km Reichweite liegt bei 46.500 Euro (alle Preise: Stand November 2025). Die Ausstattung Takumi Plus bietet die gleiche vollständige Funktionsausstattung wie die Takumi des Mazda6e, umfasst zum Beispiel aber auch Verkleidungen und Sitzbezüge in Veloursleder-Nachbildung und ein elektrisches Sonnenrollo. Geblieben ist mit dem Generationswechsel vom Mazda6 zum Mazda6e das große Vertrauen ins Produkt: Mazda gibt auch für den Mazda6e sechs Jahre Garantie bis 150.000 km sowie acht Jahre bis 160.000 km auf die Hochvolt-Batterie.
Technische Daten von Mazda6 Skyactiv-G 194 & Mazda6e EV Long Range
AUTO ZEITUNG 24/2025 | Mazda6 Skyactiv-G 194 | Mazda6e EV Long Range |
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Technische Daten | ||
Motor | 4-Zylinder, 4-Ventiler, Zylinderabschaltung; 2488 cm³ | Wechselstrom-Synchronmaschine |
Antrieb | 6-Stufen-Automatik; Vorderrad | Konstantübersetzung; Hinterrad |
Systemleistung | 143 kW/194 PS bei 6000 /min | 180 kW/245 PS |
Systemdrehmoment | 258 Nm bei 4000 /min | 320 Nm |
Kapazität/Spannung | – | 80 kWh/325 V |
Karosserie | ||
Außenmaße (L/B/H) | 4870/1840/1450 mm | 4921/1890/1485 mm |
Leergewicht | 1460 kg | 1962 kg |
Kofferraumvolumen | 480–1961 l | 466–1074 l |
Fahrleistungen | ||
Beschleunigung (0-100 km/h) | 8,1 s | 7,8 s |
Höchstgeschwindigkeit | 223 km/h | 175 km/h |
Verbrauch auf 100 km | 7,4 l S | 16,5 kWh |
Elektrische Reichweite | – | 552 km |
Kaufinformationen | ||
Grundpreis | 50.750 € (2023, Sondermodell 20th Anniversary) | 46.500 € |
Marktstart | 2023 | 2025 |
Alle Daten Werksangaben | ||

















