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Vergleich: Das macht der Mazda6e anders als sein Vorgänger

Mit dem neuen Mazda6e stellt sich die traditionsreiche Mittelklasse-Baureihe auf Elektro um. Der direkte Vergleich mit dem letzten Mazda6 von 2023 offenbart trotz dessen einige Gemeinsamkeiten.

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Video: AUTO ZEITUNG

Mazda6 & Mazda6e im Vergleich

Die Sechs steht bei Mazda traditionell für die Mittel­klasse-Baureihe. Der erste Mazda6 debütierte 2002 und löste seinerzeit den nicht minder erfolgreichen Mazda 626 ab, ganz zu schweigen vom Mit­telklasse-Designerstück Xedos 6 (1992 bis 1999). Und nun gesellt sich zur Sechs ein kleines e, mit dem der Mazda6 als Mazda6e ins Elektro-Zeitalter aufbricht. Auch interessant: Unsere Produkttipps bei Amazon

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Mazda6e und Mazda6 fahren nebeneinander auf einer Landstraße, von vorne links fotografiert.
Die Front des Mazda6e zeichnet eine variable LED-Lichtsignatur aus. Adaptives LED-Matrix-Licht gab es auch für den Mazda6. Foto: Frank Ratering
Das Cockpit des Mazda6.
Analog-Instrumente im Mazda6 informieren klar und eindeutig. Die überschaubare Menüauswahl des Mazda Connect-Infotainments erfolgte in erster Linie per Dreh-Drück-Steller. Foto: Frank Ratering
Das Cockpit des Mazda6e.
Auf dem Touchscreen lassen sich die intelligenten Fahrzeugmodi abrufen – nur eine von unzähligen Funktionen des vernetzten Digitalsystems samt Sprach- und Gestensteuerung. Foto: Frank Ratering
Die vorderen Sitze des Mazda6.
Auf beiden nahezu gleichfarbigen Fahrersitzen (siehe nächstes Foto) fühlt man sich nahtlos mit dem Auto verbunden, ... Foto: Frank Ratering
Die vorderen Sitze des Mazda6e.
... so wie es die Mazda-Jinba-Ittai-Fahrphilosophie vorsieht. Foto: Frank Ratering
Ein Mann sitzt im Fond des Mazda6.
Die Limousinen fahren mit relativ langen Radständen vor. Das schafft hier wie dort viel Freiraum im Fond. Foto: Frank Ratering
Ein Mann sitzt im Fond des Mazda6e.
Die flachen Dach­verläufe schränken die Kopf­freiheit bei beiden Modellen nicht ein. Foto: Frank Ratering
Der Kofferraum des Mazda6.
Anders als seinen elektrischen Nachfolger gab es den Mazda6 auch als Kombi, ... Foto: Frank Ratering
Der Kofferraum des Mazda6e mit teilweise umgeklappter Rücksitzbank.
... dafür bietet die 6e-Limousine eine größere Laderaumöffnung als der Vorgänger. Foto: Frank Ratering
Mazda6 und Mazda6e fahren nebeneinander auf einer Landstraße, von hinten links fotografiert.
Bei der Beschleunigung auf 100 km/h kann der Verbrenner nicht ganz mit dem E-Auto mithalten: 8,1 s gegen 7,8 s. Foto: Frank Ratering

Elektro schlägt Verbrenner beim Energie-Sparen

Der Umstieg vom Verbrennungs- auf Elektromotor hinterlässt natürlich seine Spuren. Und das betrifft längst nicht nur das An­triebs- und Fahrverhalten. Der Mazda6e erreicht mit seiner leise säuselnden, dafür vom Start weg mit einem Drehmoment von 320 Nm gesegneten Wech­selstrom-Synchronmaschine an der Hinterachse einen Antriebs­komfort, dem unser 20th Anniversary-Mazda6-Sondermodell in Artisan Red nicht viel entgegenzusetzen hat.

Dabei zählt der fort­schrittliche Skyactiv-G-Vierzylinder unter der Haube zu den kultiviertesten und leisesten Hubkolbenmotoren überhaupt. Und mit seinen 194 PS (143 kW) und maxi­mal 258 Nm Drehmoment aus 2,5 l Hubraum hat er zudem mehr als genug Power, was sich in einer Beschleunigung auf Tempo 100 in nur 8,1 s niederschlägt.

Der neue Mazda6e erledigt den Job in 7,8 s und fühlt sich mit seiner explosiven, dennoch gut kontrollierbaren Kraftentfaltung aber ungleich spontaner und agi­ler an – trotz seines Elektro-prin­zipbedingten Mehrgewichts von gut 500 kg gegenüber dem 1460 kg schweren Mazda6 Skyactiv-G 194.

Vom Umstieg auf die Elektrotechnik profitiert der Mazda6e auch in Sachen Energieeffizienz gegen­über dem Mazda6, obwohl dessen mit zahlreichen Spartechnologien wie hoher Verdichtung, i-Eloop-Hybridisierung und Zy­linderabschaltung ausgerüsteter Skyactiv-Motor auch aus heutiger Sicht zu den Genügsamsten seiner Art zählt. Doch hier ist die schnel­le und verlustarme Umsetzung von elektrischer Energie in Bewegung, wie sie der 6e de­monstriert, einfach nicht zu schla­gen. Mit einem Energiebedarf nach WLTP-Norm von 16,5 kWh pro 100 km in der Long Range-Va­riante erlaubt der Energievorrat der 80-kWh-Batterie einen Akti­onsradius von 552 km bis zum nächsten Ladestopp.

Fahrgäste fühlen sich in beiden Limousinen wohl

So unterschiedlich Mazda6 und Mazda6e auch hinsichtlich ihrer Antriebstechnik sein mögen, völ­lig fremd sind sich die beiden Mittelklasselimousinen in ihrer Gestaltung dagegen nicht. Das liegt auch daran, dass die dritte und letzte Generation des Mazda6 der Linie des Kodo-Markende­signs folgt, das auch den neuen Mazda6e prägt – allerdings in ei­ner neu interpretierten, aktuali­sierten Form. Die harmonischen Linien des Kodo-Designs erstre­cken sich hier wie dort elegant über eine flache Karosserieform mit coupéhaft wirkendem, nach hinten abfallendem Dachverlauf.

Mazda6 und Mazda6e stehen sich auf einem Feldweg unmittelbar gegenüber, aus dem Profil fotografiert.
Foto: Frank Ratering

Letzterer schränkt weder im Mazda6 noch im Mazda6e die Kopffreiheit ein, sodass sich auch hinten die Fahrgäste in beiden Sechsern wohlfühlen. Dazu trägt jeweils zudem ein weit gestreckter Radstand bei, der in den Fonds für reichlich Beinfreiheit sorgt. An­ders als beim 6er endet das Heck beim 6e nicht mit ei­nem Kofferraumdeckel, sondern mit einer Heckklappe, die eine großzügige Laderaumöffnung freigibt und das Transportieren sperriger Güter erleichtert. Für solche Aufgaben war in der letzten Mazda6-Generation noch die par­allel verfügbare Kombi-Version zuständig. Sollte das Ladevolu­men mal nicht ausreichen, dürfen beide Limousinen übrigens bis zu 1500 kg schwere Anhänger ziehen – gerade bei E-Autos ist das nicht unbedingt selbstverständlich.

Jinba-Ittai-Philosophie um Vielzahl an digitalen Funktionen ergänzt

Seine technische Aktualität kom­muniziert der Mazda6e mit mar­kanten LED-Lichtsignaturen, die sowohl die Front als auch das Heck schmücken. In Kombination mit dem ab 90 km/h ausfahrenden Heckspoiler wirkt das steile, abrupt endende Heck des Mazda6e aber eine Spur dynami­scher als das der letzten Mazda6-Limousine. Obwohl sich die zwei Sechser bei der farblichen Innenraumgestal­tung erstaunlich einig sind, hat sich das Leben an Bord – vor allem aus der Fahrerperspektive be­trachtet – mit dem Einstieg ins Elektro-Zeitalter stark verändert.

Zwar folgt auch der Mazda6e der Jinba-Ittai-Philosophie, die die direkte Verbundenheit mit dem Auto zum Ziel hat. Der Stromer erreicht dies unter anderem durch seine präzisen Handlingeigenschaften und das intuitive Ansprechverhalten von Lenkung, Bremse und Antrieb. Über die Fahrmoduswahl lässt sich der 6e zudem in­dividuell anpassen. Darüber hin­aus erlauben Digitalisierung und ständige Netzanbindung intelligente Fahrzeugmodi, maßge­schneidert für verschiedene Situ­ationen, unter anderem den Car Wash-Mode, den Relax Mode oder den Private Call Mode.

Das Cockpit des Mazda6e.
Foto: Frank Ratering

Unterstützt wird man durch eine bislang im Mazda6 nicht ge­kannte Anzahl an Assistenzsyste­men, serienmäßig in den beiden verfügbaren Ausstattungen Taku­mi und Takumi Plus. Die Kommu­nikation mit dem Fahrzeug läuft über das gestochen scharfe, zentrale Touchdisplay, das Head-up-Display inklusive Argumented Reality-Einblendung sowie über den Sprachassistenten oder auch per Gestensteuerung. Hilfreich: Die Navigation umfasst zusätzlich eine Routenplanung samt der not­wendigen Ladestopps.

Der Mazda6e erbt sechs Jahre Garantie vom Vorgänger

Der vollelektrische, vollvernetzte und fast vollausgestattete Mazda6e Takumi startet bei 44.900 Euro mit 68,8-kWh-LFP-Batterie, 190-kW-Maschine (258 PS) und 479 km WLTP-Reichweite. Der Mazda6e Long Range mit Lithium-Ionen-Batterie (NMC, 80 kWh), 180 kW (245 PS) starkem Hinterachsmotor und 552 km Reichweite liegt bei 46.500 Euro (alle Preise: Stand November 2025). Die Ausstattung Ta­kumi Plus bietet die gleiche voll­ständige Funktionsausstattung wie die Takumi des Mazda6e, um­fasst zum Beispiel aber auch Ver­kleidungen und Sitzbezüge in Ve­loursleder-Nachbildung und ein elektrisches Sonnenrollo. Geblie­ben ist mit dem Generationswech­sel vom Mazda6 zum Mazda6e das große Vertrauen ins Produkt: Mazda gibt auch für den Mazda6e sechs Jahre Garantie bis 150.000 km sowie acht Jahre bis 160.000 km auf die Hochvolt-Batterie.

Technische Daten von Mazda6 Skyactiv-G 194 & Mazda6e EV Long Range

AUTO ZEITUNG 24/2025

Mazda6 Skyactiv-G 194

Mazda6e EV Long Range

Technische Daten

Motor

4-Zylinder, 4-Ventiler, Zylinderabschaltung; 2488 cm³

Wechselstrom-Synchronmaschine

Antrieb

6-Stufen-Automatik; Vorderrad

Konstantübersetzung; Hinterrad

Systemleistung

143 kW/194 PS bei 6000 /min

180 kW/245 PS

Systemdrehmoment

258 Nm bei 4000 /min

320 Nm

Kapazität/Spannung

80 kWh/325 V

Karosserie 

Außenmaße (L/B/H)

4870/1840/1450 mm

4921/1890/1485 mm

Leergewicht

1460 kg

1962 kg

Kofferraumvolumen

480–1961 l

466–1074 l

Fahrleistungen 

Beschleunigung (0-100 km/h)

8,1 s

7,8 s

Höchstgeschwindigkeit

223 km/h

175 km/h

Verbrauch auf 100 km

7,4 l S

16,5 kWh

Elektrische Reichweite

552 km

Kaufinformationen 

Grundpreis

50.750 € (2023, Sondermodell 20th Anniversary)

46.500 €

Marktstart

2023

2025

Alle Daten Werksangaben