Analyse: So lange hält der Plug-in-Hybrid-Akku tatsächlich

Eine Analyse des ADAC zeigt, dass die Batterie eines Plug-in-Hybrids (PHEV) in den meisten Fällen durchaus ein Fahrzeugleben lang hält – doch es gibt deutliche Unterschiede. Worauf Gebrauchtwagenkäufer:innen achten können!

Ein Ladevorgang bei einem Plug-in-Hybriden, im Hintergrund sieht man die Ladesäule.
Lebensdauer von PHEV-Batterien Plug-in-Hybride haben kleinere Batterien als reine Elektroautos – sie müssen deshalb öfter an die Steckdose. Bedeutet das, dass ihre Akkus schneller altern, vor allem bei viel gefahrenen Kilometern? Foto: Imago
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Plug-in-Hybride (PHEV) gelten als Brücke zur Elektromobilität: elektrisch fahren, Verbrenner als Reserve. Doch wie steht es um die Batteriegesundheit – insbesondere beim Gebrauchtwagenkauf? Der ADAC hat in Kooperation mit Aviloo, einem Unternehmen, das sich auf Batteriediagnose spezialisiert hat, über 28.000 Messwerte der "State of Health“ (SoH) von Antriebsbatterien bei Plug-in-Hybridfahrzeugen unterschiedlicher Hersteller ausgewertet. Die Ergebnisse geben durchaus Aufschluss über die Batteriedegradation bei Plug-in-Hybriden, die Lebensdauer und ie Risiken für Käufer:innen gebrauchter PHEVs. Darüber hinaus gibt der ADAC Empfehlungen, wie sich die Batterie durch eine angepasste Fahrweise schonen lässt.
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Ergebnis der Auswertung: Degradation, Lebensdauer & "State of Health"

Die Ergebnisse der ADAC-Auswertung vom November 2025 geben folgende Rückschlüsse. Erst einmal die gute Nachricht, dass die Batteriealterung bei den meisten Fahrzeugen in einem erwartbaren Rahmen verläuft. Im Schnitt verläuft die Batteriealterung bei PHEVs in einem akzeptablen Rahmen, sodass die Antriebsbatterie vieler Modelle ein Fahrzeugleben lang halten dürfte. Allerdings zeigen sich große Unterschiede zwischen Nutzungsprofilen und Herstellern: Ein hoher elektrischer Fahranteil – also häufiges Laden und Entladen – geht mit einer stärkeren Alterung einher. Der ADAC nennt grobe Mindestwerte für den "State of Health" (SoH): Nach etwa 50.000 km sollten mindestens 92 % Kapazität vorhanden sein, nach 100.000 km 88 %, nach 150.000 km 84 % und nach 200.000 km 80 %.

Was ist der SoH?

Der "State of Health" (SoH) ist ein Maß für den allgemeinen Zustand der Batterie. Er zeigt, wie viel Prozent der anfänglichen Speicherkapazität noch genutzt werden können. Er wird oft als Gesundheitszustand der Batterie bezeichnet.

Herstellerunterschiede: Ford, Mercedes, VW & Co.

Bei der Markenanalyse schnitten Fahrzeuge von Mercedes vergleichsweise gut ab – ihre Batterien zeigten eine relativ geringe Degradation. Und das bei einem Kilometerstand von bis zu 200.000 km. Andere Hersteller (z. B. Mitsubishi) wiesen bei geringeren Laufleistungen bereits deutliche Kapazitätsverluste auf, die sich im weiteren Lebensverlauf aber wieder etwas stabilisierten.

Bei Ford-Modellen zeigt sich anfangs eine vergleichsweise starke Akkudegradation, mit einigen deutlichen Ausreißern bereits unter 75.000 km. Da jedoch nur wenige Batterietests mit höherer Laufleistung vorliegen, lassen sich daraus keine verlässlichen Kurvenverläufe ableiten.

Die Fahrzeuge von VW, Audi, Cupra, Seat und Skoda – alle auf derselben Volkswagen-Plattform basierend – wurden gemeinsam ausgewertet. Hier zeigt sich ein klarer Zusammenhang zwischen dem Anteil elektrischer Fahrten und dem Alterungsgrad der Batterie. Selbst bei häufigem elektrischen Fahren bleibt die Degradation insgesamt auf unauffälligem Niveau.

Auch bei Volvo fällt die Batteriedegradation gering aus. Zudem gibt es hier nur wenige Fahrzeuge mit auffälligen Abweichungen nach unten.

Tipps für den Gebrauchtwagenkauf von PHEV

Für Kaufinteressenten:innen eines gebrauchten PHEV bedeutet das konkret:

  • Die Batterie eines PHEV gleichen Baujahrs kann stark variieren. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte vor dem Kauf unbedingt einen Akku-Check durchführen lassen, um den aktuellen SoH-Wert zu ermitteln.
  • Außerdem gilt beim Gebrauchtwagenkauf wie gewohnt: Auf ein lückenlos geführtes Serviceheft und regelmäßige Wartungen achten, damit mögliche Garantieansprüche auch Jahre später noch gültig sind.
  • Wenn das Fahrzeug überwiegend elektrisch bewegt wurde, könnte alternativ ein reines Elektroauto sinnvoller sein – deren größere Batterien durch weniger Ladezyklen länger leben.

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Auch nach dem Kauf gilt: Eine schonende Nutzung verlängert die Lebensdauer der PHEV-Batterie. Dazu zählt: keinen Ladezustand dauerhaft bei 100 % halten, möglichst im moderaten Bereich (z. B. zwischen 20 % und 80 %) laden, regelmäßige Wartung beachten. Auch ist es sinnvoll, häufiges starkes Beschleunigen oder Bremsen zu unterbinden, denn das belastet den Akku und erhöht zudem den Verbrauch.