Leapmotor T03: Elektro-Kleinstwagen im Test

Der noch junge chinesische Autobauer Leapmotor ist seit 2023 mit Stellantis verbandelt. Ob der attraktiv eingepreiste Kleinstwagen T03 hiesigen Ansprüchen genügt, soll unser Test zeigen!

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Blick von schräg vorne auf den fahrenden Leapmotor T03.
Leapmotor T03 Foto: Daniela Loof

Der Leapmotor T03 soll den noch dünn besetzten Markt der elektrischen Kleinwagen bedienen. 

Blick von schräg hinten auf den fahrenden Leapmotor T03.
Leapmotor T03 Foto: Daniela Loof

Der T03 schafft rund 200 km am Stück.

Blick auf die Armaturen im Innenraum des Leapmotor T03.
Leapmotor T03 Foto: Daniela Loof

Vieles wird über den Touchscreen gesteuert – das ist nicht optimal.

Blick auf die Armaturen im Innenraum des Leapmotor T03.
Leapmotor T03 Foto: Daniela Loof

Das Infotainment ist erstaunlich patent, aber Apple CarPlay fehlt.

Blick auf die Vordersitze im Innenraum des Leapmotor T03.
Leapmotor T03 Foto: Daniela Loof

Anspruchslose, recht einfach gepolsterte Sitze vorn.

Blick auf den Ladeanschluss des Leapmotor T03.
Leapmotor T03 Foto: Daniela Loof

Der Ladeanschluss sitzt an der Front – gar nicht mal so unpraktisch.

Der Leapmotor T03 im Einzeltest

Die Furcht vor günstigen chinesischen E-Autos, die den europäischen Herstellern das Geschäft verderben könnten, war groß. Allerdings hatten auch die Hersteller aus China bislang keinen wirklichen Preisbrecher im Programm – den Dacia Spring aus chinesischer Produktion mal ausgeklammert. Das soll sich mit dem Leapmotor T03 nun ändern, denn er springt nun in diese Lücke, die vor allem die deutschen Hersteller immer noch nicht füllen können. Der Kleine aus Fernost, der kurzzeitig auch in Polen vom Band lief, bietet neben einem putzigen Design eine Ausstattung, die in dieser Klasse ihresgleichen sucht. Im Test fühlen wir dem Leapmotor T03 auf den Zahn.
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Der Dacia Spring (2024) im Video:

Video Platzhalter
Video: AUTO ZEITUNG

Der Leapmotor T03 beeindruckt mit üppiger Serienausstattung

Sowohl das Glasdach mit elektrischer Markise als auch ein Infotainment samt Online-Navigation und OTA-Fähigkeit (Over-the-Air-Updates) gehören zum bemerkenswerten Serienumfang. Noch besser: Das Infotainment verkneift sich krude Übersetzungsfehler, und der Rechner im Hintergrund arbeitet im Test flotter, als wir es erwartet hätten. Schade nur, dass der Bildschirm derart tief platziert wurde. Trotz des Glasdachs offeriert der Leapmotor T03 seinen Mitfahrenden eine fürstliche Kopffreiheit – sogar im Fond. Abstriche muss man hingegen bei der Innenbreite machen, was angesichts des schmalen Aufbaus wohl niemanden überraschen dürfte. Vorteil der kleinen Außenabmessungen: Der T03 passt in so ziemlich jede Parklücke. Beim Rangieren hilft zudem eine vergleichsweise gut auflösende Rückfahrkamera.

Die Konkurrenten:

Der wendige T03 ist in der Stadt zuhause

In Schwung bringt den kleinen Chinesen ein 70 kW (95 PS) starker E-Motor an der Vorderachse. Weil nur knapp 1200 kg bewegt werden müssen, reicht die Leistung. Dass der Leapmotor T03 so leicht ist, hat er der eher klein dimensionierten Batterie zu verdanken, die 36 kWh bereitstellt. Quält man den Leapmotor nur selten in den Begrenzer bei 130 km/h, kommt man in Städten aber gut mit dem kleinen Akku klar. Das Fahrwerk gibt sich beim Test komfortbetont, wobei die teigige Lenkung eine Spur zu leichtgängig agiert – auch in der "sportlichsten" der drei möglichen Einstellungen. Ein
Dynamiker will der T03 aber ohnehin nicht sein. Dafür kämpfen seine effizienzoptimierten Reifen der chinesischen Marke Westlake viel zu sehr mit Traktionsproblemen, während sich der Fünftürer schon bei moderatem Kurventempo eindeutig fürs Untersteuern entscheidet.

Trotz der teils beachtlichen Karosseriebewegungen bleibt der T03 jedoch stets auf der sicheren Seite. Die Bremse kann da nicht ganz mithalten. Allerdings ließ die suboptimale Bereifung noch längere Bremswege aus Tempo 100 erwarten als die gemessenen 37,9 / 38,8 m (kalt / warm). Ärgerlich sind die oft voreilig piepsenden Assistenten – die sich aber über den Touchscreen deaktivieren lassen. Die Verarbeitung geht angesichts des günstigen Preises in Ordnung – abgesehen von Klappergeräuschen aus dem Bereich der B-Säule.

Technische Daten & Messwerte des Leapmotor T03

AUTO ZEITUNG 20/2025Leapmotor T03
Technik
MotorPermanenterregte Synchronmaschine (vorn)
Leistung70 kW (95 PS)
Max. Drehmoment158 Nm
GetriebeKonstantübersetzung
AntriebVorderradantrieb
BatterieLithium-Ionen (LFP)
Spannung400 V
Kapazität (brutto/netto)36,0 kWh netto (brutto k. A.)
Ladeleistung AC/DCk. A.
Gewichte
Leergewicht (Werk/Test)1178 / k. A. kg
Effektive Zuladung297 kg
Anhängelast (gebremst/ungebremst)0 / 0 kg
Fahrleistungen
0 - 100 km/h10,9 s
Höchstgeschwindigkeit130 km/h (Werksangabe)
Bremswege
100 - 0 km/h (kalt/warm)37,9 / 38,8 m
50 - 0 km/h9,1 m
Verbrauch & Reichweite
WLTP-Reichweite265 km
WLTP-Verbrauch16,3 kWh/100 km
Test-Reichweite193 km (max. 238 km)
Test-Verbrauch18,7 kWh/100 km
Preise
Grundpreis18.900 €
Testwagenpreis18.900 €
Versicherung & Steuern
Typklassen (KH / VK / TK)13 / 23 / 21
Kfz-Steuer pro Jahrbefreit (Elektro)

Fazit

Der Leapmotor T03 bietet viel für sein Geld und fährt erwachsener, als es sein Äußeres suggeriert. Hier und da würde ihm noch Feinschliff guttun. Man darf gespannt sein, wie sich das Joint Venture entwickelt: Ein so günstiger Stromer würde auch anderen Stellantis-Marken gut zu Gesicht stehen.