Lamborghini Espada Danton Arts Kustoms: Tuning ohne Filter
Für alle, die denken, dass Lamborghini zu viele Konzessionen an den Mainstream macht, gibt es Danton Arts Kustoms. Der Franzose hat einen Espada zum Rambo-Lambo erhoben, der den Weltuntergang stilvoll zelebriert.
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Es ist eine der drängendsten Fragen der Gegenwart, wie Sportwagen nach der Apokalypse aussehen werden. Danton Arts Kustoms liefert die Antwort: so ähnlich wie seine Neuinterpretation des Lamborghini Espada, einer Sportwagenikone aus den Sechzigerjahren. In der Tat, hier von Umbau oder Tuning zu sprechen, wäre eine kesse Untertreibung. Sonst eher für seinen Dreiachsen-Fetischismus bekannt, begnügt sich der französische Blech-Artist Alexandre Danton zwar bei diesem Build mit vier Rädern. Ansonsten aber lässt er seinen dunkelsten Instinkten freien Lauf.
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Die Motorhaube, die den chronisch hitzetodgefährdeten V12 des Lambos einst ins Korsett zwängte wie ein Schraubstock? Sieht aus wie mit ein paar gezielten Schwerthieben amputiert, in schönster Hot Rod-Tradition. Irgendwie logisch: "Espada" steht für Schwert. Seitenscheiben? Wozu denn? Die stören doch nur den Sound und die Kühlung des erstaunlicherweise immer noch viersitzigen Innenraums. In der Tat, der Lamborghini Espada war einst als leidlich familientauglicher Pendant zum Miura gedacht. Den Restkomfort des Originals hat Danton mit chirurgischer Präzision herausoperiert. Das Interieur wäre mit spartanisch noch zurückhaltend umschrieben. Zwischen Punk und Prunk verläuft ein schmaler Grat.
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Der Lamborghini Revuelto (2024) im Fahrbericht (Video):

Der Lamborghini Espada von Danton Arts Kustoms ist einer von wenigen familientauglichen Hot Rods
Hinter der dreigeteilten Frontscheibe, die auch einer Raumkapsel entlehnt sein könnte, lauern nacktes Alublech und offene Schrauben. Der Tacho steht verloren als einziges Instrument mittig im Armaturenblech, daneben das hinreißende Original-Lenkrad des Espada. Über dieser Wüste aus Alu thront ein Drehzahlmesser im Lkw-Format, der neben ein paar Schaltern ins Dach integriert wurde. In den Rückspiegeln sieht man vor allem die Hinterreifen, die gänzlich unbedeckt ihr bestes Profil zeigen. So dicke Distanzscheiben gibt der Markt nicht her. Deshalb hat Danton Arts Kustoms gleich die ganze Hinterachse neu entwickelt. Die überbreite Spur gemahnt daran, dass man mit diesem Hot Rod Autobahnbaustellen am besten auf zwei Rädern fahrend passiert.
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Der 3,9-l-V12 mit mächtig Geltungsdrang zieht komplett blank. Das Prunkstück soll offenherzig 770 PS (566 kW) rausschmeißen, mehr als das Doppelte der Originalmaschine. Dazu wird ungehindert via sechs Doppelvergaser ein- und natürlich ungefiltert ausgeatmet. Die Frontmaske trägt die Züge einer Hornisse, die gerade zum Stechen ihres Lieblingsfeindes ansetzt. Das Ensemble ist natürlich eine Herausforderung an die fahrdynamischen Gesetze und für konservative Oldtimer- und Sportwagenfans. Und doch riecht der Hot Rod seltsam authentisch nach Lamborghini, so wie Ferruccio seine Ferrari-Killer einst erdachte: exaltiert, kompromisslos, unmissverständlich. Wann geht er in Serie?












