Antriebe Im Vergleich: Kia Sportage Plug-in-Hybrid gegen Diesel

Beim Kia Sportage AWD hat die Kundschaft die Qual der Wahl zum fast identischen Grundpreis von rund 45.000 Euro einen Plug-in-Hybrid oder einen Diesel zu wählen. Welcher Antrieb passt besser zum SUV? Unser Vergleich klärt auf!

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Blick von schräg vorne auf die beiden fahrenden Kia Sportage 1.6 T-GDI Plug-in-Hybrid und 1.6 CRDi 48V AWD.
Kia Sportage 1.6 T-GDI Plug-in-Hybrid/Kia Sportage 1.6 CRDi 48V AWD Foto: Daniela Loof

Wer bietet im Alltag mehr fürs Geld: Der Kia Sportage als Hybrid oder als Diesel?

Blick von schräg hinten auf die beiden stehen Kia Sportage 1.6 T-GDI Plug-in-Hybrid und 1.6 CRDi 48V AWD.
Kia Sportage 1.6 T-GDI Plug-in-Hybrid/Kia Sportage 1.6 CRDi 48V AWD Foto: Daniela Loof

Auch nach drei Jahren am Markt ist der Sportage der fünften Generation ein ansehnliches SUV. Ein Facelift steht trotzdem kurz bevor.

Blick auf die Armaturen im Innenraum des Kia Sportage 1.6 T-GDI Plug-in-Hybrid.
Kia Sportage 1.6 T-GDI Plug-in-Hybrid Foto: Daniela Loof

Egal welcher Antrieb: übersichtliches Cockpit mit identischer Bedienung.

Blick auf die Vordersitze im Innenraum des Kia Sportage 1.6 CRDi 48V AWD.
Kia Sportage 1.6 CRDi 48V AWD Foto: Daniela Loof

Angenehm konturierte, elektrisch einstellbare Sitze in der GT-line.

Blick auf die Armaturen im Innenraum des Kia Sportage 1.6 CRDi 48V AWD.
Kia Sportage 1.6 CRDi 48V AWD Foto: Daniela Loof

Sehr gut ablesbare Instrumente – im Diesel inklusive Drehzahlmesser.

Blick auf die Armaturen im Innenraum des Kia Sportage 1.6 T-GDI Plug-in-Hybrid.
Kia Sportage 1.6 T-GDI Plug-in-Hybrid Foto: Daniela Loof

Hübsch illustrierte Antriebsinformationen samt Lademanagement.

Blick auf die Zusatzfächer im Kofferraum des Kia Sportage 1.6 T-GDI Plug-in-Hybrid.
Kia Sportage 1.6 T-GDI Plug-in-Hybrid Foto: Daniela Loof

Das Ladekabel findet gut eingebettet unter dem Kofferraumboden Platz.

Blick in den Motorraum des Kia Sportage 1.6 CRDi 48V AWD.
Kia Sportage 1.6 CRDi 48V AWD Foto: Daniela Loof

Der Diesel hat ein spürbares Leistungsdefizit – läuft aber immerhin kultiviert.

Kia Sportage als Plug-in-Hybrid und Diesel im direkten Vergleich

Auf die Karosserieform Kompakt-SUV können sich viele Menschen einigen, wie die Verkaufszahlen belegen. Doch schon beim Antrieb gibt es diverse Präferenzen, die nur wenige Marken so konsequent abdecken wie Kia beim Sportage. Das SUV gibt es mit klassischem Benziner, als Mildhybrid, als Selbstzünder, als Voll- und als Plug-in-Hybrid. Wer vollelektrisch unterwegs sein will, kann zwar nicht Sportage fahren, wird mit dem recht ähnlich positionierten EV3 aber ebenfalls von Kia bedient. Zusätzlich bieten die Koreaner:innen den Sportage je nach Motor auch mit einer Allrad-Option an. Wir haben den Kia Sportage 1.6 T-GDI Plug-in-Hybrid und den Kia Sportage 1.6 CRDi 48V AWD zum direkten Vergleich geladen!
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Der Kia EV3 (2024) im Fahrbericht (Video):

Video Platzhalter
Video: AUTO ZEITUNG

Die Fahrleistungen liegen um Welten auseinander

Allrad plus Plug-in-Hybrid- oder Dieselantrieb offeriert Kia zu Grundpreisen, die lediglich 440 Euro auseinanderliegen. Ganz anders sieht es bei den Leistungsdaten aus. Der Kia Sportage 1.6 CRDi 48V AWD muss zwar rund 230 kg weniger in Bewegung bringen, doch sind seine Voraussetzungen mit 136 PS (100 kW) und 320 Nm Drehmoment eher limitiert. Zum Mitschwimmen auf der Drehmomentwelle reicht das allerdings fraglos aus, und auch das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe arbeitet schön geschmeidig. Doch an die Souveränität des Kia Sportage 1.6 T-GDI Plug-in-Hybrid reicht der Diesel bei Weitem nicht heran.

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Der Sportage mit Stecker verknüpft einen 1,6-l-Vierzylinder-Turbo mit einem 67 kW (91 PS) starken E-Motor. Die Systemleistung liegt bei fülligen 252 PS (185 kW), und auch das Drehmoment von 350 Nm überflügelt das des selbstzündenden Bruders. Mehr als drei Sekunden Vorsprung beim Standardsprint sind objektiv wie subjektiv Welten. Die sechsstufige Automatik des Kia Sportage 1.6 T-GDI Plug-in-Hybrid erledigt dabei ebenfalls unauffällig seinen Job, und das Antriebs-Duo portioniert nur unter Volllast deutlich spür- und hörbar seinen Verbrenner- sowie Elektro-Anteil. Wirkliche Effizienzwunder sind allerdings beide SUV nicht. Der Plug-in-Hybrid verbraucht trotz 40 km realer E-Reichweite 6,5 l Super im Mittel. Der Kia Sportage 1.6 CRDi 48V AWD genehmigt sich glatte sieben Liter.

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Im Alltag schlägt die Stunde des Diesels

Beim Nutzwert schenken sich die Kontrahenten übrigens nichts – fünf Personen samt Gepäck reisen in beiden auf klassenüblichem Platzniveau. Auch der Komfort passt jeweils – der Kia Sportage ist ein umgängliches Kompakt-SUV. Dass beide Varianten fast gleich viel kosten, verdankt der PHEV einem "Trick": Er startet in der weniger umfangreichen Vision-Ausstattung, während der Diesel als Spirit serienmäßig Annehmlichkeiten wie elektrisch einstellbare Sitze und 18-Zoll-Felgen hat. Unterm Strich fährt man mit dem Kia Sportage 1.6 CRDi 48V AWD günstiger – sowohl vor als auch nach dem Einbeziehen des Wertverlusts, der ihn ohnehin als wertstabiler ausweist. Je mehr Kilometer man im Jahr fährt, desto größer wird der Vorteil für den Selbstzünder. Das macht den Kia Sportage 1.6 T-GDI Plug-in-Hybrid aber nicht unattraktiv: Er ist deutlich stärker und bei konsequenter Elektronutzung ungleich günstiger zu bewegen.

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Technische Daten & Messwerte von Kia Sportage 1.6 T-GDI Plug-in-Hybrid und Kia Sportage 1.6 CRDi 48V AWD

AUTO ZEITUNG 09/2025Kia Sportage 1.6 T-GDI Plug-in-HybridKia Sportage 1.6 CRDi 48V AWD
Technik
Motor4-Zylinder, 4-Ventiler, Turbo; permanenterregte Synchronmaschine4-Zylinder, 4-Ventiler, Turbo; 48-V-Mildhybrid
Hubraum1598 cm³1598 cm³
Leistung bei160 PS (118 kW) bei 5500 /min136 PS (100 kW) bei 4000 /min
Max. Drehmoment bei265 Nm bei 1500 – 3500 /min320 Nm bei 2000 – 2250 /min
Leistung E-Motoren vorne / hinten67 kW (91 PS) / –12 kW (16 PS) / –
BatterieLithium-IonenLithium-Ionen
Systemleistung252 PS (185 kW)
Spannung / Kapazität netto360 V / 13,8 kWh48 V / k.A.
Fahrwerk & Lenkung
Fahrwerkvorn: McPherson-Federbeine, Querlenker; hinten: Mehrfachlenkerachse, Federn; rundum: adaptive Dämpfer (Opt.), Stabi.; ESC (ESP)vorn: McPherson-Federbeine, Querlenker; hinten: Mehrfachlenkerachse, Federn; rundum: adaptive Dämpfer (Opt.), Stabi.; ESC (ESP)
LenkungZahnstange, Servo elektro-mechanischZahnstange, Servo elektro-mechanisch
Bremsenvorn: innenbelüftete Scheiben; hinten: Scheiben; ABS, Bremsassistentvorn: innenbelüftete Scheiben; hinten: Scheiben; ABS, Bremsassistent
Maße & Gewichte
Länge / Breite / Höhe4515 / 1865 / 1650 mm4515 / 1865 / 1650 mm
Radstand2680 mm2680 mm
Kofferraumvolumen540 – 1715 l526 – 1715 l
Anhängelasten & Dachlasten
Anhängelast (gebremst / ungebremst)1210 / 750 kg1650 / 750 kg
Dachlast / Stützlast50 / 75 kg75 / 75 kg
Gewichte
Leergewicht (Werk/Test)1830 kg / –1601 kg / –
Zulässiges Gesamtgewicht2415 kg2225 kg
Maße (L/B/H)4515 / 1865 / 1650 mm4515 / 1865 / 1650 mm
Kofferraumvolumen540 – 1715 l526 – 1715 l
Fahrleistungen
0 - 100 km/h8,3 s11,6 s
Höchstgeschwindigkeit186 km/h180 km/h
Ausstattung & Sonderausstattungen
Serienbereifungrundum: 215/65 R 17rundum: 215/65 R 17
Testbereifungrundum: 235/50 R 19rundum: 235/50 R 19
Getriebe / Antrieb6-Stufen-Automatik / Allrad7-Gang, Doppelkupplung / Allrad
Ladeleistung (AC / DC)7,2 kW / –
Verbrauch & Emissionen
WLTP-Verbrauch1,2 l S + 18,9 kWh / 100 km5,9 l D /100 km
Testverbrauch6,5 l S + 6,9 kWh / 100 km7,0 l D /100 km
CO₂-Ausstoß (Test / WLTP)183 / 28 g/km186 / 155 g/km
Reichweiten
Reichweite (Test)646 km (Tank: 42 l)771 km (Tank: 54 l)
Reichweite elektrisch (WLTP)64 km
Kosten
Grundpreis44.990 €44.550 €
Werkstattkosten (jährlich)470 / 670 €470 / 570 €
Wertverlust (4 Jahre)6040 / 6659 €5435 / 5936 €
Kraftstoffkosten (10.000 / 20.000 km)1476 / 2952 €1155 / 2310 €
Gesamtkosten (10.000 / 20.000 km)3328 / 5344 €3223 / 4807 €
Gesamtkosten inkl. Wertverlust (10.000 / 20.000 km)9368 / 12.003 €8658 / 10.743 €
Kosten pro Kilometer0,33 / 0,27 €0,32 / 0,24 €
Versicherung & Steuern
Typklassen (HP / VK / TK)18 / 2118 / 20
Versicherungskosten (HP / VK)1350 / 1690 €1312 / 1641 €
Steuer pro Jahr32 €286 €

Fazit

Die Kostenrechnung ist am Ende eindeutig – 
der Diesel ist im Unterhalt der günstigere Sportage. Wem die Sparsamkeit bei der Leistung zu weit geht, findet im Plug-in-Hybrid aber eine ähnlich eingepreiste, aber ungleich stärkere Alternative. Fährt man vorwiegend rein elektrisch, wendet sich das Blatt sogar. Das setzt allerdings eine Lademöglichkeit voraus.