Familien-SUV im Vergleichstest: Wer schlägt den VW Tayron?
Wir versammeln vier hochbegabte SUV-Alleskönner zum Vergleichstest: Kia Sorento, Mazda CX-60, Mitsubishi Outlander und VW Tayron. Welcher der geräumigen Alltagshelden bietet von allem am meisten?
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- Im Vergleichstest: Kia Sorento gegen Mazda CX-60, Mitsubishi Outlander und VW Tayron
- Der VW Tayron im Fahrbericht (Video)
- Karosserie: Massig Platz im Kia Sorento
- Fahrkomfort: Den VW Tayron bringt nichts aus der Ruhe
- Motor/Getriebe: Höchster Verbrauch beim Mazda CX-60 PHEV
- Fahrdynamik: Der VW Tayron beinahe leichtfüßig
- Umwelt/Kosten: 14.000 Euro trennt die Konkurrenz
- Fazit
- Technische Daten & Messwerte von Kia Sorento 1.6 T-GDI Hybrid AWD, Mazda CX-60 e-Skyactiv PHEV, Mitsubishi Outlander Plug-in-Hybrid und VW Tayron 2.0 TSI 4Motion
- Ausstattung/Preise
- Gesamtbewertung
Im Vergleichstest: Kia Sorento gegen Mazda CX-60, Mitsubishi Outlander und VW Tayron
Geräumige SUV gelten mittlerweile als die Allzweckwaffen der Mobilität. Sie bieten in der Regel einen immensen Nutzwert, je nach Modell einen enorm hohen Sicherheitsstandard durch eine Vielzahl fortschrittlicher Assistenzsysteme und stellen nicht selten einen Ausdruck modernen Lifestyles dar. Mit diesen Eigenschaften haben die Kraxler den früher recht beliebten Vans längst den Rang abgelaufen und finden sich oftmals weit oben in der Zulassungsstatistik.
Kehrseite der Medaille: Die Auswahl kann zuweilen erschlagen. Schließlich hat beinahe jeder Hersteller (mindestens) ein entsprechendes Modell im Angebot. Für diesen Vergleichstest haben wir vier allradgetriebene Mittelklasse-SUV herausgepickt, die exemplarisch alle zuvor beschriebenen Tugenden dieser Fahrzeuggattung vereinen, dabei aber noch halbwegs (!) erschwinglich bleiben.
Gerade erst am Anfang seiner Karriere steht der VW Tayron. Der Wolfsburger Neuling beerbt nicht nur den eingestellten VW Tiguan Allspace, sondern stellt nach Auslaufen des Touareg auch das Topmodell der Wolfsburger SUV-Riege dar. Dem eigenen Anspruch folgend, kann es für den Tayron somit auch in diesem Vergleichstest nur um den Gesamtsieg gehen.
Kia schickt ebenfalls sein Verbrenner-SUV-Topmodell ins Rennen: den Vollhybriden Kia Sorento 1.6 T-GDI Hybrid AWD. Die koreanische Wuchtbrumme, die seit 2024 in weitreichend aufgewerteter Form auf dem Markt ist, will vor allem mit gediegenem Interieur-Ambiente und erlesenem Komfort verwöhnen.
Ersteres gilt auch für den Plug-in-Hybriden Mazda CX-60 e-Skyactiv PHEV, der obendrein mit seinem eleganten Design und überraschend niedrigem Grundpreis für Aufsehen sorgt. Mit dem Mitsubishi Outlander komplettiert ein ausgewiesener Routinier das Testfeld. Erstmals in Deutschland im Jahr 2003 erhältlich, haben es die drei zuvor genannten Wettbewerber mit der aktuell vierten Generation des Japaners zu tun. Hierzulande gibt es ihn ausschließlich als Plug-in-Hybrid – somit schlägt der Outlander auch eine Brücke zur Elektromobilität.
Der VW Tayron im Fahrbericht (Video)

Karosserie: Massig Platz im Kia Sorento
Mit einer Länge von 4,72 m ist der Mitsubishi Outlander übrigens das kürzeste Auto, der VW Tayron mit einer Breite von 1,85 m hingegen der schmalste Kandidat im Vergleichstest. Dass der Alltag in chronisch verstopften Ballungsgebieten mit solch üppigen Abmessungen durchaus herausfordernd sein kann, liegt auf der Hand. Im Gegenzug verwöhnen die vier ausgewachsenen SUV mit stattlichen Innenräumen, die nahezu allen Herausforderungen des Familienalltags gewachsen sind.
Das gilt in besonderem Maß für den Kia Sorento. Seine große Karosserie ermöglicht ein fast schon monströses Raumangebot, das vier großgewachsenen Personen quasi unendliche Weiten zur Verfügung stellt. Selbst in der optionalen dritten Sitzreihe halten es mittelgroße Erwachsene eine gewisse Zeit problemlos aus.
Der VW Tayron verfügt optional zwar ebenfalls über zwei zusätzliche Sitzgelegenheiten, diese taugen allerdings wirklich nur für ganz kleine Kinder. Dafür ist der VW in Sachen Transportvolumen eine, wenn nicht sogar zwei Klassen für sich. Hinter der Heckklappe verbirgt sich ein Schlund, der satte 885 l Transportgut klaglos wegsteckt. Mit Umklappen der dreiteiligen Rücksitzlehne wird der Tayron vollends zum Großraumfrachter: Enorme 2090 l passen dann nämlich hinein.
Gerade der Mitsubishi Outlander kann vor diesem Hintergrund nur verschämt die serienmäßigen LED-Leuchten verdrehen. Mehr als vergleichsweise mickrige 1404 l stellt sein Gepäckfach nicht bereit. Überhaupt kann der Japaner mit seinem Innenraum nur bedingt punkten. Die Materialien beispielsweise wirken nicht nur im direkten Vergleich mit dem herausragend edel gemachten Kia Sorento weniger hochwertig. Sein Raumangebot ist für sich genommen zwar ordentlich, an die luftigen Interieurs der Konkurrenz von Kia und VW reicht es aber nicht heran. Außerdem fehlen in der Sicherheitsausstattung des Mitsubishi zeitgemäße Assistenzsysteme, etwa ein angesichts der unübersichtlichen Karosserien moderner Autos durchaus hilfreicher Einparkassistent.
Auch Mazda verzichtet beim wuchtigen CX-60 auf diese nützliche Funktion. Dafür wartet sein adrett und stellenweise durchaus nobel eingerichteter Innenraum mit einer eingängigen Bedienung auf, die durch einen BMW-ähnlichen Dreh-Drück-Steller begünstigt wird. Schade, dass die Spracheingabe nur wenige Kommandos treffsicher interpretiert. Beim Raumangebot gibt es im Mazda CX-60 Licht und Schatten: Zwar fühlen sich vorn alle Arten von Staturen angesichts der guten Kopffreiheit und des weiten Einstellbereichs der Sitze bestens aufgehoben, hinten aber geht es aufgrund des mangelnden Knieraums und der eher mäßigen Kopffreiheit deutlich weniger luftig zu als in Kia und VW.
Fahrkomfort: Den VW Tayron bringt nichts aus der Ruhe
Wie eingangs erwähnt, sollten derart ausgewachsene SUV nahezu alle Ansprüche erfüllen können, die an ein Allround-Mobil gestellt werden. Dazu gehört sicherlich auch die ein oder andere ausgedehnte Urlaubsfahrt mit mehreren Personen und – dank der großen Kofferräume – reichlich Gepäck an Bord.
Ein solches Szenario vor Augen, tun sich hier im Vergleichstest insbesondere zwei Fahrzeuge hervor: der Kia Sorento und der VW Tayron. Mit maximal zulässigem Zusatzgewicht an Bord überragen die beiden Allradler ihre japanischen Konkurrenten in Sachen Federungskomfort deutlich. Der Koreaner gleicht tiefe wie flachere Unebenheiten vollständig aus und erlaubt sich auf aufeinanderfolgenden Wellen keinerlei Nachschwingen und beim Überfahren einseitiger Unebenheiten so gut wie kein Wanken um die Längsachse.
Der Wolfsburger Tiguan-Bruder zeigt unter denselben Voraussetzungen sogar noch etwas weniger Aufbaubewegungen. Dies allerdings zu einem höheren finanziellen Aufwand, denn der Tayron verfügt serienmäßig über adaptive Dämpfer. Somit ist die Leistung des Kia-Entwicklungsteams bei der Fahrwerks-Feinabstimmung beinahe noch höher einzuschätzen.
Wer allein im Auto sitzt, erlebt im Kia aber einen kurzen Aha-Moment. Dann nämlich wird offensichtlich, dass das Grund-Setup eindeutig für hohe Lasten ausgelegt ist – was kaum verwundert, schließlich gibt es das Modell auch als bleischweren Plug-in-Hybrid. Ohne zusätzliche Pfunde an Bord neigt der Koreaner indes dazu, kleinere Anregungen weniger gut gefiltert weiterzugeben. Aber auch der VW Tayron wirkt beladen etwas souveräner. Unbeladen federt sein Aufbau deutlicher aus und bringt eine minimale Tendenz zum Nachschwingen mit. In Summe aber gilt: Der Tayron ist für die Bewertung des Federungskomforts der Maßstab – an dem sich zumindest die beiden japanischen Konkurrenten eindeutig die Zähne ausbeißen.
Der Mitsubishi Outlander ist grundsätzlich zwar soft abgestimmt, was im Umkehrschluss aber keineswegs heißt, dass seine Karosserie auf schlechten Straßen übermäßig ruhig liegt. Im Gegenteil: Die Fahrwerkskomponenten wirken weniger steif ans Chassis angebunden als bei Kia und VW und ermöglichen dadurch, dass einige Stöße bis zu den Personen an Bord durchdringen. Darüber hinaus sorgt die recht weiche Abstimmung für ein sanftes Wogen und Nachschwingen beim Überfahren mehrerer aufeinanderfolgender Wellen.
Der Mazda CX-60 hingegen erweist sich als sportlich-straffer Geselle, der häufig ungefragt über die Zustände des Untergrunds informiert. Während die Vorderachse die Straße noch recht sensibel abtastet, reicht die Hinterachse bereits kleinere Anregungen ungefiltert weiter und schwingt bei maximaler Beladung obendrein spürbar nach.
Den Sieg im Komfortkapitel machen Kia und VW jedoch nicht nur aufgrund ihrer schluckfreudigeren Feder-Dämpfer-Elemente unter sich aus. Auch die Sitzgelegenheiten dieser beiden Rivalen sind auf langen Strecken gemütlicher als jene der japanischen Kontrahenten. Im Fall des Kia Sorento sind sie jedoch teuer erkauft, denn unser Testwagen wurde herstellerseitig mit vielfach einstellbaren Relaxation-Sesseln bestückt, die sogar eine ausfahrbare Unterschenkelauflage für eine angenehme Liegeposition auf dem Beifahrersitz beinhalten. Sie verteuern das Fahrzeug allerdings um happige 9900 Euro.
Eine noch größere Wohltat für stressgeplagte Rücken sind allerdings die Sport-Komfortsitze, die der VW Tayron an Bord hat. Sie kosten ebenfalls reichlich Geld, da sie nur mit der höheren Ausstattungslinie Elegance (4660 Euro) zu bekommen sind, stellen dafür jedoch über Stunden hinweg einen herausragenden Komfort und zusätzlich reichlich Seitenführung bereit.
Ein alleiniges Glanzlicht vermag der Kia dann aber doch noch zu setzen: In keinem anderen Testteilnehmer herrscht eine derart wohltuende Ruhe wie im Sorento, dessen äußerst wirkungsvolle akustische Isolierung nahezu sämtliche Störgeräusche – sei es von den Reifen oder dem Wind – auf ein absolutes Minimum reduziert. Und das in nahezu jedem Geschwindigkeitsbereich.

Motor/Getriebe: Höchster Verbrauch beim Mazda CX-60 PHEV
Klassische Diesel und Benziner mit oder ohne Mildhybrid-Unterstützung, Vollhybride, Teilzeit- oder Vollelektriker: In wohl kaum einem Fahrzeugsegment ist die Auswahl an verschiedenen Antriebsformen derart groß wie bei den Mittelklasse-SUV. Entsprechend bunt gefächert sind die Antriebskonzepte in diesem Vergleichstest.
Während der VW Tayron 2.0 TSI 4Motion etwa als klassischer Turbobenziner mit Doppelkupplungsgetriebe an den Start geht, wird der Kia Sorento 1.6 T-GDI Hybrid AWD von einem ebenso leistungssteigernden wie effizienzfördernden Vollhybrid-Turbobenziner-Paket, das mit einer Sechsstufen-Automatik zusammenarbeitet, auf Trab gebracht.
Wer hingegen bei Mitsubishi und Mazda im Fall des Outlander beziehungsweise des CX-60 nach einem Verbrenner mit Benzinbetrieb fragt, erntet unisono folgende Antwort: „Wir haben das gewünschte Modell nur als Plug-in-Hybrid!” Ergo verfügen diese beiden Testkandidaten über die Möglichkeit, eine gewisse Strecke ohne Kraftstoffverbrauch zurücklegen zu können.
Auf unserer Testrunde erzielt der Mazda CX-60 e-Skyactiv PHEV eine E-Reichweite von gerade einmal 33 km, obwohl der vom Hersteller angegebene durchschnittliche Aktionsradius im Batteriebetrieb bei 64 km liegt. Aber auch beim in Summe 306 PS (225 kW) starken Mitsubishi Outlander Plug-in-Hybrid bleiben von den laut WLTP-Angabe versprochenen 85 rein elektrischen Kilometern nur 53 übrig.
Zugutehalten muss man beiden PHEV jedoch, dass unsere Testrunde einen nicht unerheblichen Autobahn-Anteil beinhaltet. Nur in der Stadt bewegt, kommen die Teilzeitstromer den versprochenen Werten erheblich näher.
Dennoch geht die Effizienzwertung in diesem Vergleichstest an den sanften Riesen Kia Sorento 1.6 T-GDI Hybrid AWD. Sein Antrieb reißt trotz 239 PS (176 kW) Gesamtleistung zwar keine Bäume aus, begnügt sich dafür aber mit einem Testverbrauch von 7,7 l je 100 km. Der 204 PS (150 kW) starke VW Tayron 2.0 TSI 4Motion, der ohne Hybrid-Unterstützung auskommen muss, benötigt 8,4 l, liefert im Gegenzug aber flottere Fahrleistungen als der eher gemächliche Sorento. Seine Höchstgeschwindigkeit von 230 km/h bleibt hier gar unerreicht.
Doch noch einmal zurück zu den japanischen Plug-in-Hybriden: Mit einem Benzin-Verbrauch von durchschnittlich 6,7 l liegt der Mitsubishi Outlander Plug-in-Hybrid sogar noch unter dem Durst des Kia. Allerdings kommen noch 11,4 kWh an elektrischer Energie hinzu, sodass der Mitsubishi hinter seinen koreanischen Wettbewerber auf den zweiten Platz der Verbrauchswertung zurückfällt.
Etwas überraschend: Letzter in diesem speziellen Ranking wird der Mazda CX-60 e-Skyactiv PHEV, der 7,8 l Super zuzüglich 8,9 kWh elektrische Energie für die Distanz von 100 km benötigt. Kleiner Trost: Sein in Summe 327 PS (241 kW) starkes Antriebspaket sorgt hier für das rasanteste Beschleunigungserlebnis.
Fahrdynamik: Der VW Tayron beinahe leichtfüßig
Auch in querdynamischer Hinsicht gibt der große Mazda CX-60 eine recht gute Figur ab. Dirigiert über die präzise, wenngleich etwas schwergängige Lenkung begegnet er kurvigem Geläuf mit vergleichsweise hoher Agilität. Beinahe lustvoll lässt sich der immerhin 2122 kg schwere Brocken in Kurven werfen. Bei deaktiviertem ESP ist allerdings etwas Vorsicht geboten, da das Fahrverhalten des asiatischen Allradlers heckbetont ausfällt und kerniges, wenngleich gut zu kontrollierendes Übersteuern somit jederzeit möglich ist. Einen tollen Job verrichtet unterdessen die Bremsanlage des CX-60. Sie punktet mit hoher Standfestigkeit und den kürzesten Bremswegen in diesem Vergleichstest.
Nochmals eine querdynamische Schippe drauf legt der VW Tayron, der mit einem Leergewicht von 1873 kg als einziger Testkandidat unter der Zwei-Tonnen-Schwelle bleibt. Er pflügt beinahe leichtfüßig durch die Slalomgasse und umrundet unsere anspruchsvolle Handlingstrecke am schnellsten. Dabei legt der Wolfsburger ein markentypisch ausgewogenes, weitgehend neutrales Fahrverhalten an den Tag. Zudem verfügt er über die rückmeldungsfreudigste Lenkung und den am sanftesten regelnden elektronischen Rettungsanker.
Umstieg in den Mitsubishi Outlander: Er stellt Fahrsicherheit eindeutig vor Agilität. Das jedenfalls wird bereits nach wenigen forschen Kurven offensichtlich. Der Japaner lenkt eher missmutig ein und beginnt bereits bei recht moderaten Geschwindigkeiten kräftig zu untersteuern, während die Lenkung etwas teigig und mit reichlich großen Lenkwinkeln arbeitet.
Noch lustloser begegnet der konsequent komfortbetonte Kia Sorento den querdynamischen Wertungsprüfungen. Seine gefühlsarme Lenkung ist nochmals weniger direkt abgestimmt als die des Outlander, und sein Einlenkverhalten abermals träger. Immerhin bietet der Koreaner, der sportlichen Ehrgeiz nur allzu gern anderen überlässt, ein hohes Maß an Fahrsicherheit, zu dem auch die sehr gute Traktion gehört.
Umwelt/Kosten: 14.000 Euro trennt die Konkurrenz
Kommen wir zur Preisfrage: Welcher Testkandidat ist hier wohl am günstigsten? Eindeutige Antwort: der Mazda CX-60. Er ist inklusive der testrelevanten Extras satte 14.440 Euro günstiger als der überraschend kostspielige Kia Sorento, der hier der teuerste Kandidat im Vergleichstest ist.
Der Koreaner kann – anders als so oft – diesmal noch nicht einmal mit der umfangreichsten Garantie werben, denn der Mitsubishi Outlander übertrumpft die sieben Jahre des asiatischen Wettbewerbers um ein weiteres Jahr. Allerdings bedingt der Outlander, der in äußerst hohe Kasko-Typklassen eingestuft ist, die höchsten Ausgaben für die Versicherung.
Dennoch ist es der gleichfalls alles andere als günstige Volkswagen, der im Kostenkapitel dieses Vergleichstests die wenigsten Punkte einfährt. Das liegt weniger daran, dass der VW Tayron bei den laufenden Kosten ausreißt. In der Versicherung ist er sogar der Preiswerteste. Dass der Sorento noch vor dem Tayron landet, liegt vielmehr an der spärlichen Zweijahres-Garantie des Herstellers. Dieser Umstand ändert jedoch nichts daran, dass sich der ausgewogene Wolfsburger mit respektablem Vorsprung den verdienten Gesamtsieg sichert.
Fazit
Wer ein geräumiges SUV sucht, hat es nicht leicht. Die Auswahl ist groß, das Angebot an Antriebsvarianten nahezu unübersichtlich. Der VW Tayron fährt hier den Gesamtsieg ein – obwohl er weder der Günstigste, noch der Sparsamste ist. Sein Erfolgsrezept: keine echte Schwäche und einige Stärken wie der gute Komfort. Das trifft beinahe eins zu eins auch auf den Kia Sorento zu. Der Koreaner ist allerdings sehr teuer und fahrdynamisch eher unbegabt. Mit seinem günstigen Preis setzt sich der Mazda CX-60 derweil vor seinen Landsmann, den Mitsubishi Outlander, der mit vorbildlicher Garantie glänzt.
Technische Daten & Messwerte von Kia Sorento 1.6 T-GDI Hybrid AWD, Mazda CX-60 e-Skyactiv PHEV, Mitsubishi Outlander Plug-in-Hybrid und VW Tayron 2.0 TSI 4Motion
AUTO ZEITUNG 27/2025 | Kia Sorento 1.6 T-GDI Hybrid AWD | Mazda CX-60 e-Skyactiv PHEV | Mitsubishi Outlander Plug-in-Hybrid | VW Tayron 2.0 TSI 4Motion |
|---|---|---|---|---|
Technik | ||||
Motor | 4-Zyl., 4-Vent., Turbo, Partikelfilter; permanenterregte Synchronmaschine | 4-Zyl., 4-Vent., Partikelfilter; permanenterregte Synchronmaschine im Getriebe | 4-Zyl., 4-Vent., Partikelfilter; zwei permanenterregte Synchronmaschinen | 4-Zyl., 4-Vent., Turbo, Partikelfilter |
Hubraum | 1598 cm³ | 2488 cm³ | 2360 cm³ | 1984 cm³ |
Bohrung / Hub | 75,6 / 89,0 mm | 89,0 / 100,0 mm | 88,0 / 97,0 mm | 82,5 / 92,8 mm |
Leistung Verbrenner | 132 kW / 180 PS, 6000 /min | 141 kW / 191 PS, 6000 /min | 100 kW / 136 PS, 5000 /min | 150 kW / 204 PS, 4500 /min |
Max. Drehmoment Verbrenner | 265 Nm bei 1500–4500 /min | 261 Nm bei 4000 /min | 203 Nm bei 4000 /min | 320 Nm bei 1500–4400 /min |
Leistung E-Motor | 48 kW / 65 PS, 1823–2100 /min | 129 kW / 175 PS, 5500 /min | vorn: 85 kW / 116 PS, hinten: 100 kW / 136 PS | – |
Max. Drehmoment E-Motor | 250 Nm bei 0–1823 /min | 270 Nm bei 400 /min | vorn: 255 Nm, hinten: 195 Nm | – |
Systemleistung | 176 kW / 239 PS | 241 kW / 327 PS | 225 kW / 306 PS | – |
Systemdrehmoment | 380 Nm | 500 Nm | – | – |
Batterie | Lithium-Ionen | Lithium-Ionen | Lithium-Ionen | – |
Spannung / Kapazität netto | 270 V / 1,49 kWh | 355 V / 17,8 kWh | 355 V / 22,7 kWh | – |
Max. Ladeleistung AC / DC | – | 7,2 kW / – | 3,7 kW / 40 kW | – |
Kraftübertragung | ||||
Getriebe | 6-Stufen-Automatik | 8-Stufen-Automatik | Konstantübersetzung | 7-Gang, Doppelkupplung |
Antrieb | Allrad, permanent | Allrad, permanent | Allrad, permanent | Allrad, permanent |
Fahrwerk | ||||
Radaufhängung | v: McPherson, Querlenker, Stabi.; h: Mehrfachlenker, Federn, Dämpfer, Stabi.; ESC (ESP) | v: McPherson, Querlenker, Stabi.; h: Mehrfachlenker, Federn, Dämpfer, Stabi.; DSC (ESP) | v: McPherson, Querlenker, Stabi.; h: Mehrfachlenker, Federn, Dämpfer, Stabi.; MASC (ESP) | v: McPherson, Querlenker; h: Mehrfachlenker, Federn; adapt. Dämpfer, Stabi.; ESC (ESP) |
Lenkung | Zahnstange; Servo, elektrisch | Zahnstange; Servo, elektrisch | Zahnstange; Servo, elektrisch | Zahnstange; Servo, elektrisch |
Bremsen | rundum: innenbel. Scheiben; ABS, Bremsassistent | rundum: innenbel. Scheiben; ABS, Bremsassistent | rundum: innenbel. Scheiben; ABS, Bremsassistent | rundum: innenbel. Scheiben; ABS, Bremsassistent |
Serienbereifung | rundum: 235/55 R 19 | rundum: 235/60 R 18 | rundum: 235/60 R 18 | rundum: 215/65 R 17 |
Testbereifung | rundum: 235/55 R 19 V XL | rundum: 235/50 R 20 W | rundum: 255/45 R 20 Y XL | rundum: 255/40 R 20 Y XL |
Reifen | Continental Premium Contact 6 | Goodyear Eagle F1 Asymmetric 5 MA | Michelin Pilot Sport 4 SUV | Continental Sport Contact 6 A01 |
Maße & Gewichte | ||||
Außenmaße (L / B / H) | 4810 / 1900 / 1695 mm | 4745 / 1890 / 1680 mm | 4719 / 1862 / 1764 mm | 4792 / 1853 / 1666 mm |
Radstand | 281,5 cm | 287,0 cm | 270,4 cm | 279,0 cm |
Kofferraumvolumen | 608–1996 l | 570–1726 l | 498–1404 l | 885–2090 l |
Leergewicht Werk / Test | 1880 / 2045 kg | 1995 / 2122 kg | 1995 / 2181 kg | 1707 / 1873 kg |
Zul. Gesamtgewicht* | 2640 kg | 2667 kg | 2665 kg | 2510 kg |
Effektive Zuladung | 595 kg | 545 kg | 484 kg | 637 kg |
Anhängelast* (gebr. / ungebr.) | 2000 / 750 kg | 2500 / 750 kg | 1600 / 750 kg | 2300 / 750 kg |
Dachlast* / Stützlast* | 100 / 100 kg | 75 / 100 kg | 80 / 80 kg | 75 / 100 kg |
Wendekreis links / rechts | 12,2 / 12,3 m | 11,9 / 12,0 m | 11,5 / 11,3 m | 11,8 / 11,9 m |
Fahrleistungen | ||||
0 – 50 km/h | 3,0 s | 2,5 s | 3,2 s | 2,7 s |
0 – 100 km/h | 8,2 s | 6,3 s | 7,5 s | 7,3 s |
0 – 200 km/h | – | 25,1 s | – | – |
Höchstgeschwindigkeit* | 196 km/h | 200 km/h | 170 km/h | 230 km/h |
Handlingkurs | 1:51,6 min | 1:46,9 min | 1:50,2 min | 1:46,5 min |
Slalom (Pylonenabstand 18 m) | 61,5 km/h | 63,2 km/h | 61,5 km/h | 64,0 km/h |
Bremswege | ||||
aus 100 km/h kalt / warm | 36,0 / 34,9 m | 34,5 / 34,0 m | 35,6 / 35,5 m | 36,0 / 34,6 m |
aus 50 / 150 km/h kalt | 9,1 / 78,4 m | 8,2 / 77,0 m | 9,1 / 78,0 m | 8,9 / 78,4 m |
Innengräusche | ||||
Standgeräusch | – | 43 dB(A) | 44 dB(A) | 42 dB(A) |
bei 50 km/h | 56 dB(A) | 58 dB(A) | 56 dB(A) | 59 dB(A) |
bei 100 / 130 km/h | 65 / 69 dB(A) | 65 / 70 dB(A) | 65 / 69 dB(A) | 66 / 70 dB(A) |
Verbräuche | ||||
Testverbrauch | 7,7 l S / 100 km | 7,8 l S + 8,9 kWh / 100 km | 6,7 l S + 11,4 kWh / 100 km | 8,4 l S / 100 km |
WLTP-Verbrauch* | 7,0 l S / 100 km | 3,8 l S + 14,4 kWh / 100 km | 0,8 l S + 23,4 kWh / 100 km | 7,4 l S / 100 km |
CO2 Test / WLTP | 182 / 159 g/km | 217 / 87 g/km | 200 / 19 g/km | 199 / 169 g/km |
Tankinhalt* | 67 l | 50 l | 53 l | 58 l |
Reichweite gesamt | 870 km | 601 km | 648 km | 691 km |
Reichweite elektr. Test / WLTP | – | 33 / 64 km | 53 / 85 km | – |
*Werksangaben | ||||
Ausstattung/Preise
Kia Sorento 1.6 T-GDI Hybrid AWD | Mazda CX-60 e-Skyactiv PHEV | Mitsubishi Outlander Plug-in-Hybrid | VW Tayron 2.0 TSI 4Motion | |
|---|---|---|---|---|
Grundpreis | 56.690 € | 48.890 € | 49.990 € | 52.320 € |
Testwagen-Optionen | ||||
Reifen | – | 3260 € | 5000 € | 1050 € |
Sitze | 9900 € | – | – | 4660 € |
Aufpreis | 9900 € | 3260 € | 5000 € | 5710 € |
Bewerteter Preis | 66.590 € | 52.150 € | 54.990 € | 58.030 € |
Ausstattung | ||||
Anhängerkupplung | ab 690 € | 960 € | 895 € | 1260 € |
Einparkassistent | 8500 € | – | – | Serie |
Lenkradheizung | Serie | 3260 € | 2000 € | 880 € |
Metallic-Lackierung | 890 € | 850 € | 950 € | 1010 € |
Navigationssystem | Serie | Serie | Serie | 1360 € |
Panorama-Glasdach | 1200 € | 1300 € | 9500 € | 1395 € |
Sitzheizung | Serie / 5000 € | 3260 € v. / 2900 € h. | 2000 € v. / 9500 € h. | 880 € v. / 2200 € h. |
Wartung / Rabatt / Wertverlust | ||||
Werkstattkosten* | 720 € | 790 € | 741 € | 686 € |
Rabatt** | 16,5 % / 9354 € | 22,5 % / 11.000 € | 13,0 % / 6499 € | 24,5 % / 12.818 € |
Wertverlust (DAT) nach 4 Jahren / 20.000 km p.a. | 55,5 % / 31.463 € | 58,3 % / 28.503 € | 55,2 % / 27.595 € | 56,0 % / 29.299 € |
Versicherung / Steuern pro Jahr | ||||
HP / VK / TK Typklassen | 20 / 25 / 25 | 17 / 23 / 23 | 21 / 29 / 29 | 13 / 23 / 22 |
HP / VK / TK Kosten | 860 / 1123 / 256 € | 764 / 1005 / 188 € | 897 / 1888 / 539 € | 595 / 1018 / 181 € |
Abgasnorm / Steuer | Euro 6e / 177 € | Euro 6e / 50 € | Euro 6e / 48 € | Euro 6e / 214 € |
* Wartungskosten pro Jahr einschl. üblicher Verschleißteile ohne Reifen, ermittelt durch den ADAC **Quelle: www.meinauto.de; zzgl. eventueller Überführungskosten | ||||
Gesamtbewertung
Punkte max. | Kia Sorento 1.6 T-GDI Hybrid AWD | Mazda CX-60 e-Skyactiv PHEV | Mitsubishi Outlander Plug-in-Hybrid | VW Tayron 2.0 TSI 4Motion | |
|---|---|---|---|---|---|
Karosserie | 1000 | 700 | 667 | 614 | 759 |
Fahrkomfort | 1000 | 742 | 683 | 691 | 760 |
Motor / Getriebe | 1000 | 651 | 616 | 610 | 648 |
Fahrdynamik | 1000 | 658 | 696 | 645 | 705 |
Eigenschaftswertung | 4000 | 2751 | 2662 | 2560 | 2873 |
Kosten / Umwelt | 1000 | 300 | 322 | 311 | 293 |
Gesamtwertung | 5000 | 3051 | 2984 | 2871 | 3165 |
Platzierung | 2 | 3 | 4 | 1 | |































