Ausblick

Neuer Kia Niro: Erste Fotos & Infos zum 2026-Facelift veröffentlicht

Der Kia Niro ist in seiner aktuellen Generation seit 2022 auf dem Markt – als Hybrid, Plug-in-Hybrid und EV. Für 2026 kündigt der Autobauer ein Facelift an und veröffentlicht erste Fotos.

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Das Kia Niro Facelift von schräg vorne fotografiert.
Erste Fotos zeigen das Kia Facelift von schräg vorne und hinten. Wir erkennen ein stark an die neuesten EV-Modelle angelehntes Frontdesign mit vertikalen Scheinwerfern und Tagfahrlichtern. Foto: Kia
Das Kia Niro Facelift von schräg hinten fotografiert.
Kia verzichtet fortan auf die farblich abgesetzte C-Säule, betont die Rückleuchten stärker und versetzt das Kennzeichen nach unten. Foto: Kia
Das Cockpit des Kia Niro Facelift.
Auch das Interieur des neuen Kia Niro steht im Zeichen der aktuellen Elektro-Designlinie. Der Bildschirmverbund zeigt sich nun begradigt, zugleich verschlankt. Foto: Kia
Der Kia Niro von schräg vorne fotografiert.
Zum Vergleich zeigen wir das 2022er-Modell des Kia Niro. Foto: Kia
Der Kia Niro von schräg hinten fotografiert.
War dieser sowohl als Hybrid-, Plug-in-Hybrid- als auch als Elektro-Version erhältlich, könnte das Facelift mit Blick auf die elektrischen Schwestermodelle EV3 und EV4 ausschließlich hybridisiert vorfahren. Foto: Kia
Das Cockpit des Kia Niro.
Gegenüber dem Vorfacelift fallen bei der Modellpflege außerdem die neue Lenkradgeneration und die vom Klavierlack befreite Mittelkonsole auf. Foto: Kia

Preis: Kia Niro Facelift ab 34.500 Euro?

Seit 2022 wird der aktuelle Kia Niro ausgeliefert – zeitweise wahlweise als Hybrid, Plug-in-Hybrid und EV. Gut vier Jahre nach Marktstart sieht der Autobauer nun die Zeit gekommen, den kompakten Crossover in der Größe eines VW T-Roc grundlegend zu überarbeiten. Auf dem heimischen Markt in Südkorea veröffentlichte Kia eine Pressemitteilung mit ersten Bildern und Informationen. Diese bereiten wir nachfolgend auf.

Für den Preis erwarten wir eine moderate Steigerung. Aktuell startet der günstigste Niro bei 33.990 Euro. Interessant: Seit der Premiere des Kia EV3 ist der Niro EV nicht mehr bestellbar. Das legt nahe, dass auch das Facelift-Modell als reine Hybrid-Alternative positioniert wird.

Der 2022er Kia Niro EV im Video

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Video: AUTO ZEITUNG

Antrieb: Mit dem Facelift nur noch Hybrid-Optionen?

Die Tatsache, dass der Kia Niro seit der EV3-Premiere ausschließlich als Hybrid verkauft wird, wirft die Frage auf: Mit welchen Antrieben wird der Kia Niro als Facelift überhaupt zu haben sein?

Aus strategischer Sicht ergibt es durchaus Sinn, den Niro als ausschließlich hybridisiertes Modell den Elektro-Geschwistern zur Seite zu stellen – zum einen gibt Kia damit die Option auf einen Verbrenner in der Kompaktklasse nicht auf, zum anderen haben die auf einer dezidierten E-Auto-Plattform aufbauenden EV3 und EV4 konzeptionelle Vorteile, bei denen der Niro auf einer Mischplattform das Nachsehen hat.

Zum Marktstart 2022 war der Kia Niro als Hybrid, Plug-in-Hybrid und EV erhältlich. Ersterer ist nach wie vor erhältlich und greift auf einen frei saugenden 1,6-l-Benzinmotor mit 102 PS (75 kW) zurück. Dieser wird von einem 32-kW-Elektromotor (44 PS) unterstützt. Somit beträgt die Systemleistung 138 PS (102 kW). Die Kraft überträgt ein komplett neues Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe an die Vorderräder. Rein elektrisches Fahren ist allerdings nur auf kurzen Strecken möglich.

Eine höhere elektrische Reichweite bietet der aktuell nicht im Konfigurator aufgeführte Plug-in-Hybrid mit einer Systemleistung von 171 PS (126 kW). Dessen Verbrenner entfaltet 93 PS (69 kW), der E-Motor 62 kW (84 PS). Gespeist wird letzterer von einem 11,1 kWh fassenden Akkupack. Seine rein elektrische Reichweite liegt nach WLTP bei 65 km.

Rein elektrisch am weitesten kommt der nicht mehr erhältliche batterieelektrische Niro EV: Mit 150 kW (204 PS) starker E-Maschine an der Vorderachse und 64,8-kWh-Batterie sind hier nach WLTP maximal 460 km Reichweite drin.

Exterieur: Neuer Kia Niro größer

Erste Fotos zeigen das Kia Facelift von schräg vorne und hinten.

Wir erkennen ein stark an die neuesten EV-Modelle angelehntes Frontdesign. Die Scheinwerfer orientieren sich in die Vertikale, fallen schmaler aus als zuvor und auch das Tagfahrlicht zeigt sich verändert. Die auf den unteren Teil des Stoßfängers konzentrierten Kühleinlässe erinnern ebenfalls an die elektrischen Kia-Derivate. Im Profil beschert Kia seinem Crossover neu gestaltete 18-Zoll-Leichtmetallräder, verzichtet dafür auf die bislang farblich abgesetzte C-Säule.

Rückseitig fallen die nun dunkel abgesetzten Rückleuchten auf, die mit einer Blende in die C-Säule optisch verlängert und einer weiteren Blende unterhalb der Heckscheibe auch optisch miteinander verbunden werden. Das Kennzeichen wandert von der Heckklappe in den Stoßfänger. An den Maßen von bislang 4420 mm in der Länge, 1825 mm in der Breite und 1545 mm in der Höhe dürfte sich allenfalls marginal etwas ändern.

Interieur: Komplett überarbeiteter Innenraum

Das Cockpit des Kia Niro Facelift.
Foto: Kia

Auch das Interieur des neuen Kia Niro steht im Zeichen der aktuellen Elektro-Designlinie. Der Bildschirmverbund zeigt sich nun begradigt, zugleich verschlankt. Vor dem digitalen, 12,3 Zoll großen Cockpit sitzt die neueste Lenkradgeneration. Darüber hinaus fällt auf, dass die Mittelkonsole dem Klavierlack abgeschwört hat. Wie gehabt werden die Fahrstufen über einen Drehregler eingelegt. Als Kofferraumvolumen stehen in den hybridisierten Varianten derzeit maximal 451 bis 1445 l zur Verfügung. Das dürfte sich mit dem Facelift nicht ändern.

Fahreindruck: Effizienz ist seine Stärke

Bei der ersten Testfahrt mit dem 2022er Kia Niro EV fällt kaum auf, dass er nach wie vor auf einer Mischplattform und nicht wie der EV6 auf der vollelektrischen E-GMP aufbaut. Die Effizienz ist nach wie vor seine Stärke, was über die längeren Ladezeiten hinwegtröstet. Dem Hybrid sowie dem PHEV hat der EV den knackigeren Antritt und die höhere Leistung voraus. Von Victoria Zippmann