Kia-Gebrauchtwagen kaufen: Picanto, Ceed & Sportage im Check
Kia hat sich längst vom günstigen Geheimtipp zum ernstzunehmenden Volumenhersteller entwickelt. Doch wie schlagen sich Picanto, Ceed und Sportage als Gebrauchtwagen und worauf sollten Interessent:innen beim Kauf achten?
Die genannten Produkte wurden von unserer Redaktion persönlich und unabhängig ausgewählt. Beim Kauf in einem der verlinkten Shops (Affiliate Link bzw. mit Symbol) erhalten wir eine geringfügige Provision, die redaktionelle Selektion und Beschreibung der Produkte wird dadurch nicht beeinflusst.
Kia-Gebrauchtwagen: So bewertet sie der TÜV-Report 2026
Kia steht heute für viel Ausstattung, lange Garantie und zumeist attraktive Preise. Gerade deshalb sind Modelle wie der Picanto, Ceed sowie Sportage auch als Gebrauchtwagen gefragt. Ein genauer Blick zeigt jedoch: Die Qualität variiert je nach Modell und Baujahr deutlich – und nicht alles ist so sorgenfrei, wie es auf den ersten Blick scheint. Die AUTO ZEITUNG sagt, worauf man beim Kauf eines dieser Modelle aus Vorbesitz achten sollte!
Kia Picanto: Klein, aber robust
Der Picanto ist ein klassischer Kleinstwagen, der vor allem durch seine einfache Technik und niedrigen Unterhaltskosten punktet. Im Alltag überzeugt er mit ordentlichem Platzangebot für seine Größe und solider Fahrwerksabstimmung. Allerdings zeigen sich bei der Hauptuntersuchung typische Schwächen: Bremsen sowie die Achsaufhängung fallen beim TÜV häufiger negativ auf, besonders bei älteren Baujahren. So sollten Gebrauchtwageninteressent:innen dies beim Kauf eines Picanto der zweiten Generation (Bauzeitraum: 2011 bis 2017) berücksichtigen. Ansonsten zeigt sich die zweite Generation solide und bietet auch Features wie Keyless-Go und elektrisch anklappbare Außenspiegel. Das Budget für ein gut erhaltenes Exemplar sollte mindestens 2300 Euro betragen.
Der Nachfolger ist zwar etwas teurer und ab circa 6800 Euro erhältlich, dafür schaffen über 90 Prozent der Exemplare die erste HU mängelfrei. Durchwachsen zeigt sich hier hin und wieder nur die Beleuchtung, genauer das verstellte Abblendlicht. Wer ein höheres Budget hat und eine markantere Optik möchte, wird mit der Topversion GT-Line glücklich.
Kia Ceed: Beliebter Kompakter mit Altersschwächen
Der Ceed ist für Kia eines der wichtigsten Modelle und hat sich über mehrere Generationen deutlich verbessert. Vor allem die aktuelle Generation überzeugt mit guter Verarbeitung und moderner Technik. Ältere Modelle zeigen jedoch Schwächen bei Haltbarkeit und Verschleißteilen. So fallen beim TÜV unter anderem Bremsen, Beleuchtung und Fahrwerk überdurchschnittlich oft negativ auf. Das trifft besonders auf den zwischen 2012 und 2018 gebauten Ceed der zweiten Generation zu. Interessent:innen sollten vor dem Kauf die erwähnten Schwachstellen inspizieren lassen, da diese ins Geld gehen können.
Der seit 2018 gebaute Nachfolger zeigt sich deutlich haltbarer. Allerdings hat er eine überraschende Schwachstelle, die bei den Vorgängern eher nicht auftritt: So leckt die dritte Generation überdurchschnittlich oft und auch die Abgasanlage fällt negativ auf. Sonst gibt es bei diesem Ceed, der auch mit Hybridantrieb angeboten wurde, jedoch nichts zu meckern. Wer ein haltbares Exemplar sucht, sollte daher möglichst zu neueren Baujahren greifen.
Kia Sportage: Schickes, aber gebrechliches SUV
Der Sportage ist eines der erfolgreichsten SUV der Marke und bietet viel Platz, Komfort und Ausstattung. Gerade neuere Generationen wirken modern und technisch absolut auf Augenhöhe mit europäischen Konkurrenten. Aber nicht nur im Alter zeigt sich ein gemischtes Bild: Probleme mit Bremsen, Lenkung oder auch Ölverlust gibt es je nach Baujahr immer wieder. So fällt bereits die seit 2021 gebaute fünfte Generation nach vier Jahren mit Problemen an der Feststellbremse auf. Auch die Bremsscheiben werden bereits ab der dritten Hauptuntersuchung bemängelt. Häufiger als im Schnitt scheitern Kia Sportage auch an der Abgasuntersuchung. Dem gegenüberstehen aber haltbare Achsfedern und Dämpfung. Die Bremsschläuche und -leitungen halten ebenfalls meist durch.
Quellen
TÜV-Report 2026
Eigene Recherchen
















