Wohnmobil-Vorstellung

Hyundai Staria Camper: Elektro-Van mit Aufstelldach

Kompakte Campingbusse mit Aufstelldach sind bei vielen Campingfahrzeug-Herstellern aus dem Programm verschwunden. Nur die Autohersteller halten dagegen. Nun könnte sogar Hyundai mit dem Staria in die Campingnische einsteigen – und das sogar vollelektrisch und gasfrei. Das ist bisher zu Preis und Marktstart bekannt!

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Zwei Hyundai Staria Camper-Concept nebeneinander stehend vor der Messe Stuttgart. Das weiße Fahrzeug ist von schräg vorne rechts zu sehen, das schwarze Fahrzeug parallel dazu von hinten links.
Dass es den futuristisch gezeichneten Staria auch mit Camperausbau gibt, ist zumindest in Südkorea nichts neues. Dort wird der Campingbus bereits seit 2022 angeboten. Der Europastart hängt noch vom Kundenfeedback ab. Foto: Hyundai
Das Hyundai Staria Camper-Concept statisch von schräg hinten rechts mit geöffneter Heckklappe, Schiebetüre, Markise und Aufstelldach.
Sollte der Campingbus zu uns kommen, bereicht der kompakte Vier-Personen-Camper das Segment um einen vollelektrischen Van mit knapp 400 km Reichweite. Foto: Hyundai
Die Markise des Hyundai Staria Camper-Concept im Detail.
Eine Markise wird es am koreanischen Campingbus zumindest gegen Aufpreis geben. Foto: Hyundai
Das Aufstelldach des Hyundai Staria Camper-Concept im Detail.
Das Aufstelldach für zwei Personen ist dagegen serienmäßig an Bord. Foto: Hyundai
Durchsicht durch den Wohnraum des Hyundai Staria Camper-Concept im Bettumbau.
Typische Campingbus-Aufteilung: Eine Seitenküche mit Stauraum steht an der linken Fahrzeugwand, die Sitzbank lässt sich – voll elektrisch – zum Bett umklappen. Foto: Hyundai
Der Tisch im Wohnraum des Hyundai Staria Camper-Concept im Detail.
Ein kompakter Einhängetisch macht aus Drehsesseln und Rückbank eine Halbdinette. Foto: Hyundai
Die Küche des Hyundai Staria Camper-Concept im Detail.
Die Küche wartet mit 36-l-Kühlschrank und Spüle auf. Einen Herd gibt es vorerst nicht – in Südkorea kocht man ohnehin lieber vor dem Campingfahrzeug. Foto: Hyundai
Die Innenraumbeleuchtung des Hyundai Staria Camper-Concept im Detail.
Energiesparende LED-Beleuchtung ist in einem modernen Campingbus natürlich Pflicht. Foto: Hyundai
Der Hecktisch des Hyundai Staria Camper-Concept im Detail.
Wer nicht im Interieur essen möchte, kann auch an einem ausziehbaren Hecktisch essen. Foto: Hyundai
Die Heckdusche des Hyundai Staria Camper-Concept im Detail.
Ein Bad ist bauartbedingt nicht an Bord, dafür eine Heckdusche. Foto: Hyundai
Das Bedienpanel im Innenraum des Hyundai Staria Camper-Concept im Detail.
Gesteuert wird der Hyundai-Campingbus über ein Touch-Bedienfeld. Auch das „Smart Glass“ lässt sich hierüber in Transparenz und Tönung einstellen. Foto: Hyundai

Preis: Hyundai Staria Camper in Südkorea ab 42.000 Euro

Einige Besucher:innen der CMT 2026 dürfen recht überrascht über das gewesen sein, was da im Foyer an Eingang Ost zwischen Halle 1 und 2 steht. Denn Hyundai ist erstmalig auch in eigener Sache auf der Fachmesse in Stuttgart. Mitgebracht hat die Marke einen Campingbus auf Basis des futuristisch gezeichneten Hyundai Staria. Genauer gesagt: dem erst wenige Tage zuvor auf der Brussels Motor Show 2026 präsentierten Hyundai Staria Elektro.

Doch handelt es sich erst einmal lediglich um zwei Konzept-Camper. Diese stammen direkt aus Südkorea – wie die Bedienung in Hangul verrät – und basieren auf dem Staria Hybrid. Auf dem Heimatmarkt ist der Campingbus bereits seit 2022 unter dem Namen Hyundai Staria Lounge Camper erhältlich. Der Preis beträgt dort umgerechnet knapp 42.000 Euro (Stand: Januar 2026) für den Diesel.

Dass dieser Preis eingehalten werden kann, ist dagegen mehr als fraglich. Nicht nur ist die Mehrwertsteuer in Südkorea deutlich niedriger, für Europa möchte man den Campingbus darüber hinaus ausschließlich batterieelektrisch anbieten. Damit dem Campingurlaub aber keine Reichweitenangst entgegnet, ist der Van mit 84-kWh-Batterie, 800-V-Technik, V2L (Vehicle-to-Load), bis zu 400 km Aktionsradius und 160 kW (218 PS) Leistung recht gut gewappnet.

Ob der Staria Camper mit E-Antrieb überhaupt in Deutschland an den Start geht, macht Hyundai vom Feedback der potenziellen Kundschaft auf der Reisemesse abhängig: Sollte der Campingbus gut ankommen, möchte Hyundai das Konzept für die Produktion freigeben lassen. Bis dahin gilt: abwarten.

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Innenraum: Campingbus-Aufbau im Elektro-Van

Während der vollelektrische Antrieb des Campingbusses durchaus ein Alleinstellungsmerkmal des Hyundai Staria Camper-Concept ist, bleibt er bei der Wohnraumaufteilung dem Status Quo der Bauart treu. Worin sich die typischen Wohnmobil-Bauarten unterscheiden, erklären wir hier. Bedeutet: kein Bad, keine Trennung von Schlaf- und Wohnraum sowie das Aufstelldach, dass den Staria Camper dank niedriger Höhe auch bedingt alltagstauglich macht.

Durchsicht durch den Wohnraum des Hyundai Staria Camper-Concept im Bettumbau.
Foto: Hyundai

Sitzgruppe und Schlafplätze

Ganz nach Campingbus-Manier muss auch der Wohnraum des Hyundai Staria Campers wandlungsfähig sein. Bei Tag bilden die Drehsessel im Fahrerhaus sowie die Zweier-Rücksitzbank zusammen mit dem einhängbaren Tisch eine Halbdinette im Bug. In Reihe drei steht eine weitere Doppel-Sitzbank, die sich auch rückwärtsgerichtet aufstellen lässt. Bei Nacht verwandelt sich die Rückbank vollelektrisch in ein Doppelbett – genaue Maßangaben gibt es bislang aber nicht. Ebenso fehlen diese fürs zweite Doppelbett im elektrisch betätigten Aufstelldach.

Küche

Wie bei Mercedes Marco Polo, VW California & Co. platziert Hyundia die Küche im Staria Campers auf der linken Fahrzeugseite. Wobei Küche ein großes Wort ist. Zwar verfügt zumindest die südkoreanische Ausführung des Staria-Campingbusses über eine Küchenzeile inklusive 36-l-Kühlschrank und abdeckbarer Spüle, einen Herd gibt es aber nicht. Ob sich das für den europäischen Markt ändert, lässt Hyundai bislang noch offen.

Bad

Ein Bad gibt es im 5,25 m langen Hyundai Staria Camper bauartbedingt nicht. Als „Nasszelle“ muss daher das Heck des Campingbusses herhalten, denn hier befindet sich im Schrankmodul der Auslass für die serienmäßige Heckdusche. Genaue Wassertank-Angaben für das europäische Modell gibt es noch nicht, der Camper für den koreanischen Markt kommt mit 70-l-Frisch- und 40-l-Abwassertank.

Bordtechnik und Stauraum

Stauraum ist – wie so oft bei kompakten Campingbussen – wohl auch im Hyundai Staria Camper eher rar. Bis auf das Schrankmodul, das sich an die Küche anschließt, aber auch Wassertanks und Aufbaubatterie unterbringt, bleibt nur wenig Platz für Gepäck.

Spannender dagegen ist das Kapitel Bordtechnik. Eine Stärke des Staria soll laut Hyundai Autarkie sein. Alles an Bord läuft rein elektrisch, das Beschaffen von Gasflaschen ist schon einmal kein Problem. Und auch der Strombedarf soll sich zum Teil selbst decken: Auf dem Aufstelldach ist ein dünnes und leichtes 520-W-Solarpanel aus Verbundmaterial integriert. Dieses speist sowohl Aufbau- als auch Hochvoltbatterie und soll so sowohl die Reichweite verlängern, als auch die Bordelektronik betreiben.

Überwachen lässt sich Stromverbrauch und -versorgung über ein Touch-Bedienfeld. Darüber wird auch das sogenannte „Smart Glass“ gesteuert. Dank einer Schicht Flüssigkristall zwischen den Glasscheiben sind die Fenster wahlweise transparent oder getönt. Zudem bietet das Glas „eine deutlich verbesserte UV-, Wärme- und Schalldämmung“, so Hyundai. Für die Verdunkelung des Wohnraums gibt es aber auch ganz herkömmliche Vorhänge.

Besonderheiten auf einen Blick

  • Elektro-Camper mit 800-V-Hochvoltarchitektur

  • Solarpanel serienmäßig

  • „Smart Glass“ für einstellbare Tönung und Transparenz der Fenster

Technische Daten des Hyundai Staria Camper

  • Basisfahrzeug: Hyundai Staria Elektro

  • Motorisierung: Elektromotor mit 160 kW (218 PS)

  • Reichweite: ca. 400 km; mit 84-kWh-Akku

  • Zulässige Gesamtmasse: k. A.

  • Maße (L/B/H): 5,25 m/1,99 m/1,99 m (ohne Aufstelldach)

  • Stehhöhe: k. A.

  • Gurt-/Schlafplätze: 4/4

Fazit

Bitte bauen! Der Hyundai Staria Camper könnte frischen Wind in das Campingbus-Segment bringen und Elektro-Camping mit Schnelladung dank 800-V-Architektur einer breiten Masse attraktiv machen. Jetzt muss nur noch der Preis stimmen.