Hyundai Staria Camper: Elektro-Van mit Aufstelldach
Kompakte Campingbusse mit Aufstelldach sind bei vielen Campingfahrzeug-Herstellern aus dem Programm verschwunden. Nur die Autohersteller halten dagegen. Nun könnte sogar Hyundai mit dem Staria in die Campingnische einsteigen – und das sogar vollelektrisch und gasfrei. Das ist bisher zu Preis und Marktstart bekannt!
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Preis: Hyundai Staria Camper in Südkorea ab 42.000 Euro
Einige Besucher:innen der CMT 2026 dürfen recht überrascht über das gewesen sein, was da im Foyer an Eingang Ost zwischen Halle 1 und 2 steht. Denn Hyundai ist erstmalig auch in eigener Sache auf der Fachmesse in Stuttgart. Mitgebracht hat die Marke einen Campingbus auf Basis des futuristisch gezeichneten Hyundai Staria. Genauer gesagt: dem erst wenige Tage zuvor auf der Brussels Motor Show 2026 präsentierten Hyundai Staria Elektro.
Doch handelt es sich erst einmal lediglich um zwei Konzept-Camper. Diese stammen direkt aus Südkorea – wie die Bedienung in Hangul verrät – und basieren auf dem Staria Hybrid. Auf dem Heimatmarkt ist der Campingbus bereits seit 2022 unter dem Namen Hyundai Staria Lounge Camper erhältlich. Der Preis beträgt dort umgerechnet knapp 42.000 Euro (Stand: Januar 2026) für den Diesel.
Dass dieser Preis eingehalten werden kann, ist dagegen mehr als fraglich. Nicht nur ist die Mehrwertsteuer in Südkorea deutlich niedriger, für Europa möchte man den Campingbus darüber hinaus ausschließlich batterieelektrisch anbieten. Damit dem Campingurlaub aber keine Reichweitenangst entgegnet, ist der Van mit 84-kWh-Batterie, 800-V-Technik, V2L (Vehicle-to-Load), bis zu 400 km Aktionsradius und 160 kW (218 PS) Leistung recht gut gewappnet.
Ob der Staria Camper mit E-Antrieb überhaupt in Deutschland an den Start geht, macht Hyundai vom Feedback der potenziellen Kundschaft auf der Reisemesse abhängig: Sollte der Campingbus gut ankommen, möchte Hyundai das Konzept für die Produktion freigeben lassen. Bis dahin gilt: abwarten.
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Innenraum: Campingbus-Aufbau im Elektro-Van
Während der vollelektrische Antrieb des Campingbusses durchaus ein Alleinstellungsmerkmal des Hyundai Staria Camper-Concept ist, bleibt er bei der Wohnraumaufteilung dem Status Quo der Bauart treu. Worin sich die typischen Wohnmobil-Bauarten unterscheiden, erklären wir hier. Bedeutet: kein Bad, keine Trennung von Schlaf- und Wohnraum sowie das Aufstelldach, dass den Staria Camper dank niedriger Höhe auch bedingt alltagstauglich macht.

Sitzgruppe und Schlafplätze
Ganz nach Campingbus-Manier muss auch der Wohnraum des Hyundai Staria Campers wandlungsfähig sein. Bei Tag bilden die Drehsessel im Fahrerhaus sowie die Zweier-Rücksitzbank zusammen mit dem einhängbaren Tisch eine Halbdinette im Bug. In Reihe drei steht eine weitere Doppel-Sitzbank, die sich auch rückwärtsgerichtet aufstellen lässt. Bei Nacht verwandelt sich die Rückbank vollelektrisch in ein Doppelbett – genaue Maßangaben gibt es bislang aber nicht. Ebenso fehlen diese fürs zweite Doppelbett im elektrisch betätigten Aufstelldach.
Küche
Wie bei Mercedes Marco Polo, VW California & Co. platziert Hyundia die Küche im Staria Campers auf der linken Fahrzeugseite. Wobei Küche ein großes Wort ist. Zwar verfügt zumindest die südkoreanische Ausführung des Staria-Campingbusses über eine Küchenzeile inklusive 36-l-Kühlschrank und abdeckbarer Spüle, einen Herd gibt es aber nicht. Ob sich das für den europäischen Markt ändert, lässt Hyundai bislang noch offen.
Bad
Ein Bad gibt es im 5,25 m langen Hyundai Staria Camper bauartbedingt nicht. Als „Nasszelle“ muss daher das Heck des Campingbusses herhalten, denn hier befindet sich im Schrankmodul der Auslass für die serienmäßige Heckdusche. Genaue Wassertank-Angaben für das europäische Modell gibt es noch nicht, der Camper für den koreanischen Markt kommt mit 70-l-Frisch- und 40-l-Abwassertank.
Bordtechnik und Stauraum
Stauraum ist – wie so oft bei kompakten Campingbussen – wohl auch im Hyundai Staria Camper eher rar. Bis auf das Schrankmodul, das sich an die Küche anschließt, aber auch Wassertanks und Aufbaubatterie unterbringt, bleibt nur wenig Platz für Gepäck.
Spannender dagegen ist das Kapitel Bordtechnik. Eine Stärke des Staria soll laut Hyundai Autarkie sein. Alles an Bord läuft rein elektrisch, das Beschaffen von Gasflaschen ist schon einmal kein Problem. Und auch der Strombedarf soll sich zum Teil selbst decken: Auf dem Aufstelldach ist ein dünnes und leichtes 520-W-Solarpanel aus Verbundmaterial integriert. Dieses speist sowohl Aufbau- als auch Hochvoltbatterie und soll so sowohl die Reichweite verlängern, als auch die Bordelektronik betreiben.
Überwachen lässt sich Stromverbrauch und -versorgung über ein Touch-Bedienfeld. Darüber wird auch das sogenannte „Smart Glass“ gesteuert. Dank einer Schicht Flüssigkristall zwischen den Glasscheiben sind die Fenster wahlweise transparent oder getönt. Zudem bietet das Glas „eine deutlich verbesserte UV-, Wärme- und Schalldämmung“, so Hyundai. Für die Verdunkelung des Wohnraums gibt es aber auch ganz herkömmliche Vorhänge.
Besonderheiten auf einen Blick
Elektro-Camper mit 800-V-Hochvoltarchitektur
Solarpanel serienmäßig
„Smart Glass“ für einstellbare Tönung und Transparenz der Fenster
Technische Daten des Hyundai Staria Camper
Basisfahrzeug: Hyundai Staria Elektro
Motorisierung: Elektromotor mit 160 kW (218 PS)
Reichweite: ca. 400 km; mit 84-kWh-Akku
Zulässige Gesamtmasse: k. A.
Maße (L/B/H): 5,25 m/1,99 m/1,99 m (ohne Aufstelldach)
Stehhöhe: k. A.
Gurt-/Schlafplätze: 4/4
Fazit
Bitte bauen! Der Hyundai Staria Camper könnte frischen Wind in das Campingbus-Segment bringen und Elektro-Camping mit Schnelladung dank 800-V-Architektur einer breiten Masse attraktiv machen. Jetzt muss nur noch der Preis stimmen.
























