Fiat Grande Panda: Elektro und Verbrenner im Vergleichstest
Mit dem Fiat Grande Panda kombiniert die Stellantis-Marke den Geist des Ur-Pandas aus den 1980er-Jahren mit elektrifizierten Antrieben der Neuzeit. Die Elektrovariante und der Mildhybrid im Vergleichstest!
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Im Vergleichstest: Fiat Grande Panda als Elektro und Hybrid
Quadratisch, praktisch, frech: Der von 1980 bis 2003 produzierte Fiat Panda der ersten Generation zählt mit mehr als vier Millionen verkauften Exemplaren zu den erfolgreichsten Modellen der Marke. Kein Wunder, bot „die tolle Kiste“ für kleines Geld doch eine gehörige Portion Charme und pfiffige Detaillösungen. Den Geist des Ur-Modells lässt Stellantis mit dem Fiat Grande Panda wieder aufleben – hier im Vergleichstest der Hybrid- und Elektrovarianten.
Als knapp vier Meter langes City-SUV hat er in der Größe zwar deutlich zugelegt, seine kantige Formensprache und zahlreiche Designzitate schlagen aber eine eindeutige Brücke zu seinem Vor-Vor-Vorgänger. „Vor-Vor“, wird der alte Fiat Panda doch als Fiat Pandina weitergebaut und angeboten.
Der Fiat Grande Panda im Fahrbericht (Video)

Antriebe auf Augenhöhe
Neben einem im Spätsommer 2025 nachgeschobenen konventionellen Benziner steht der Fiat Grande Panda mit Mildhybrid- sowie reinem Elektroantrieb zur Wahl. Bei ersterem erhält ein 74 kW (101 PS) starker Dreizylinder-Turbobenziner Unterstützung durch einen im Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe integrierten elektrischen Motor mit 21 kW (29 PS). Der Grande Panda Hybrid verfügt damit über eine Systemleistung von 81 kW (110 PS).
Mit 93 kW (113 PS) präsentiert sich der Grande Panda Elektro leistungsmäßig auf gleichem Niveau. Und das spiegelt sich auch in den Fahrleistungen wider: Den Standardsprint auf Landstraßentempo absolvieren beide mit 11,0 (Elektro) respektive 11,2 s (Hybrid) fast gleich schnell. Bei der Höchstgeschwindigkeit hat der Hybrid-Panda mit 160 km/h aber deutlich die Nase vor seinem elektrischen Pendant, das maximal 132 km/h erreicht.
Grande Panda Elektro mit besserem Fahrkomfort
Dafür punktet das Elektromodell im Vergleichstest mit dem deutlich besseren Fahrkomfort. Neben der Ruhe an Bord lässt sich der 1,4 t schwere Fiat Grande Panda Elektro von Fahrbahnunebenheit deutlich wenige aus der Ruhe bringen als der 200 kg leichtere Hybrid. Das steifbeinige Federungsverhalten schmälert ebenso wie das teils unharmonische Zusammenspiel zwischen Verbrenner und E-Motor das Wohlbefinden an Bord.
Hybrid bietet vielfaches an Reichweite
Wenn man auch Abstriche beim Komfort machen muss, erweist sich der Hybrid-Antrieb als erfreulich sparsam. 5,5 l Super auf 100 km fließen auf der standardisierten AUTO ZEITUNG-Verbrauchs-Testrunde durch das Einspritzsystem. In Kombination mit dem 44 l großen Kraftstofftank ergibt sich daraus eine Reichweite von üppigen 862 km.
Bei einem Testverbrauch von 19,9 kWh muss der Fiat Grande Panda Elektro allerspätestens nach nur maximal 220 km an eine Stromquelle. Immerhin geht das Auffüllen der 43,8 kWh großen Antriebsbatterie aber dank einer Ladeleistung von bis zu 100 kW an Gleichstrom-Schnellladern vergleichsweise zügig. Für das Laden von 20 auf 80 Prozent verstreichen laut Fiat 27 min.
Eine Einschränkung hält der E-Panda auch beim Kofferraum bereit: Mit 361 bis 1315 l fasst sein Gepäckabteil 51 l weniger als das des Grande Panda Hybrid (412 bis 1366 l).
Fazit
Von seiner Charakteristik her harmoniert der Elektromotor besser mit dem Fiat Grande Panda als der recht ruppig arbeitende Mildhybrid-Antrieb. Vor allem für den Einsatz in der Stadt konzipiert, fällt die elektrische Reichweite von nur knapp über 200 km zudem nicht allzu störend ins Gewicht. Der Aufpreis von 5000 Euro und der deutlich höhere Wertverlust hingegen schon – den Vergleich gewinnt er als besseres Gesamtpaket trotzdem.
Technische Daten & Kosten von Fiat Grande Panda Hybrid & Elektro
AUTO ZEITUNG 26/2025 | Fiat Grande Panda 1.2 eDCT | Fiat Grande Panda Elektro |
|---|---|---|
Technik | ||
Motor | 3-Zylinder, 4-Ventiler, Turbo, 48-V-Mild-Hybrid | permanenterregte Synchronmaschine |
Hubraum | 1199 cm³ | – |
Leistung bei | 81 kW / 110 PS, 5500 /min | 83 kW / 113 PS |
Max. Drehmoment | 205 Nm | 122 Nm |
Batterie | Lithium-Ionen | Lithium-Ionen |
Spannung / Kapazität netto | – | 400 V / 43,8 kWh |
Max. Ladeleistung AC / DC ¹ | – | 11 kW / 100 kW |
Getriebe / Antrieb | 6-Gang, Doppelkupplung / Vorderrad | Konstantübersetzung, Vorderrad |
Fahrwerk | vorn: McPherson-Federbeine, Querlenker Stabilisator; hinten: Verbundlenkerachse, Federn, Dämpfer, Stabilisator; ESP | vorn: McPherson-Federbeine, Querlenker Stabilisator; hinten: Verbundlenkerachse, Federn, Dämpfer, Stabilisator; ESP |
Bremsen | vorn: Scheiben; hinten: Trommel; ABS, Bremsassistent | rundum: Scheiben; ABS, Bremsassistent |
Serienbereifung | rundum: 205/60 R 16 | rundum: 205/60 R 16 |
Testbereifung | rundum: 205/55 R 17 | rundum: 205/55 R 17 |
L/B/H; Radstand | 3999 / 1763 / 1629; 2540 mm | 3999 / 1763 / 1619; 2540 mm |
Kofferraumvolumen | 412 – 1366 l | 361 – 1315 l |
¹ AC: Wechselstrom (z.B. Wallbox), DC: Gleichstrom (Schnellladesäule) | ||
Gewichte ² | ||
Leergewicht | 1240 kg | 1440 kg |
Zul. Gesamtgewicht/Zuladung | 1775 / 535 kg | 1985 / 545 kg |
Anhängelast gebr./ungebr. | 600 / 600 kg | 550 / 550 kg |
Fahrleistungen ² | ||
0 - 100 km/h | 11,2 s | 11,0 s |
Höchstgeschwindigkeit | 160 km/h | 132 km/h |
² Werksangaben | ||
Verbräuche | ||
WLTP-Verbrauch | 5,1 l S/100 km | 16,8 kWh / 100 km |
Reichweite (WLTP) | 862 km | 320 km |
Testverbrauch | 5,5 l S/100 km | 19,9 kWh/100 km |
CO2 (lt. Test / WLTP) | 130 / 116 g/km | 72 / 0 g/km |
Reichweite (Test) | 800 km | 220 km |
Kosten ³ | ||
Grundpreis | 19.990 € | 24.990 € |
Werkstattkosten ⁴ | k. A. | (288 / 511 €) ⁷ |
Wertverlust ⁵ | 2444 / 2854 € | 3411 / 3867 € |
HP / VK Typklassen | 17 / 24 | 15 / 24 |
HP Kosten ³ | 628 / 797 € | 569 / 690 € |
VK Kosten ³ | 780 / 979 € | 765 / 970 € |
Steuer | 66 € | 0 € |
Kraftstoffkosten ⁶ | 996 / 1992 € | 995 / 1990 € |
Gesamtkosten ⁷ | 2470 € / 3834 € | 2329 € / 3650 € |
Gesamtkost. inkl. Wertverlust ⁷ | 4914 € / 6688 € | 5740 € / 7517 € |
Kosten pro Kilometer ³ ⁷ | 0,25 / 0,19 €; 0,49 / 0,33 € inkl. Wertv. | 0,23 / 0,18 €; 0,57 / 0,38 € inkl. Wertv. |
³ pro Jahr bei 10.000/20.000 km Laufleistung bei vierjähriger Nutzung; ⁴ Wartungskosten pro Jahr einschl. üblicher Verschleißteile ohne Reifen, ermittelt durch den ADAC; ⁵ ermittelt durch die Deutsche Automobil Treuhand (DAT); ⁶ Preisgrundlage: Strom: 0,50 €/kWh, Benzin: 1,81 €/l; ⁷ Werkstattkosten fließen nicht in die Berechnung ein, da die Daten für den Panda Grande Hybrid noch nicht vorliegen | ||


















