Kein Fake: Ferrari F355 als Offroader mit V10-Diesel von VW
Der Umbauspezialist Grind Hard Plumbing aus den USA hat sich einen Ferrari F355 Spyder vorgeknöpft. Das Ziel: einen echten Offroader zu bauen – mit fetten Reifen, Höherlegungsfahrwerk und neuem V10-Motor aus dem VW-Regal. Wir zeigen das verrückte Projekt!
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Ferrari F355-Offroader entstand aus beschädigter Karosserie
Angeblich führt Ferrari eine sogenannte „schwarze Liste“ von Menschen, die temporär oder auf Lebzeit von einem Ferrari-Neukauf ausgeschlossen werden. Die Begründungen dafür seien vielfältig, zumeist führten aber Verstöße gegen Markenrichtlinien und übermäßige oder nicht genehmigte Modifikationen zum unliebsamen Platz auf der Liste führen.
Blicken wir auf den Ferrari F355 von Grind Hard Plumbing (USA) – oder zumindest auf das, was davon noch übrig ist –, befürchten wir, dass die berüchtigte schwarze Liste wohl bald um einen Namen erweitert wird. Das soll unser Schaden nicht sein – das F355-Projekt ist so verrückt, dass es schon wieder cool ist.
Angefangen hat das Projekt 2022, als sich das Team eine beschädigte Karosserie eines Ferrari F355 Spyder angeschafft hat. Die Technik des Italieners flog fast vollständig raus, zeitgleich bauten die Jungs von Grind Hard Plumbing ein passendes Chassis zusammen, auf dem die Karosserie später aufgesetzt wurde.
Da der Exot auch auf Events abseits der Straße eingesetzt werden soll, bediente man sich bei der Technik größtenteils an amerikanischen Offroad- und Truck-Komponenten. Ein neues Fahrwerk mit „Rock-Crawler“-Setup für schwierigstes Terrain erhöht die Bodenfreiheit und schafft Platz für die großen Offroadreifen. Weiße Vielspeichenräder verweisen auf die goldenen Rallyezeiten.
Für die nötige Sicherheit an Bord sorgt ein selbst geschweißter Überrollkäfig. Ihn kaschiert wiederum ein selbstgebautes Dach – ab Werk kommt der F355 schließlich als Spyder, also nur mit einer Stoffmütze daher.
Der Ferrari Amalfi im Fahrbericht (Video)

Unter der Haube waltet ein V10 aus dem Hause VW
Der eigentliche Knaller ist allerdings der Motor. Unter der Ferrari-Haube hat Grind Hard Plumbing einen V10-Diesel aus dem VW-Regal untergebracht: In seinem früheren Leben werkelte das Fünfliter-Aggregat in einem VW Touareg. Kurios: Die Kraftübertragung erfolgt über ein Transaxle-Getriebe aus einem Porsche Cayman.
Die erste Testfahrt sowie der Feinschliff beim Zusammenspiel der Komponenten steht Stand Januar 2026 noch aus. Auch die Karosserie ist noch unvollständig und nur teilweise unlackiert. Ebenfalls noch im Rohzustand ist der Innenraum. Lediglich der Überrollkäfig ist schon fest verschweißt. Es wartet also noch viel Arbeit auf die Tüftler aus den USA. Wir bleiben dran und berichten!

















