Vorstellung

Ferrari Amalfi (2025): V8-Coupé der klassischen Art

Roma raus, Amalfi rein: Der nach der italienischen Hauptstadt benannte Einstiegs-Ferrari wird aus dem Repertoire gestrichen, dafür stellt sich die legendäre Marke ein neues Pferd in den Stall. Das Konzept des Ferrari Amalfi (2025) ist jedoch vergleichbar mit dem des Vorgängers. 

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Der Ferrari Amalfi (2025) steht auf gefliestem Boden vor einem Haus, von vorne links fotografiert.
Ferrari Amalfi (2025) Foto: Ferrari

Zweitürig, sportlich, achtzylindrig: Der Amalfi ist ein waschechter Ferrari.

Der Ferrari Amalfi (2025) steht auf gefliestem Boden vor einem Haus, von links fotografiert.
Ferrari Amalfi (2025) Foto: Ferrari

Mit 4,66 m ist der Amalfi sieben Zentimeter kürzer als der 12Cilindri.

Der Ferrari Amalfi (2025) steht auf gefliestem Boden vor einem Haus, von hinten rechts fotografiert.
Ferrari Amalfi (2025) Foto: Ferrari

Das Brake-by-wire-System soll für weniger Pedalweg und bessere Dosierbarkeit sorgen.

Das Armaturenbrett des Ferrari Amalfi (2025).
Ferrari Amalfi (2025) Foto: Ferrari

Das Interieur fällt mit dreiteiligem Bildschirm und Smartphone-Integration modern aus.

Die Sitze des Ferrari Amalfi (2025).
Ferrari Amalfi (2025) Foto: Ferrari

Optional gibts den Amalfi mit Massagesitzen.

Die Mittelkonsole des Ferrari Amalfi (2025) in der Detailaufnahme.
Ferrari Amalfi (2025) Foto: Ferrari

Vielleicht nicht praktisch, aber dafür schick: die Mittelkonsole.

Der Ferrari Amalfi (2025) steht auf gefliestem Boden vor einem Haus, von vorne fotografiert.
Ferrari Amalfi (2025) Foto: Ferrari

Zum Start wird der Amalfi in der Farbe "Verde Costiera" angeboten, die von den Spiegelungen an der Amalfiküste inspiriert ist. 

Der Ferrari Amalfi (2025) steht auf gefliestem Boden vor einem Haus, von hinten fotografiert.
Ferrari Amalfi (2025) Foto: Ferrari

Das Heck erinnert mit der optisch fortgesetzten Heckscheibe und den vier flachen Rückleuchten an den 12Cilindri.

Preis: Ferrari Amalfi (2025) vermutlich nicht unter 200.000 Euro

Erst Portofino, dann Roma, jetzt Amalfi: Ferrari scheint sich für die Frontmotor-Modelle auf die Benennung nach italienischen Orten einzuschießen. Der im Juli 2025 vorgestellte Ferrari Amalfi spielt auf die malerische Küstenregion in Süditalien an und ersetzt den erst 2019 eingeführten Roma. Als klassisches Coupé mit vorne platziertem V8 und einem Fond mit zwei Notsitzen greift er das Prinzip des Vorgängers auf. Einen konkreten Preis oder Marktstart nennt der Hersteller nicht, doch die mindestens 200.000 Euro, die man für den Roma löhnen musste, dürften als grober Richtwert gelten – mit einem erwartbaren Aufschlag. Uns würde es angesichts der offenen Varianten von Roma und 12Cilindri zudem nicht überraschen, wenn Ferrari zu einem späteren Zeitpunkt einen wesentlich teureren Amalfi Spider nachlegt.
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Der Ferrari Roma Spider (2023) im Fahrbericht (Video):

Video Platzhalter
Video: AUTO ZEITUNG

Antriebe: Twin-Turbo-V8 ohne Elektrifizierung

Musik in den Ohren puristischer Petrolheads: Der Ferrari Amalfi (2025) rollt wie schon der jüngste Neuzugang 12Cilindri ohne jegliche Elektrifizierung an die Startlinie. Maranello hat hier mit dem Hybrid-Hypersportler F80 und einem noch namenlosen Elektro-Ferrari zwar auch heiße Eisen im Feuer, doch der Neue soll ganz klassisch über acht Pötte feuern und der leidenschaftlichen Verbrennung fossilen Kraftstoffs frönen. Dafür schraubt Ferrari den 3,9-l-Twin-Turbo-V8 aus dem Roma auf 640 PS (471 kW), die bei 7500 U/min anliegen und den Vorgänger um 20 PS (15 kW) überbieten. Das Drehmoment bleibt bei 760 Nm. Die Kurbelwelle wurde einer Diät unterzogen und bringt nun 1,3 kg weniger auf die Waage, was für eine spontanere Motorcharakteristik spricht. Das Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe beschleunigt das Coupé in 3,3 s auf 100 km/h und bis maximal 320 km/h.

Zubehör für Ferrari-Fans:

Fahrdynamisch interessant ist das Brake-by-wire-System, das die Bremse rein elektronisch ansteuert und eine physische Verbindung von Bremspedal und Bremssattel überflüssig macht. Laut Ferrari verkürzt das den Pedalweg und verbessert die Dosierbarkeit. Der aktive Heckspoiler passt sich an die Längs- und Querbeschleunigung an und erhöht zudem bei starken Bremsmanövern automatisch den Anpressdruck. Die Anordnung mit Front-Mittelmotor (hinter der Vorderachse, aber vor der Fahrgastzelle) sorgt für eine ausgewogene 50-50-Gewichtsverteilung zwischen den Achsen.

Die Konkurrenten:

Exterieur: An 12Cilindri orientiert

Optisch orientiert sich der Ferrari Amalfi (2025) sichtbar an seinem großen Coupé-Bruder 12Cilindri: Sei es die konsequente Silhouette samt "Sharknose", der aufgeräumte Auftritt mit versenkbaren Türgriffen oder die optisch fortgesetzte Heckscheibe, die in vier extrem flachen Rückleuchten mündet. Bei ansonsten ähnlichen Maßen fällt der Amalfi jedoch sieben Zentimeter kürzer aus: 4,66 m in der Länge, 1,97 m in der Breite und 1,30 m in der Höhe stehen bei ihm im Datenblatt. Der Radstand beträgt 2,67 m. Den Eindruck des puristischen Sportwagens unterstreicht das angenehm niedrige Leergewicht von 1470 kg, das der Ferrari zumindest mit optionaler Leichtbau-Ausstattung erreicht.

Interieur: Modern & digital

Das Armaturenbrett des Ferrari Amalfi (2025).
Foto: Ferrari

Auch wenn der Ferrari Amalfi (2025) klassische Sportwagen-Tugenden aufgreift, setzt der Innenraum auf Digitales und Komfort-Features. So kommen neben einer Bildschirmlandschaft optional auch Massagesitze zum Einsatz, für die Beschallung sorgt auf Wunsch ein Burmester-Audiosystem mit 14 Lautsprechern. Das Cockpit-Display misst 15,6 Zoll und fällt damit am größten aus. Das Zentraldisplay bringt es auf 10,25 Zoll und wird von einem 8,8-Zoll-Beifahrerdisplay flankiert, das für eine intensive Co-Piloten-Erfahrung Daten wie Drehzahl oder G-Kräfte anzeigt. Die Software erlaubt die Smartphone-Integration via Android Auto und Apple CarPlay und lässt sich mit der MyFerrari-App verbinden, um auch aus der Ferne Fahrzeugdaten abzurufen. In Hinblick auf die Assistenzsysteme arbeitet der Amalfi unter anderem mit einem adaptiven Tempomaten, einem Spurhalteassistenten, einer automatischen Verkehrszeichenerkennung sowie einer Müdigkeits- und Ablenkungserkennung.

Fahreindruck: Wie ein perfekt aus balancierter Espresso

Der Ferrari Amalfi ist wie ein perfekt aus balancierter Espresso – elegant serviert, fein abgestimmt und mit ordentlich Koffein unter der Crema. Er gibt sich kultiviert, beinahe zurückhaltend, solange man ihn lässt. Doch wer tiefer kostet, merkt schnell, wie viel Kraft und Präzision unter der Oberfläche des Ferrari schlummern. Von Jil Weber