Wohnwagen-Vorstellung

Farfalla Flip & Flap: Alles zu den flexiblen Mini-Caravans

Camping findet vorrangig vor dem Fahrzeug statt. Braucht es da viel Wohnraum? Farfalla Camper aus Neufahrn sagt entschlossen: Nein. Dennoch zeigen die zwei Mini-Caravans Flip und Flap eindrucksvoll, wie vielseitig auch kleine Räume genutzt werden können.

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Die Collage zeigt die zwei Caravan-Modelle Flip (links) und Flap (rechts) von Farfalla Camper. Beide Modelle sind statisch gezeigt.
Hochflippen oder ausflappen: Farfalla Flip (links) und Flap (rechts) bedienen dieselbe Caravaning-Nische mit etwas anderen Herangehensweisen. Foto: Farfalla Camper/Collage: AUTO ZEITUNG
Der Farfalla Flip statisch von schräg vorne recht mit aufgestelltem Dach und ausgefahrener Markise an einem Seeufer abgestellt.
Neu auf der CMT 2026 wurde das Modell Flip up mit fest integriertem Aufstelldach samt zwei weiterer Schlafplätze präsentiert. Foto: Farfalla Camper
Durchsicht durch den Wohnraum des Farfalla Flip.
Auf 3,05 m Innenlänge bleibt nicht viel Platz für feste Einbaumöbel, weshalb die Sitzbank bei Nacht zum Bett wird. Euroboxen schaffen Stauraum und mit Hocker-Aufsatz Sitzplätze. Foto: Farfalla Camper
Der Wohnraum des Farfalla Flip im Umbau zum Bett.
Zwei Personen finden auf der Schlafcouch (200 x 134 cm) Platz, für weitere Schlafplätze gibt es ein Dachzelt (Flip 2), einen Auszieh-Rost im Hochdach (Flip 4) oder ein Aufstelldach (Flip up) Foto: Farfalla Camper
Der Farfalla Flap statisch von schräg vorne rechts.
Noch eine Stufe kompakter ist der Farfalla Flap. Hier kommen Fold-Outs zum Einsatz, die den Wohnraum nach außen hin erweitern. Foto: Farfalla Camper
Durchsicht durch den Wohnraum des Farfalla Flap mit ausgeklappten Erweiterungen.
Durch Panoramaklappen, Fold-Outs, Ausstellfenster und große Hecktüren geht es im Flap besonders luftig zu. Foto: Farfalla Camper
Der Farfalla Flap statisch von schräg hinten rechts. Die Zelterweiterungen sind ausgeklappt.
Optional gibt es auch diverse Vor- und Heckzelte, die sich am Mini-Caravan anbringen lassen. Foto: Farfalla Camper
Die Campingküche in der Heckerweiterung des Farfalla Flap im Detail.
Gekocht wird in beiden Modellen vornehmlich draußen. Das Küchen-Modul gibt es aber nur gegen Aufpreis. Foto: Farfalla Camper

Preis: Farfalla Flip ab 17.495 Euro, Farfalla Flap ab 15.795 Euro

Wie ein Schmetterling, der aus einem Kokon schlüpft, entfalten sich auch die Mini-Caravans Flip und Flap auf dem Campingplatz und zeigen erst dann ihre wahre Größe. Bei einem Markennamen wie Farfalla Camper – Farfalla ist italienisch für Schmetterling – musste dieser Vergleich natürlich sein.

Beim Farfalla Flip handelt es sich um einen sehr kompakten Anhänger mit einer Gesamtlänge inklusive Deichsel von gerade einmal 4,45, der sich schnell auf- und wieder abbauen lässt. Der Wohnraum beschränkt sich dabei größtenteils auf den Caravan selbst. Etwas anders sieht es beim nochmals etwas kürzeren Schwestermodell Farfalla Flap aus. Der insgesamt nur 3,95 m messende Micro-Wohnwagen entfaltet sich – je nach Modell – zu allen Seiten und erweitert so den Wohnraum durch Vorzelte und Folt-Outs. Auch hier spricht Farfalla Camper von einem Kofferanhänger, der geschlossene Koffer ist hier aber durchaus weiter „aufgebrochen“, als beim Schwestermodell Flip. Wer mehr Platz braucht: Gegen Aufpreis gibt es den Flap auch als „XL“-Version mit den Maßen des Flip.

Flip wie Flap sind aktuell in je drei „Grundrissen“ verfügbar sowie jeweils in zwei Varianten. Beim Flip heißen diese „Flip 2“ als flacher Caravan für zwei mit optionalem Dachzelt, „Flip 4“ als kompakter Familien-Caravan mit höherem Dach sowie „Flip up“, eine Neuheit auf der CMT 2026 mit fest installiertem Aufstelldach für vier Personen. Preislich geht es bei 17.495 Euro los, die günstigeren und knapp 100 kg leichteren „Flipino“-Modelle mit weniger Ausstattung beginnen bereits bei 13.660 Euro.

Der Flap kommt ebenfalls in drei Modellen: Den „Flap 2“ mit einem Fold-Out für bis zu drei Erwachsene, den „Flap 4“ mit zwei Fold-Outs für bis zu vier Personen sowie den „Flap Beach Chair“ für drei Personen mit Panoramaklappe als „Strandkorb auf Rädern“, so der Hersteller aus Neufahrn. Für alle drei Modelle gibt es optional ein Dachzelt, ein günstigeres Einstiegsmodell namens „Flapino“ ist ebenfalls jeweils verfügbar. Der Flap beginnt bei 15.795 Euro, der Flapino bei 12.627 Euro (Alle Preise: Stand Januar 2026).

Ungeachtet des Modells sollen jedoch alle Farfalla Camper sowohl besonders modular als auch flexibel nutzbar sein. So lassen sich etwa alle Möbel ausbauen, um auch mal größere Gegenstände wie Motorräder zu transportieren. Mit einem zulässigen Gewicht von 950 bis 2000 kg sind die Modelle zudem auch je nach Bedarf Führerschein-Klasse-B-freundlich und schonen auch bei E-Autos die Reichweite. Letzteres dank einer weiteren Neuheit 2026 sogar noch mehr: Beim Flap up sowie Flap 4 gibt es nun einen Aerokeil, der den Anhänger windschnittiger machen soll. Das spart auch bei Verbrenner-Zugfahrzeugen Kraftstoff.

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Video: AUTO ZEITUNG

Innenraum: Hier spielt sich das Leben draußen ab

Mit einer Grundfläche von 305 x 157 cm beim Farfalla Flip beziehungsweise 255 x 142 cm beim Farfalla Flap bleibt im geschlossenen Zustand im Inneren der Mini-Caravans nur bedingt Platz. Logisch also, dass die beiden Wohnwagen sich auf verschiedenste Weisen ausklappen, erweitern und umbauen lassen und so auch den Platz um und zum Teil auch über dem Campingfahrzeug als Wohnraum beanspruchen.

Sitzgruppe

Durchsicht durch den Wohnraum des Farfalla Flip.
Foto: Farfalla Camper

Eine Sitzgruppe im eigentlichen Sinne bieten die zwei Caravans nicht – eine klassische Tischgruppe würde auf der kleinen Grundfläche wohl einfach zu viel kostbaren Platz wegnehmen. Farfalla Flip und Flap sind daher allein mit einer Längs-Sitzbank an der linken Fahrzeugseite ausgestattet. Einen Platz für den Tischfuß gibt es ebenfalls, sodass der optionale Tisch bei Schlechtwetter auch im Caravan einen festen Platz hat.

Bei allen Flip-Modellen (außer den günstigen Flipinos) schaut man zudem von der Sitzbank direkt durch eine Panoramaklappe ins Freie. Beim Flap bietet nur der „Beach Chair“ dieses Feature, ansonsten befindet sich hier der zweite Fold-Out beim Flap 4 oder eine Wand mit Ausstellfenster beim Flap 2.

Küche

Ein Vorteil des modularen Aufbaus der Caravans ist: Gekocht wird dort, wo es sich eben anbietet. Eine feste Küche bietet weder der Farfalla Flip noch der Flap. Eine Modulküche lässt sich jeweils für 499 Euro Aufpreis hinzubuchen und sich etwa in einem der optional angebotenen Heckzelte unterbringen. Gaskocher und Kühlbox gibt es ebenfalls nur gegen Aufpreis oder sie können selbst beigesteuert werden. Im Frontmodul der drei Flap-Modelle ist ein Kühlboxmodul integriert, in dem das optionale Gerät aufgeräumt Platz findet.

Bad

Ebenfalls keine große Überraschung: Auch eine feste Nasszelle bieten die Farfalla Camper nicht. Welche gängigen Bad-Varianten ansonsten in Campingfahrzeugen Platz finden, erklären wir hier. Eine Waschgelegenheit in Form eines Spülbeckens bieten etwa die Flap-Modelle im Heckmodul, in dem auch ein 15-l-Frisch- sowie ein 12-l-Abwassertank untergebracht sind. Gegen Aufpreis (429 Euro) gibt der Hersteller eine Trenntoilette vom Typ Trelino S mit dazu.

Schlafplätze

Die Campingküche in der Heckerweiterung des Farfalla Flap im Detail.
Foto: Farfalla Camper

Mit die größten Unterschiede in der Wohnraum-Auslegung zwischen Flip und Flap gibt es bei den Schlafplätzen. Im recht geschlossenen Farfalla Flip wird die Sitzbank bei Nacht zum Doppelbett (200 x 134 cm) umgebaut. Im Flap dienen derweil die Fold-Outs als Schlafstätte. Pro Ausklapp-Seitenzelt findet eine Kaltschaum-Matratze (200 x 140 cm) Platz, belastbar sind die Fold-Outs mit bis zu 200 kg.

Flip 2 sowie alle drei Flap-Modelle lassen sich zusätzlich noch mit einem Dachzelt ausrüsten. Je nach Modell ist dieses groß genug für zwei bis vier weitere Personen. Eine Besonderheit im Angebot ist der Farfalla Flip up. Dieser kommt serienmäßig mit einem fest integrierten Aufstelldach für zwei Personen. Im Flip 4 ist im Hochdach Platz für einen Auszieh-Rost für zwei Schlafplätze (198 x 146 cm).

Bordtechnik und Stauraum

Die Bordtechnik ist serienmäßig auf das Mindeste reduziert. Tatsächlich ist selbst das Landstrom-Set nur als Option erhältlich. Wer jedoch lieber autark lebt, kann sich auch mit einer tragbaren Powerstation im Wohnraum sowie einem fest auf dem Dach installierten oder portablen Solarmodul selbst mit Strom versorgen. Eine 12-V-Steckdose wird ebenfalls optional angeboten, diese wird vom Zugfahrzeug mit Strom versorgt. Eine Heizung bieten die eher auf Sommerurlaube ausgelegten Caravans nicht. In der Aufpreisliste ist lediglich ein Keramikheizlüfter für 349 Euro gelistet.

Was es dagegen serienmäßig zuhauf für ein solch kompaktes Campingfahrzeug gibt, ist Stauraum. So sind etwa vier Euroboxen unter der Sitzbank von Flip (hier je 45 l) und Flap (insgesamt bis zu 100 l) Platz. In Front- und Heckmodulen kommen in Regalen und Schänken weitere Gepäckstücke unter.

Technische Daten des Farfalla Flip

  • Zulässige Gesamtmasse: 1300 – 1400 kg; opt. 950 – 2000 kg

  • Maße (L/B/H): 4,45 m/2,07 m/2,10 – 2,51 m

  • Aufbaulänge: 3,05 m

  • Stehhöhe: 1,53 – 1,94 m

  • Schlafplätze: 2 – 4 (ohne Dachzelt)

Technische Daten des Farfalla Flap

  • Zulässige Gesamtmasse: 1300 – 1400 kg; opt. 950 – 2000 kg

  • Maße (L/B/H): 3,95 m/1,92 m/2,10 m

  • Aufbaulänge: 2,55 m

  • Stehhöhe: 1,53 m

  • Schlafplätze: 3 – 5 (ohne Dachzelt)