Retro-Charme trifft Stromantrieb: Fünf Fakten zum Renault Twingo

Klar, der Renault Twingo Elektro soll E-Mobilität günstig machen und will sich mit Retro-Anspielungen auf die ikonische erste Generation in unsere Herzen stromern. Aber wetten, Sie kennen noch nicht alle unserer fünf Fakten zum elektrischen Charmeur?

Eine Collage zeigt Außen- und Detailaufnahmen des Renault Twingo E-Tech Electric und der ersten Twingo-Generation.
Fünf Fakten über den Renault Twingo
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Fünf Fakten über den Renault Twingo Elektro, die kaum jemand kennt

1. Kurze Entwicklungszeit

Das Rennen um das elektrische City-Car-Segment läuft auf Hochtouren – bislang haben sich die Volumenhersteller nicht zuletzt aufgrund des hohen Preisdrucks schwergetan bei batteriebetriebenen Klein- und Kleinstwagen. Mit einem Marktstart Anfang 2026 setzt der Renault Twingo Elektro diesbezüglich definitiv ein Ausrufezeichen. Ein Grund, warum man etwa dem VW-Konzern mit dem ID.1 beziehungsweise ID. Up zuvorkommt, ist eine straffe Entwicklungszeit. Unter dem Projektnamen "Leap 100" hat Renault den Kleinen laut eigenen Angaben in nur 100 Wochen entworfen und gebaut, was die kürzeste Zeitspanne in der Firmengeschichte bedeutet. Ob es auch daran liegt, dass sich das Serienmodell optisch kaum von der Designstudie aus dem Jahr 2024 unterscheidet?
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Der Renault Twingo (2026) im Video:

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Video: AUTO ZEITUNG

2. Größer als erwartet

Kulleraugen, rundliche Silhouette, kurze Überhänge – der Renault Twingo Elektro spielt unverblümt auf seinen Urahnen von 1992 an. Neben dem anderen Antriebskonzept und technischen Modernisierungen gibt es jedoch noch etwas, wo der Neuling mehr mit der Zeit geht als man auf den ersten Blick erwarten dürfte: die Außenlänge. Misst die erste Generation in der Länge noch mikroskopische 3,43 m, legt der E-Tech Electric mit 3,79 m satte 36 cm drauf. Das ist in etwa so viel wie der aktuelle BMW 3er im Vergleich zum 1er!

3. Aus Lufteinlass wird Wartungsklappe

Die drei asymmetrisch auf der Motorhaube angebrachten Lufteinlasse gelten als Markenzeichen des Ur-Twingo. Diente ein entsprechend angebrachtes Designelement bei der Elektro-Studie noch als Ladestandsanzeige, verbirgt sich beim Serienmodell eine Wartungsklappe darunter. Mit einem Spezialschlüssel lässt sich ein Deckel im mittleren "Lufteinlass" abschrauben, worunter sich der Einfüllstutzen für das Scheiben-Waschwasser befindet. Der Grund: Die Motorhaube lässt sich nicht ohne Einsatz von Werkzeug öffnen und soll nur von Fachwerkstätten demontiert werden. Hobbyschrauber:innen hassen diesen Trick!

4. Höherer Lade-Standard in Deutschland

Es haben schon viele Hersteller am eigenen Leibe erfahren: Der deutsche Automarkt ist ein anspruchsvoller. Entsprechend kann sich die deutsche Twingo-Kundschaft über eine umfassendere Serienausstattung freuen als andere Märkte. So wird der kleine Charmeur teilweise in der Basisausstattung mit mageren 6,6 kW AC-Ladeleistung und gänzlich ohne DC-Schnelllade-Funktion angeboten, wobei man für 11 kW AC-Leistung und 50 kW-Gleichstrom-Laden ein kostenpflichtiges Paket buchen muss. In Deutschland hingegen sind die letzteren Werte bereits Serie und im anvisierten Einstiegspreis unter 20.000 Euro enthalten. So soll der Kleinstwagen seine 27,5-kWh-Batterie an der Schnellladesäule in rund 30 min von zehn auf 80 Prozent füllen.

5. Zwei Meter Ladelänge

Die erste Twingo-Generation war mit der verschiebbaren Rücksitzbank bereits ein Raumwunder, woran Renault mit dem elektrischen Nachfolger anknüpfen möchte. Entsprechend wurde das Rückbank-Feature nicht nur aufgegriffen, sondern sogar so weit perfektioniert, dass sich die beiden umklappbaren Fondsitze (2+2-Sitz-Layout) getrennt voneinander verschieben lassen. In Verbindung mit der umklappbaren Rücksitzlehne des Beifahrersitzes lassen sich – wenn auch nur schmale – Gegenstände von bis zu zwei Metern Länge verladen. Viel Spaß im Möbelhaus des Vertrauens!