Fahrerlaubnisverordnung (FeV) erklärt: Von Klassen bis MPU
Die Fahrerlaubnisverordnung (FeV) regelt in Deutschland unter anderem die Erteilung, den Erwerb und den Entzug der Fahrerlaubnis. Die wichtigsten Infos!
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- Was ist die Fahrerlaubnisverordnung?
- Was ist die FeV-Untersuchung?
- Kann man sich der FeV-Eignung widersetzen?
- Ist die MPU in der FeV verankert?
- Wie lange ist ein Führerschein gültig und wann muss er umgetauscht werden?
- Welche Ausschlusskriterien gibt es für den Führerschein?
- In welchem Gesetz ist der Führerschein geregelt?
- Bei welchen Krankheiten verliert man den Führerschein?
- Bußgeldkatalog: Welche Strafen gibt es bei Verstößen gegen die FeV?
- Fahrerlaubnisverordnung (FeV): Aufbau & wo man sie findet
Was ist die Fahrerlaubnisverordnung?
Die Fahrerlaubnisverordnung (FeV) ist ein wichtiger Teil des Verkehrsrechts in Deutschland. Sie bestimmt unter anderem die Einteilung der Fahrerlaubnisklassen, Prüfungsanforderungen und Sanktionen bei Verstößen, also wer unter welchen Bedingungen ein Auto, Motorrad, LKW oder Bus fahren darf. Aufgrund ihrer Verantwortung sind die Regeln für Fahrer:innen von Bussen, Taxis oder Lastkraftwagen besonders streng.
Zu den aktuellen Änderungen der FeV gehören zum Beispiel neue Regeln zur digitalen Fahrschulausbildung oder zur Prüfung mit Fahrassistenzsystemen (z. B. Einparkhilfe). Wer einen Führerschein aus einem anderen EU- oder EWR-Land hat, muss sich über die Anerkennung oder Umschreibung nach den FeV-Regeln informieren.
Außerdem wird darin geregelt:
Wann darf ein Führerschein entzogen werden?
Welche Voraussetzungen gelten für neue Führerscheinklassen?
Was passiert, wenn Zweifel an der gesundheitlichen oder psychischen Eignung bestehen?
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Führerschein-Umtausch: Alle Fristen und Stichtage im Video:

Was ist die FeV-Untersuchung?
Die FeV-Untersuchung ist eine medizinische Untersuchung. Sie prüft, ob jemand gesundheitlich und psychisch geeignet ist, ein Fahrzeug sicher zu führen – zum Beispiel bei bestimmten Führerscheinklassen, Krankheiten oder nach Alkohol- und Drogendelikten. Hier geht es zum Promille-Rechner!
Kann man sich der FeV-Eignung widersetzen?
Nein. Wer sich weigert, die geforderte Untersuchung oder das Gutachten vorzulegen, kann die Behörde die Fahrerlaubnis entziehen oder verweigern (§ 11). Betroffene werden vorher darauf hingewiesen.
Ist die MPU in der FeV verankert?
Die "Medizinisch-Psychologische Untersuchung" (MPU) ist eine besondere Begutachtung. Sie wird zum Beispiel nach schweren Verkehrsverstößen oder bei Alkohol am Steuer verlangt. Die FeV regelt in den Paragrafen 65 bis 72, wann und wie diese Untersuchung durchgeführt werden muss.
Wie lange ist ein Führerschein gültig und wann muss er umgetauscht werden?
Auch die Gültigkeit von Führerscheinen in Deutschland regelt die Fahrerlaubnisordnung (§ 24a FeV):
- Führerscheine, die ab dem 19. Januar 2013 ausgestellt wurden, sind 15 Jahre gültig.
- Ältere Führerscheine müssen spätestens bis zum 19. Januar 2033 umgetauscht werden.
Entscheidend ist das Ausstellungsdatum des Führerscheins. Wird ein Führerschein verlängert, zählt das Datum ab dem Ende der letzten Frist. So sorgt § 24a FeV dafür, dass alle Führerscheine nach und nach modernisiert und auf den aktuellen Standard gebracht werden. Hier geht es zum ausführlichen Ratgeber der Kosten und Fristen des Führerscheinumtauschs.
Welche Ausschlusskriterien gibt es für den Führerschein?
Die Fahrerlaubnis kann verweigert oder entzogen werden, wenn gesundheitliche oder charakterliche Mängel das sichere Fahren beeinträchtigen können. Dazu gehören:
- Körperliche oder geistige Einschränkungen, z. B. starke Seh- oder Hörprobleme, Epilepsie, Demenz
- Alkohol- oder Drogenabhängigkeit
- Schwere oder wiederholte Verkehrsverstöße, etwa Fahren ohne Fahrerlaubnis oder Trunkenheitsfahrten
- Psychische Erkrankungen oder Verhaltensstörungen, die die Fahreignung ausschließen
In solchen Fällen prüft die Behörde die Eignung oft mit Hilfe von Ärzt:innen oder Gutachter:innen.
In welchem Gesetz ist der Führerschein geregelt?
Der Führerschein ist im Straßenverkehrsgesetz (StVG) und in der Fahrerlaubnisverordnung (FeV) geregelt. Das StVG legt die rechtlichen Grundlagen fest, während die FeV die genauen Regeln zum Erwerb, Entzug und den Klassen des Führerscheins enthält.
Bei welchen Krankheiten verliert man den Führerschein?
Den Führerschein kann man verlieren, wenn eine Krankheit die sichere Teilnahme am Straßenverkehr beeinträchtigt. Dazu gehören zum Beispiel:
- Epilepsie mit unkontrollierten Anfällen
- Schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- Sehstörungen oder starke Einschränkungen des Sehvermögens
- Psychische Erkrankungen wie schwere Depressionen oder Schizophrenie
- Alkohol- oder Drogenabhängigkeit
In solchen Fällen entscheidet die Behörde nach Vorlage eines ärztlichen Gutachtens über die Fahreignung.
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Bußgeldkatalog: Welche Strafen gibt es bei Verstößen gegen die FeV?
Wer die Bestimmungen der Fahrerlaubnisverordnung (FeV) missachtet, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Der FeV-Bußgeldkatalog legt dafür in der Regel Bußgelder fest, deren Höhe genau geregelt ist.
- Personenbeförderung ohne die nötige Erlaubnis: 75 Euro Bußgeld und 1 Punkt
- Fahren ohne Erlaubnis: 25 Euro Bußgeld
Stand: Oktober 2025
Fahrerlaubnisverordnung (FeV): Aufbau & wo man sie findet
Die Fahrerlaubnis‑Verordnung (FeV) ist wie folgt aufgebaut:
- Abschnitt I: Allgemeine Regelungen zur Teilnahme am Straßenverkehr
- Abschnitt II: Führen von Kraftfahrzeugen – Klassen, Erteilung, Entzug, Probezeit u. a.
- Abschnitt III: Register – z. B. das zentrale Fahrerlaubnisregister
- Abschnitt IV: Anerkennung und Begutachtung – z. B. medizinisch‑psychologische Eignung
- Abschnitt V: Durchführungs‑, Bußgeld‑, Übergangs‑ und Schlussvorschriften
Die FeV ist online kostenlos als PDF verfügbar und kann auch als Buch gekauft werden.







