E-Auto vs. Verbrenner im Kostencheck: So teuer sind 100 km
In Zeiten steigender Benzinpreise steht eine Frage im Raum: Haben E-Autos nun einen großen Preisvorteil, wenn es um die reinen Fahrtkosten geht? Wir haben in sieben Fahrzeugklassen nachgerechnet.
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Die Benzinpreise steigen, Besserung ist mit der weiterhin angespannten Lage im Nahen Osten vorerst auch nicht in Sicht. Angesichts der höheren Ausgaben an der Tankstelle stellt sich wohl so manchen Autofahrer:innen die Frage: Lohnt sich der Umstieg auf das E-Auto jetzt erst so richtig? Wir machen die Probe aufs Exempel und rechnen nach, was 100 km Autofahren mit Verbrenner oder Stromer aktuell kosten.
Der Skoda Elroq Fahrbericht im Video

E-Auto vs. Verbrenner: Das kosten aktuell 100 km Autofahren
In sieben Fahrzeugklassen haben wir E-Autos und ähnlich große Verbrenner gegeneinandergestellt. Für die Berechnung der Fahrkosten stützen wir uns auf aktuelle Durchschnittswerte für Benzin und Strom:
Der Haushaltsstrompreis beträgt lauf BDEW im März 2026 knapp 0,371 Euro/kWh.
Das Ad-hoc-Laden an der DC-Schnellladesäule kostet beim Anbieter Ionity ohne Ladetarif im März 2026 im gesamten Netz 0,69 Euro/kWh.
Der Liter Super E10 kostet laut ADAC im Tagesdurchschnittspreis (Stand: 26.03.2026) 2,054 Euro.
Als Grundlage für die Berechnung nehmen wir den vom Hersteller angegebenen WLTP-Verbrauch für die angegebene Motorisierung in der Basisausstattung.
Modell | Antrieb | Leistung | WLTP-Verbrauch | ⌀-Kosten pro 100 km |
|---|---|---|---|---|
Hyundai Inster 42 kWh (öffentl. Ladesäule) | Elektro | 71 kW/97 PS | 14,3 kWh/100 km | 9,87 Euro |
Hyundai Inster 42 kWh (Wallbox) | Elektro | 71 kW/97 PS | 14,3 kWh/100 km | 5,31 Euro |
Hyundai i10 1.0 | Benzin | 46 kW/63 PS | 5,1 l/100 km | 10,48 Euro |
Modell | Antrieb | Leistung | WLTP-Verbrauch | ⌀-Kosten pro 100 km |
|---|---|---|---|---|
Mini Cooper Electric (öffentl. Ladesäule) | Elektro | 135 kW/184 PS | 14,3 kWh/100 km | 9,87 Euro |
Mini Cooper Electric (Wallbox) | Elektro | 135 kW/184 PS | 14,3 kWh/100 km | 5,31 Euro |
Mini Cooper C | Benzin | 115 kW/156 PS | 6,5 l/100 km | 13,35 Euro |
Modell | Antrieb | Leistung | WLTP-Verbrauch | ⌀-Kosten pro 100 km |
|---|---|---|---|---|
Mercedes CLA 200 mit EQ Technologie (öffentl. Ladesäule) | Elektro | 165 kW/224 PS | 12,3 kWh/100 km | 8,49 Euro |
Mercedes CLA 200 mit EQ Technologie (Wallbox) | Elektro | 165 kW/224 PS | 12,3 kWh/100 km | 4,56 Euro |
Mercedes CLA 220 | Benzin | 140 kW/190 PS | 5,0 l/100 km | 10,27 Euro |
Modell | Antrieb | Leistung | WLTP-Verbrauch | ⌀-Kosten pro 100 km |
|---|---|---|---|---|
Skoda Elroq 85 (öffentl. Ladesäule, Ad-hoc) | Elektro | 210 kW/285 PS | 15,2 kWh/100 km | 10,49 Euro |
Skoda Elroq 85 (Wallbox) | Elektro | 210 kW/285 PS | 15,2 kWh/100 km | 5,64 Euro |
Skoda Karoq 1.5 TSI | Benzin | 110 kW/150 PS | 5,9 l/100 km | 12,12 Euro |
Modell | Antrieb | Leistung | WLTP-Verbrauch | ⌀-Kosten pro 100 km |
|---|---|---|---|---|
VW ID.7 Tourer Pro (öffentl. Ladesäule) | Elektro | 210 kW/286 PS | 15,0 kWh/100 km | 10,35 Euro |
VW ID.7 Tourer Pro (Wallbox) | Elektro | 210 kW/286 PS | 15,0 kWh/100 km | 5,57 Euro |
VW Passat 1.5 eTSI | Benzin | 110 kW/150 PS | 5,3 l/100 km | 10,89 Euro |
Modell | Antrieb | Leistung | WLTP-Verbrauch | ⌀-Kosten pro 100 km |
|---|---|---|---|---|
Tesla Model Y Max. Reichweite (öffentl. Ladesäule) | Elektro | 220 kW/299 PS | 12,7 kWh/100 km | 8,76 Euro |
Tesla Model Y Max. Reichweite (Wallbox) | Elektro | 220 kW/299 PS | 12,7 kWh/100 km | 4,71 Euro |
Audi Q5 Sportback TFSI 150 | Benzin | 150 kW/204 PS | 6,5 l/100 km | 13,35 Euro |
Modell | Antrieb | Leistung | WLTP-Verbrauch | ⌀-Kosten pro 100 km |
|---|---|---|---|---|
BMW i5 eDrive40 (öffentl. Ladesäule) | Elektro | 250 kW/340 PS | 17,9 kWh/100 km | 12,35 Euro |
BMW i5 eDrive40 (Wallbox) | Elektro | 250 kW/340 PS | 17,9 kWh/100 km | 6,64 Euro |
BMW 520i | Benzin | 153 kW/208 PS | 6,3 l/100 km | 12,94 Euro |
Kostenvergleich E-Auto & Stromer: Diese Faktoren sind ebenfalls wichtig
Natürlich setzen sich die Unterhaltskosten eines Autos nicht nur aus den Kosten für Benzin beziehungsweise Strom zusammen. Viele weitere Faktoren beeinflussen, welche Antriebsart am Ende die günstigere für den Alltag ist. Doch der Vorsprung von Verbrennern schrumpft, hier die Gründe:
Kaufpreis und Leasingraten: Zwar gelten E-Autos allgemein eher als teurer, doch die Zeiten der horrenden E-Aufpreise sind langsam vorbei. Beispiel Mercedes CLA: Hier ist der günstigste Verbrenner gerade einmal knapp 3000 Euro günstiger, als der Einstiegsstromer. Nur bei Kleinst- und Kleinwagen fällt die Differenz zumindest prozentual gerechnet noch höher aus. Leasing dreht den Spieß dagegen oft um: Dank E-Auto-Förderung und Hersteller- oder Händlerrabatten gibt es den Stromer oft zu besseren Konditionen.
Kfz-Steuer: Erst Ende 2025 wurde von der Bundesregierung beschlossen, dass E-Autos auch auf weiteres auf bis zu zehn Jahre von der Kfz-Steuer befreit sein sollen. Die Regelung soll noch für neue E-Autos bis Ende 2030 zugelassen sind, die Steuerbefreiung läuft aber unabhängig der Neuzulassung spätestens zum 31. Dezember 2035 aus. Hier haben wir alle Details zusammengefasst.
Laden zu Hause: Wie bereits in unserem Kostenvergleich berücksichtigt, lassen sich E-Autos auch zu Hause nachladen. Hier profitieren Fahrer:innen von günstigeren Tarifen für Privathaushalte von aktuell im Schnitt 0,371 Euro/kWh. Einige Stromanbieter haben auch spezielle E-Auto-Tarife im Programm. Mit einer Photovoltaikanlage lässt sich nochmals mehr sparen. Dem entgegen stehen natürlich die zum Teil vierstelligen Kosten für Wallbox und die fachgerechte Installation.
Versicherung: Hier hat der Stromer das Nachsehen. Die Vergleichsplattform Verivox hat etwa erhoben, dass 49 Prozent aller E-Auto-Modelle teurer Tarife gegenüber vergleichbaren Verbrennermodellen haben, bei 19 Prozent liegen die Kosten gleichauf während nur 32 Prozent günstiger sind. Grund ist vor allem die teure Technik: Kommt es zu einem Schaden, ist dieser oft teurer als bei einem vergleichbaren Verbrenner.
Inspektionskosten: Hier haben die Stromer wieder die Nase vorne. Laut ADAC kostet die Wartung eines E-Autos herstellerabhängig bis zu 57 Prozent weniger, als bei vergleichbaren Verbrennern. Grund hierfür sind weniger mechanische Bauteile und weniger Verschleißerscheinungen.
Fazit
Die 100-km-Rechnung geht aktuell ganz klar an die E-Autos. Selbst wer ohne Ladetarif auf Ad-hoc-Schnellladungen an öffentlichen Säulen angewiesen ist, fährt aktuell günstiger als im Verbrenner. Wichtig ist jedoch auch der Blick auf andere Kosten, die im Auto-Alltag anfallen – und diese fallen sehr individuell aus.


























