Ratgeber

Tipps & Tricks für E-Auto-Neulinge: So gelingt der Umstieg!

Einfach Losfahren im neuen Elektroauto? Natürlich geht das auch ohne abgeschlossenes Ingenieursstudium. Unsere Tipps und Tricks könnten die Lernkurve für Elektroauto-Einsteiger:innen aber steiler und kürzer machen.

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Eine Frau steht mit einem Coffee-To-Go-Becher und einem Smartphone in der Hand neben einem Skoda Enyaq Coupé, das per Kabel am Straßenrand aufgeladen wird.
Kleine Pausen zum Laden nutzen, per App das Auto überwachen und nur keinen Stress machen: Mit wenigen Tricks und unseren Tipps wird der Umstieg vom Verbrenner zum E-Auto zum Kinderspiel. Foto: Imago

Elektroauto-Prämie, notwendiger Neukauf, reine Neugierde – was auch immer einen zum Kauf bewegt, jetzt ist man Elektroauto-Fahrer:in. Der Umstieg ist allerdings mehr als nur ein Wechsel der Antriebsart, wer vom Verbrenner kommt, muss in mancherlei Hinsicht umdenken. Aber keine Sorge, der Weg zum entspannten Elektroauto-Profi ist zwar abenteuerlich und intensiv, mit etwas Know-how aber auch gar nicht schwer.

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Tipp 1: Wallbox dazudenken und zu Hause laden

Nur rund zwei Millionen private Wallboxen sind Stand 2025 in Deutschland installiert, dabei hätten rund 16 Mio. Einzel- und Reihenhausbewohner:innen potenziell die Möglichkeit, eine Wallbox an einem privaten Stellplatz zu nutzen. Falls man selbst dazugehört, lautet unser Tipp: unbedingt angehen! Der immense Komfort, das Auto im Alltag jederzeit auf dem eigenen Grundstück laden zu können, ist ein echter Lebensqualitäts-Boost, selbst im Vergleich zum Verbrenner. Natürlich sind auch die Kosten ein sehr starkes Argument: Je nach Nutzungsprofil und Fahrleistung kann Ihnen das private Laden zwischen 500 und deutlich über 1000 Euro im Jahr einsparen. 

Eine mit moderaten 11 kW Ladeleistung arbeitende Wallbox reicht übrigens in den meisten Anwendungsfällen aus, die stärkere und für den Netzbetreiber anspruchsvollere 22-kW-Wallbox dürfte in der Realität nur für „Heavy User“ empfehlenswert sein, die mehrere Elektro-Fahrzeuge in einer sehr viel und unregelmäßig fahrenden Familie oder Hausgemeinschaft einsetzen. Im Normal-Alltagsrhythmus mit im Voraus planbaren Fahrten zu Arbeitsplatz oder Schule und bekannten Standzeiten am Nachmittag oder nachts bekommt man an einer 11-kW-Wallbox im Wochenverlauf auch zwei oder mehr Elektroautos zuverlässig „voll“ – es gilt einfach nur, das Timing im Blick zu haben.

Tipp 2: Unabhängigkeitserklärung aufs Dach – so sinnvoll ist Solar

Selbst eine überschaubar dimensionierte 10- bis-12-kW-Photovoltaik-Anlage (Reihenhaus-Größe) erzeugt von April bis Oktober am Tag deutlich mehr Strom, als ein Mittelklasse-Automobil für den täglichen Betrieb benötigt – der Überschuss treibt Waschmaschine, Klimaanlage, Heizung und Co. an oder wird eingespeist. Wer auf künftig mögliches bidirektionales Laden hofft, bei dem die Batterie des E-Autos zum riesigen Pufferspeicher wird, kann zudem immense Effizienz- und Autonomie-Sprünge ermöglichen. Allerdings ist das noch mittelfristige Zukunftsmusik, ein kleiner 6-kW-Pufferspeicher zur PV-Anlage holt aber schon jetzt viel Spaß und Sinn ins Sonnenenergie-Ernten für Haus und Mobilität. 

Mit einem installierten Smartmeter lassen sich Ladevorgänge so steuern, dass sie auf Tageszeiten mit geringerem Strombedarf oder hohem Sonnenstromeintrag gelegt werden. Auf diese Weise holt man mehr aus seiner PV-Anlage heraus und trägt durch einen Verzicht auf unnötiges Laden in Spitzenlastzeiten vielleicht sogar zu einem insgesamt stabileren Stromnetz bei. Der Staat macht die PV-Investition aktuell durch verschiedene Steuerbefreiungen besonders leicht. Obendrein darf man die Sache als eine lohnende Investition in den Werterhalt des Häuschens werten.

Tipp 3: Ladepunkte in der Umgebung suchen

Für knapp 28 Mio. Haushalte, also rund 63 Prozent, kommt nach aktuellem Stand die Installation einer Wallbox nicht in Frage. Sollte man dazugehören – keine Sorge: In der näheren Umgebung des Wohnorts gibt es auf jeden Fall genügend Ladepunkte, die man bis jetzt nur noch nicht kennen. Daher sollten werdende E-Auto-Fahrer:innen ganz bewusst etwas Zeit in die Suche investieren: Schulen, Rathäuser, Krankenhäuser, Supermärkte, Baumärkte, Sportstätten, Vereinsheime, Schwimmbäder, Wanderparkplätze, am Arbeitsplatz, Schnellrestaurants und Tankstellen und so weiter. Überall dort wird man erfahrungsgemäß schnell fündig.

Da sich die Ladeinfrastruktur in Deutschland und Europa momentan immer noch im Aufbau befindet, ist die Situation übrigens sehr dynamisch – es lohnt sich also, aufmerksam zu bleiben, um neu hinzugekommene Ladepunkte zu entdecken.

Unsere Tipps für die Ladepunkt-Suche:

Die für den eigenen Auto-Alltag in Frage kommenden Ladepunkte lassen sich in drei Kategorien denken – ähnlich wie die Michelin-Sterne für Restaurants: einen Stopp wert, einen Umweg wert, eine Reise wert. Ähnlich kann man auch auf Ladesäulen blicken: 

  • 3-Sterne-Lader: Ladepunkte in Gehweite zur Wohnung oder am Arbeitsplatz machen es im Alltag besonders leicht. Dasselbe gilt für Stationen, die sich an Orten befinden, die man regelmäßig beim Einkaufen oder in der Freizeit besucht. Hier lädt man völlig ohne Extra-Zeitaufwand. Aber aufpassen: An einem DC-Schnelllader ist das Auto nach teilweise deutlich unter einer Stunde voll – und der Ladeanschluss blockiert. Langsamere und für die Batterie schonendere AC-Lader sind für ein solches Alltagsrhythmus-Ladeprofil deutlich geeigneter – allerdings läuft häufig ab ca. vier Stunden Ladedauer eine Blockiergebühr. Der kleine Spaziergang zum Abkabeln und Umparken muss also in den allermeisten Fällen sein.

  • 2-Sterne-Lader: Hier muss ein kleiner Umweg oder eine moderate Anpassung des gewohnten Alltagsablaufs in Kauf genommen werden. Das lässt sich aber auch ausnutzen: Schnell-Ladepark entlang des Arbeitswegs und direkt daneben ein Supermarkt? Hier kauft man sonst nie ein? Jetzt schon! Klar, eigentlich wäre man gern 40 min früher Zuhause gewesen, aber der clever eingelegte Lade-und-Einkaufs-Stopp spart ja exakt dieselbe Zeit im sonstigen Wochenablauf.

  • 1-Stern-Lader: Mitnahmeeffekt-Situation: Der Lader um die Ecke beim Zahnarzt, am Kino oder neben dem Lieblings-Restaurant mag im normalen Alltag zu weit weg sein, aber in manchen Momenten ist er einfach perfekt. Idealerweise findet man ihn in aller Ruhe bevor man laden muss, nicht selten spart man sich sogar eine nervige Parkplatz-Suche. 

Tipp 4: Kleingedrucktes der Ladepunkt-Anbieter lesen

Ja, E-Auto-Laden ist immer noch ein wenig in seiner Wild-West-Phase, Preisgestaltungen und Preistransparenz sind ein wahres Dickicht. Recherchefreudigen Preisfüchsen dürfte diese Situation eine Vielzahl von Chancen zum eleganten Knausern bieten – wenn sie nicht eh schon beim Möbelhaus ihres Vertrauens immer nur eine Kerze kaufen und dann am Kostenlos-für-Kunden-Lader die Elektronen tanzen lassen. Bis der Gesetzgeber dafür gesorgt hat, dass an öffentlichen Ladestationen sämtliche Konditionen klar verständlich und in Echtzeit angezeigt werden und man nach dem Ladevorgang entweder einen ausgedruckten Beleg oder eine Rechnung per E-Mail bekommt, heißt es also: genau hinsehen! 

Sündhaft teure DC-Schnelllader an Autobahnen oder Blockiergebühren ab vier Stunden Ladedauer ausgerechnet an schneckenlangsamen AC-Ladern vor dem Seniorenheim im Nachbarort sind nur die offensichtlichsten Fettnäpfchen. 

Tipp 5: Nicht beim Akku-Ladestand überraschen lassen

Urplötzlich festzustellen, dass man nur noch fünf Prozent im Akku hat und keine Ahnung, wo der nächste freie Lader steht, macht keinen Spaß. Auf dem Weg zum E-Profi muss man sich also von der Gedankenlosigkeit des Verbrennerfahrens trennen und grobe Kenntnis vom nächst erreichbaren Lader, vom aktuellen Ladestand sowie von der noch machbaren Reichweite des Autos stets im Hinterkopf haben. Das wird übrigens schnell zur selbstverständlichen Angewohnheit. Als Elektro-Auto-Neuling denkt man in den ersten Wochen darüber so viel nach wie früher als Fahranfänger:in übers Kuppeln zum Schalten, dann nicht mehr wirklich. 

Tipp 6: E-Auto per App steuern und überwachen

Nahezu alle modernen E-Autos besitzen die Möglichkeit, mit einer App vom Smartphone aus überwacht und gesteuert zu werden. Fürs stressfreie Fahren ist das wie gemacht: Beim Einkaufen kurz nachsehen, ob der Akku vor dem Baumarkt schon bei 80 Prozent ist? An der Autobahnraststätte beim Kaffeetrinken prüfen, ob es weitergehen kann? Abends im Bett noch checken, ob der Junior das Auto nach dem Fußballtraining auch wirklich eingesteckt hat und es am nächsten Morgen mit vollem Akku zum Business-Termin gehen kann? Die App machts möglich. 

Tipp 7: Den Akku nur selten vollladen

Die Hersteller weisen im Groß- und Kleingedruckten darauf hin: Im Regelfall sollte man eine Elektro-Auto-Batterie weder stark ent- noch dauernd bis 100 Prozent laden. Am wohlsten fühlen sich die Akkus zwischen einem SoC (State of Charge, Ladestand) von 20 und 80 Prozent. Die Ladebegrenzung des Autos darf im regulären Alltagsbetrieb also auf 80 Prozent gestellt werden. Nur wenn man tatsächlich eine weitere Fahrt vor sich hat, empfiehlt sich die vorherige Vollladung. Echtes „Leerfahren“ sollte wiederum nur in unvorhergesehenen Extremfällen vorkommen, es stresst das Nervenkostüm verständlicherweise genauso sehr wie den Hochvolt-Akku des Autos. Ständiges, nervöses Nachladen ist ebenfalls nicht ratsam – am besten fährt man die Batterie einfach immer auf 15 bis 20 Prozent runter und hängt das Auto erst dann wieder an die Strippe. 

Profi-Tipp für Wallbox-Nutzer:innen: Viele Elektroautos haben im Fahrzeug oder in einer verknüpften Smartphone-App eine Ladeplanung, in der untere und obere Ladegrenze eingestellt werden können. Man muss das Auto dann einfach nur immer einstecken, den Rest erledigt die Software. Übrigens kann hier auch eine Ladezeit festgelegt werden, um günstigere Nachttarife auszunutzen. 

Tipp 8: Mitnutzende zum Mitdenken animieren

Man kennt es vom Verbrenner: Drei oder mehr Personen nutzen in einem Haushalt das Familienfahrzeug, und irgendein Bummelant stellt das Auto dem Rest der Familie mit staubtrockenem Tank in die Einfahrt, nach dem Motto: Irgendwer wird schon zur Tankstelle fahren. Das ist beim Verbrenner schon nicht lustig, beim Elektroauto aber dann wirklich mies. Von Mitnutzenden darf daher eine maximale Lade-Disziplin eingefordert werden dürfen.

Tipp 9: Ladekarte zulegen

Seit dem Inkrafttreten der „Regulation der Infrastruktur alternativer Kraftstoffe“ (AFIR) im April 2024 sollen Schnelllader über 50 kW mit einem Kartenleser für reguläre Debit- oder Kreditkarten ausgestattet sein, innerhalb einer Übergangsfrist bis Ende 2026 muss die Technik flächendeckend umgestellt sein. Ad-hoc-Ladungen ohne Vertragsbindung bei einem Stromanbieter sollen so vereinfacht werden – allerdings lassen sich diese das teuer bezahlen: Wer eine Ladekarte mit Vertragsbindung nutzt, bezahlt nach wie vor im Schnitt über 60 Prozent weniger. Natürlich sollten man sich bei der Wahl einer Ladekarte besonders die im eigenen Alltagsnetzwerk häufig vorkommenden Energieanbieter genau ansehen oder auch andere attraktive Optionen in Betracht ziehen – für ADAC-Mitglieder könnte beispielsweise die Kooperation des Clubs mit ARAL Pulse interessant sein. 

Die monatliche Grundgebühr rechnet sich aber nicht immer: Wer beispielsweise nur selten öffentlich lädt – auf Reisen oder gelegentlichen längeren Fahrten –, ist mit wenigen Ad-hoc-Ladungen oder einem Vertrag ohne Grundgebühr eventuell preisgünstiger unterwegs. 

Tipp 10: Reichweite statt Angst

Puh, die erste, große Reise steht an, und das neue Elektro-Fahrzeug kommt nur auf 300 bis 400 km Reichweite? Unter uns: In der Realität sieht das sogar noch schlechter aus. Sobald man aus Versehen doch mal wieder die linke Spur mit Reisetempo 150 surfen oder es winterlich kalt ist, rauscht die Reichweite direkt weiter in den Keller. Weshalb das trotzdem nicht schrecken muss? Weil die Körper-eigene „Reichweite“ deutlich schlechter ist. Niemand fährt die viel gerühmten „1000 km mit einem Tank“ tatsächlich auch an einem Stück – die Blase drückt, der Hunger nagt, die Beine brauchen ein paar Meter Auslauf, das Gehirn benötigt Entspannung. Wenn man im Team unterwegs ist, potenzieren sich diese Bedürfnisse. Ganz realistisch betrachtet wird man also spätestens alle 150 bis 250 km aus Eigenbedarf eine Ausfahrt anstreben, die Fahrt für 10, 20 oder auch mal 30 min unterbrechen – und genau das reicht. 

Anders als den Tank eines Verbrenners fährt man – wie bereits gesagt – die Batterie eines E-Autos nie von ganz voll bis ganz leer, sondern hält sie durch mehrere, passend zum Biorhythmus von Fahrer:in und eventueller Mitfahrenden getaktete Stopps irgendwo bei einer Ladung von 20 bis 80 Prozent. Über einem SoC von 85 Prozent sackt die Ladeleistung eh ab, längeres Stehen am Lader lohnt sich dann nicht mehr. Die absolute Mehrzahl aller aktuellen Elektroautos schafft praxistaugliche Ladegeschwindigkeiten, bei denen man während eines biologisch notwendigen Boxenstopps genug Batteriekapazität für die nächste Etappe nachladen kann. Entscheidend ist nur die Frage, ob beim eh fälligen Stopp direkt auch ein freier DC-Lader zu Verfügung steht – und das klären vorausschauende Elektro-Reiseprofis durch die ins Navigationssystem integrierte Ladeplanung oder durch Smartphone-Apps wie Chargemap und Co.

Tipp 11: Druck (aus dem Terminplan) ablassen

Auf der letzten Rille zum Business-Termin und dann volle Kapelle zurück, das macht mit dem Elektroauto einfach keinen Spaß. Wenn einem vom Lebenspartner, der Bußgeldstelle und anderen wohlmeinenden Instanzen immer wieder gesagt wird, dass das eh nicht gesund und klug ist, kann man es noch verdrängen – eine leere Autobatterie vor einer gerade besetzten Ladesäule, während auf dem Smartphone-Kalender bereits die Erinnerung an den Termin in zehn Minuten bimmelt, aber nicht. Man nutzt also die Gelegenheit und tut genau das, was man bereits im Verbrenner schon immer gesagt habt – früher losfahren, Tempo rausnehmen und Gelassenheit leben! 

Tipp 12: Fahren mit Anhänger und Wohnwagen

Die Zahl der Elektroautos mit praxisgerechter Anhängelast nimmt stetig zu, das ansatzlose, saftige Drehmoment eines E-Antriebs ist perfekt für Wohnwagen und Pferdeanhänger – aber wer kann und möchte vor dem Laden schon umständlich abkuppeln oder vier andere Ladestationen zuparken? Zum Beispiel die Ladestationen im Netz des niederländischen Anbieters Fastned bieten kommode Längs-Ladebuchten, und auch andere Anbieter legen langsam nach. 

Tipp 13: Brems mal!

In manchen Fahrprofilen kann eine hohe Rekuperations-Stufe (Energierückgewinnung beim Bremsen) effizienter sein als häufiges „Segeln“ mit geringer oder deaktivierter Rekuperation. Allerdings werden dann die Scheibenbremsen nur noch selten oder überhaupt nicht betätigt – und das mögen die auf Dauer nicht. Wer seinen Scheibenbremsen etwas Gutes tun möchte, legt also gelegentlich eine energische Zwischenbremsung ein, bei der die Scheiben aktiviert werden. Achtung: Vorher unbedingt in den Rückspiegel schauen! 

Tipp 14: Cool bleiben bei Kälte und Winterfahrten

E-Autos haben im Winter durchaus Vorteile: Das Fahren mit niedrigem Schwerpunkt und gefühlvoll dosierbarem Drehmoment macht Freude. Da nicht zuerst ein Verbrennungsmotor warmgefahren werden muss, springt die Heizung schnell an – und die Batterie des E-Fahrzeugs heizt im Schnee-Chaos-Stau länger als der Diesel im Tank eines Verbrenners. Weil Lithium-Ionen-Akkus bei Kälte aber weniger Energie speichern und sie langsamer aufnehmen, kommt es im Winter zu etwas weniger Reichweite und geringerem Ladetempo. Wer keinen warmen Garagenplatz hat oder das Auto samt Batterie vor Fahrtantritt mit Wallbox-Strom vortemperieren kann, lädt am Ende einer Fahrt effektiver als vor der nächsten Inbetriebnahme des Fahrzeugs. 

Rekuperieren ist Bremsen. Um beim Gasfuß-Lupfen auf glatter Fahrbahn also keinen unvorhergesehenen Rutscher zu erleben, sollte man die Rekuperationsstufe daher vorsichtshalber etwas niedriger einstellen.

Tipp 15: Nett sein

Bis es Feststoff-Batterien mit Minuten-Ladezeiten und Mehr-als-Diesel-Reichweiten gibt oder Galerien von Ladesäulen an jedem Supermarkt stehen, sollte man anderen E-Autofahrer:innen dieselben Chancen geben, die man selbst auch haben will: Dazu gehört Ladesäulen nicht unnötig zu blockieren, durchreisenden Stromsuchern mit ortsfremdem Kennzeichen auch an der Lieblings-Säule mal den Vortritt zu lassen, beim Laden aus purer Achtlosigkeit nicht auch den Platz daneben zuzuparken, und auch mal bei 70 Prozent Ladestand abzubrechen, wenn andere warten – Mer muss och jönne künne.