Tuning zum Kampfpreis: Muskeln für den DarwinPro Audi RS 7

Der amerikanische Tuner DarwinPro hängt dem Audi RS 7 ziemlich frech viel Carbon ans Blech. Die coupéartig elegante Sportlimousine mutiert so zur Kampfhummel.

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Der DarwinPro Audi RS 7 in der Ansicht von schräg vorne.
DarwinPro Audi RS 7 Foto: DarwinPro

Die Tuningschmiede DarwinPro setzt dem Audi RS 7 mit leichten Teilen schwer zu. Das Widebody-Kit der Amerikaner ist komplett aus Carbon gefertigt.

Der DarwinPro Audi RS 7 in der Frontansicht.
DarwinPro Audi RS 7 Foto: DarwinPro

Originelles Detail: Eine durchsichtige Öffnung gibt den Blick auf den V8 zumindest teilweise frei.

Die Heckansicht des DarwinPro Audi RS 7.
DarwinPro Audi RS 7 Foto: DarwinPro

Der riesige Heckflügel stellt sich wacker in den Fahrtwind, der auch mal mit 305 km/h blasen kann.

Die frontale heckansicht des DarwinPro Audi RS 7.
DarwinPro Audi RS 7 Foto: DarwinPro

Auch der Diffusor zeigt sich nicht eben diskret. 

Der Audi A7 wird eigentlich für seine fließenden Linien und zeitlose Eleganz geschätzt. Die Topversion RS 7 veranstaltet zwar viel Lärm, kommt visuell jedoch noch relativ dezent daher. Zu dezent, finden offenbar die Carbonkocher von DarwinPro und rühren einige Kilo fasrigen Teig an. Damit laminieren sie ein Widebody-Kit, das sich nicht so recht zwischen rundlich und zackig entscheiden kann. Die Radläufe plustern sich auf bis nahe an die Platzgrenze, sind aber zugleich angeschnitten als ob es darum ginge, dem visuellen Überdruck ein Ventil zum Entweichen zu reichen. Wenn man dem DarwinPro-RS 7 eine Kartoffel in den Weg wirft, dürfte die aggressive Front diese augenblicklich zu fein geschnittenen Fritten verhackstücken und vom nicht weniger effekthaschenden Diffusor braungebrannt wieder ausspucken lassen. Beim Anblick des Heckflügels (Diese Spoiler-Typen gibt es), der fast auf Dachhöhe gipfelt, kann sich auch so mancher Porsche 911 GT3 RS herausgefordert fühlen.
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Video: AUTO ZEITUNG

Optisch passiert beim DarwinPro-RS 7 viel, technisch gar nichts

Zumindest optisch lässt sich der Audi RS 7 nach der Evolution durch DarwinPro klar als Alphamännchen identifizieren. Die Lackierung kann man sogar als Analogie zum Silberrücken verstehen. Dabei bleibt der Audi technisch völlig unverändert. Was wiederum kein Problem darstellen muss. In der Tat, der Vierliter-V8 liefert schon serienmäßig in der Performance-Version 630 PS (463 kW). Das reicht für eine Vmax von optional 305 km/h und ruckig-zuckiges Beschleunigen. In 3,4 s geht es von null auf 100 km/h. Nur Leute mit extrem wenig Zeit dürften nach mehr verlangen.

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Der Achtzylinder mag unverändert bleiben, wird aber schön in Szene gesetzt. DarwinPro schneidert eine Öffnung in die Motorhaube, durch die man den Ventildeckel zumindest erahnen kann. Auch der Innenraum des Audi RS 7 bleibt von den carbonknetenden Händen der Darwinisten unangetastet. Je nach Geschmack kann man das gut oder weniger gut finden. Preislich allerdings bleibt das Widebody-Kit absolut im Rahmen. Unlackiert und ohne Montage wechseln die Teile der amerikanischen Tuningschmiede schon für schlanke 6.141 Euro (Preis Stand: Oktober 2025) den Besitzer. So viel kostet bei manchem Tuner schon eine einzige Felge.