Cupra Tindaya (2025): Alle Infos zur neuen IAA-Studie

Mit der Konzeptstudie Tindaya will Cupra auf der IAA 2025 den nächsten großen Wurf landen. Das Konzeptfahrzeug ist noch über dem derzeitigen Flaggschiff Tavascan angesiedelt.

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Ein Redakteur der AUTO ZEITUNG steht auf der Studioaufnahme schräg seitlich vor der IAA-Konzeptstudie Cupra Tindaya (2025).
Cupra Tindaya (2025) Foto: Cupra

Mit der 4720 mm langen Konzeptstudie Cupra Tindaya zeigt die spanische Marke auf der IAA 2025 ihre Designsprache von morgen – und gibt einen Ausblick auf ein mögliches neues Topmodell oberhalb des Cupra Tavascan.

Ein Redakteur der AUTO ZEITUNG steht mit dem Cupra-Designchef Jorge Díez seitlich vor der geöffneten Fahrertüre der IAA-Konzeptstudie Cupra Tindaya (2025).
Cupra Tindaya (2025) Foto: Cupra

Noch vor dem Start der Münchner Messe IAA hat uns Cupra-Designchef Jorge Díez das Desginkonzept erläutert. "Bei Cupra geht es immer um Emotionen. Und die wollen wir transportieren", sagt er. 

Ein Redakteur der AUTO ZEITUNG steht mit dem Cupra-Designchef Jorge Díez seitlich vor der geöffneten Fahrertüre der IAA-Konzeptstudie Cupra Tindaya (2025).
Cupra Tindaya (2025) Foto: Cupra

Das Leuchtenband mit illuminiertem Markenlogo, das man aus Cupra-Serienmodellen kennt, findet sich auch in der Studie wieder.

Ein Redakteur der AUTO ZEITUNG kniet auf der Studioaufnahme schräg vor dem linken Vorderreifen der IAA-Konzeptstudie Cupra Tindaya (2025).
Cupra Tindaya (2025) Foto: Cupra

DIe 23-Zoll-Räder, auf denen der Cupra Tindaya steht, sind fast hüfthoch.

Ein Redakteur der AUTO ZEITUNG sitzt auf dem Boden des Innenraums der IAA-Konzeptstudie Cupra Tindaya (2025) bei geöffneten gegenläufigen Türen.
Cupra Tindaya (2025) Foto: Cupra

Gegenläufig öffnende Türen, im Volksmund auch "Selbstmördertüren" genannt, geben den Zugang zum futuristisch gestalteten Innenraum des Cupra Tindaya frei.

Ein Redakteur der AUTO ZEITUNG kniet vor der IAA-Konzeptstudie Cupra Tindaya (2025) bei geöffneter Fahrertür und hat eine Hand am Lenkrad.
Cupra Tindaya (2025) Foto: Cupra

Das Cockpit des Cupra Tindaya ist bewusst auf das Fahrerlebnis zugeschnitten. Das Lenkrad ist laut Hersteller von Gaming- und Rennsport-Vorbildern inspiriert. 

Ein Redakteur der AUTO ZEITUNG kniet vor der IAA-Konzeptstudie Cupra Tindaya (2025) bei geöffneter Fahrertür und hat eine Hand am Lenkrad.
Cupra Tindaya (2025) Foto: Cupra

Per Drehknopf lassen sich verschiedene Fahrmodi und Screendesigns wählen.

Die Studioaufnahme zeigt einen Redakteur der AUTO ZEITUNG von hinten seitlich, der mit dem Cupra-Designchef Jorge Díez vor der Frontpartie der IAA-Konzeptstudie Cupra Tindaya (2025) steht.
Cupra Tindaya (2025) Foto: Cupra

Ob und wann das Auto so oder so ähnlich tatsächlich bald in Serie geht? Da lässt sich der Cupra-Designchef noch nicht abschließend in die Karten schauen. 

Preis: Mögliches Cupra Tindaya-Serienmodell ab über 60.000 Euro?

Mit der auf der IAA 2025 vorgestellten Konzeptstudie Tindaya (2025) hat die spanischen Marke Cupra Großes vor, im wörtlichen Sinne: "Das ist das größte und leistungsstärkste Fahrzeug, das Cupra je gebaut hat", sagt Jorge Díez, Chefdesigner der Marke, beim Vorab-Besichtigungstermin mit der AUTO ZEITUNG. Sollte die Studie so oder so ähnlich in Serie gehen, dürfte sich das Streben nach etwas Großem auch im Preis widerspiegeln. Bei einer möglichen Tindaya-Serienversion wird der Einstiegspreis von 52.910 Euro (Stand: September 2025), zu dem das aktuelle Cupra-Flaggschiff Tavascan hierzulande in der Perfomance-Variante VZ angeboten wird, dann vermutlich noch einmal deutlich übertroffen.
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Der Cupra Tavascan (2024) im Video:

Video Platzhalter
Video: AUTO ZEITUNG

Antrieb: Zwei E-Motoren plus Range Extender oder eventuell vollelektrisch

Naturgemäß hat die Motorisierung eines Concept Cars, das sich primär als richtungsweisende Designstudie versteht, eher vorläufigen Charakter. Zum IAA-Auftritt kommt übernehmend den Vortrieb im neuen Cupra Concept Car zwei Elektromotoren. Die Systemleistung liegt bei 365 kW (496 PS). Der Akku soll eine Reichweite von rund 300 km ermöglichen, die per 1.5-TSI-Motor aus dem Konzernregal, der als Range Extender dient, auf 1000 km erweitert werden kann. Für den Sprint von null auf 100 km/h würde der Cupra Tindaya  4,1 s benötigen. Allerdings ist es durchaus denkbar, dass es bei einem späteren Serienstart vollelektrisch zugeht und antriebsseitg auf die weiterentwickelte MEB-Plattform MEB+ des VW-Konzerns zurückgegriffen wird. Ab voraussichtlich 2029 stünde zudem die geplante "SSP" ("Scalable Systems Platform") parat.

Die Konkurrenten:

Exterieur: Neuinterpretierte Haifischnase und 3-D-Elemente

Das coupéhaft gezeichnete, 2+2-sitzige und 4720 mm lange Mittelklasse-SUV, das den Cupra Tavascan als das bisher längste Cupra-Serienmodell noch einmal um 76 mm überragt, steht auf wuchtigen 23-Zoll-Rädern. Sie wohnen in beinahe hüfthohen Radhäusern. Die Proportionen mit einem Verhältnis von einem Drittel Fahrgastzelle zu zwei Dritteln Karosserie sollen dem Cupra Tindaya (2025) darüber hinaus eine eigene, ausdrucksstarke Note geben.

Ein Redakteur der AUTO ZEITUNG kniet auf der Studioaufnahme schräg vor dem linken Vorderreifen der IAA-Konzeptstudie Cupra Tindaya (2025).
Foto: Cupra

Auch die "3D-Haftigkeit", von der so oft die Rede ist, wenn es ums Automobildesign von morgen geht, wurde beim Cupra Tindaya (2025) konsequent umgesetzt. Das beginnt bereits an der Front. "Awakening of the animal“ – "Das Erwachen des Tiers", nennt das der Cupra-Chefdesigner Jorge Díez. Dann werden per LED-Projektion in der Frontpartie des Kühlergrills virtuelle Flammen projiziert, wenn das Showcar per Keyless Go von außen startklar gemacht wird.

Interieur: Luftiges Design und innovative HMI-Lösungen

Ins Innere des Cupra Tandaya (2025), der als 2+2-Sitzer ausgelegt ist, gelangt man durch gegenüberliegende, gegenläufig öffnende Türen im Limousinen-Stil. Durchzogen wird der luftige Innenraum von einem Mitteltunnel, der frei in der Fahrgastzelle zu schweben scheint. Beim Fahrersitz handelt es sich um einen Schalensitz, der mit Neopren bezogen und bei und bei der ersten Sitzprobe noch mal deutlich mehr Unterstützung bietet als sein Pendant auf der Beifahrerseite oder die beiden Einzelsitze im Fond. 

Unangefochtener Technik-Star im jüngsten Cupra-Showcar is das Human-Machine-Interface, kurz "HMI". Herzstück des Bedienkonzepts ist die sogenannte "Driver Axis" – ein überwiegend virtuell funktionierendes Armaturenbrett mit mehrschichtiger Struktur, in das ein 24-Zoll-Freiform-Display integriert ist. Das Lenkrad, das nach dem Steer-by-Wire-Prinzip funktioniert, orientiert sich laut Cupra an Rennsport- und Gaming-Vorbildern. Es soll per Satellitentasten eine Bedienung aller Systeme ermöglichen, ohne die Person am Steuer vom Wesentlichen, dem Geschehen auf der Straße und dem reinen Fahrerlebnis, abzulenken.

Ein Redakteur der AUTO ZEITUNG kniet auf der Studioaufnahme vor der geöffneten Fahrertür des Cupra Tindaya und befühlt das Lenkrad.
Foto: Cupra / AUTO ZEITUNG

Funktionales Zentrum des neuen Cupra-Cockpits ist die erhöhte Mittelkonsole. Zentrales Bedienelement darin ist das "Juwel" – eine sensorische Schnittstelle in Edelstein-Anmutung, über die das Fahrzeug per Berührung aktiviert wird. Auch Fahrmodi können darüber angepasst sowie Licht, Sound- und Umgebungsparameter gesteuert werden können. Zusatzinformationen wie Klima- und Infotainment-Einstellungen werden auf der Beifahrerseite in ein Projektionsband am unteren Rand der Windschutzscheibe eingespielt. Wie viel davon später mal in Serie zu sehen sein wird? "Ich hoffe, eine ganze Menge", antwortet der Chefdesigner vielsagend.

Fazit

Mit dem Launch von Cupra im Jahr 2018 hat die einst als "B-Marke von VW" belächelte Mutter Seat die Autowelt gehörig auf den Kopf gestellt. Nun müssen die Spanier:innen nachlegen. Und sie haben geliefert! Spätestens mit der IAA-Studie Cupra Tindaya (2025) wird klar, was mit der angekündigten "Revolution hin zu einer noch progressiveren Designsprache“ gemeint war. Sollten die Markenverantwortlichen den Mut haben, das Auto mit dem innovativen HMI und dem einzigartigen Sitzkonzept so (oder so ähnlich) in Serie gehen zu lassen, scheint die Fortsetzung der automobilen Erfolgsgeschichte "Made in Martorell" realistisch.