Fünf Gründe

Wieso der Raval? Deshalb ist die Cupra-Premiere so bedeutend

Cupra enthüllt den neuen Raval – aber was ist daran so besonders? Aus diesen fünf Gründen sollten Autofans nach Meinung unseres Autors Max Grigo ein Auge auf die Premiere haben!

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Video: AUTO ZEITUNG

Grund eins: Vorbote einer Modelloffensive

Mit dem Raval wird nicht nur ein neuer Cupra enthüllt, sondern gleichzeitig das erste Modell mit der brandneuen „MEB+“-Plattform des VW-Konzerns. Auf dieser Architektur bauen zeitnah mit äußerst ähnlicher Technik auch der VW ID. Polo sowie dessen Sport-Ableger ID. Polo GTI und die beiden City-SUV ID. Cross und Skoda Epiq auf. Mittelfristig sollen weitere Modelle wie der mutmaßliche ID. Up folgen. Daher ist der Raval nicht nur eine spannende Neuheit, sondern Vorbote einer neuen Kleinwagen-Ära bei Volkswagen – und verrät uns viel über kommende Autos.

Grund zwei: Bedeutung für den Konzern

Zugegeben, Grund zwei ist gewissenermaßen eine direkte Folge aus Grund eins: Mit dem Cupra Raval beginnt eine Bewährungsprobe für Volkswagen. Einige haben den zweitgrößten Autokonzern der Welt in Hinblick auf günstige Elektroautos bereits abgeschrieben und tatsächlich stolpert er momentan durch eine haarige Krise, wie etwa der bittere Stellenabbau in Deutschland belegt. Mit der „MEB+“-Modelloffensive samt XXL-Investition geht VW nun ein (nötiges) Risiko ein, das entweder den Aufschwung bringen oder den taumelnden Riesen tiefer in die Krise stürzen könnte.

Grund drei: Cupras erster Kleinwagen

Alle bisherigen Cupra-Modelle – inklusive dem Bestseller Formentor – lassen sich mal mehr oder mal weniger in der Kompaktklasse einsortieren. Der Raval allerdings baut mit 4,05 m Außenlänge deutlich kürzer und fällt ins Segment der Kleinwagen. Der nächstkleinste Cupra ist übrigens das 2026 geliftete E-Modell Born mit 4,32 m. Ob Cupra auch im neuen Segment an den bisherigen Erfolg anknüpfen kann?

Grund vier: Fairer Einstiegspreis

Mit einem Einstiegspreis von 26.000 Euro ist der Cupra Raval zwar nicht das günstigste „MEB+“-Modell, aber durchaus fair eingepreist. Dazu kommt die neue E-Auto-Förderung des Bundes, die in der Basis 3000 Euro beträgt und je nach Haushaltseinkommen und Anzahl an Kindern steigt. Damit sinkt der Einstiegspreis auf maximal 23.000 Euro. Zum Vergleich: Ein Basis-Polo startet bei 20.135 Euro – allerdings mit 80 PS (59 kW) statt 116 PS (85 kW) wie im Basis-Raval (alle Preise: Stand April 2026).

Grund fünf: XXL-Kofferraum

Der Kofferraum des Cupra Raval.
Foto: Cupra

Neben den genannten Punkten sticht der Cupra Raval besonders durch eines hervor: seinen großen Kofferraum. Der Hersteller gibt ein Ladevolumen von 430 l an, zudem lässt sich der Ladeboden nach Bedarf in der Höhe justieren. Damit lädt der Kleinwagen zumindest auf dem Papier mehr als der Golf 8 und als die meisten Antriebsvarianten des Audi A5 Avant – kein Witz. Das bewerkstelligt Cupra durch die Frontantriebs-Konfiguration und den dadurch extrem tief nach unten reichenden Laderaum.