Trends der CMT 2026: Diese Camper sind angesagt – oder out!
Wenn im Januar die CMT in Stuttgart traditionell ihre Tore öffnet, zeigt die Caravaning-Branche, wohin die Reise im Jahr geht. Wir waren auf der CMT 2026 (17. – 25. Januar) und haben uns nach aktuellen Camper-Trends umgesehen!
Die genannten Produkte wurden von unserer Redaktion persönlich und unabhängig ausgewählt. Beim Kauf in einem der verlinkten Shops (Affiliate Link bzw. mit Symbol) erhalten wir eine geringfügige Provision, die redaktionelle Selektion und Beschreibung der Produkte wird dadurch nicht beeinflusst.
- CMT 2026: Die Trends der Reisemesse
- Tipps zum Kauf eines Wohnmobils im Video
- Trend 1: Günstige Einstiegsmodelle
- Trend 2: Gasfreie Camper
- Trend 3: Offroader sind auch 2026 beliebt
- Trend 4: Aufstelldächer kommen in Mode
- Trend 5: Kleine Caravans auf dem Vormarsch
- Trend 6: Die urbanen Campingbusse verschwinden – mit Ausnahmen!
- Fazit
CMT 2026: Die Trends der Reisemesse
Das Campingjahr beginnt mit einem festen Termin: der CMT in Stuttgart. So natürlich auch dieses Jahr. Die CMT 2026 lädt vom 17. bis zum 25. Januar wieder tausende Campingfans und Urlaubsziel-Suchende auf die Messe Stuttgart, um neben neuen Fahrzeugen auch interessante Reiseziele oder auch Zubehör-Neuheiten zu entdecken.
Wir waren ebenfalls auf der Messe und haben uns angeschaut, wohin die Reise bei den Campingfahrzeugen 2026 geht. Das sind unsere Caravaning-Trends der CMT 2026!
Tipps zum Kauf eines Wohnmobils im Video

Trend 1: Günstige Einstiegsmodelle
Nach Jahren steigender Preise dürfen sich Campingfans auf der CMT 2026 über sinkende Preise freuen. Und nein, es geht hier explizit nicht um die üblichen Messemodelle mit Sonderrabatten oder die ebenfalls sehr zahlreichen Sondermodelle mit Preisvorteilen, sondern um günstige Einstiegsmodelle. Hier bringen mehrere Marken neue Einsteigermodelle an den Start.
Auch wenn der weiße Van mit schwarzen Kunststoffstoßstangen optisch untergeht, ist er doch eines der Highlights: Bürstners neuer Campervan Papillon wurde zwar schon auf dem Caravan Salon 2025 in Düsseldorf gezeigt, in Stuttgart zeigen die Kehler:innen aber erstmals, wie die günstige Einstiegsvariante tatsächlich aussieht. Zwar rutscht auch das Messemodell knapp über die 40.000er-Marke, zeigt aber, wie wenig Ausstattung für einen alltagstauglichen Campingbus wirklich ausreicht.
Auch andere Hersteller springen auf den Zug günstiger Einsteiger auf. Darunter der Innovan Pure von LMC, Van Tourers neuer 600 Ds oder auch Carthago-Tochter Malibu, die mit dem Relax Van einen Premium-Qualitätsstandard im 6,4-m-Kastenwagen für unter 60.000 Euro Basispreis anbieten wollen.
Trend 2: Gasfreie Camper
Die Camping-Zukunft ist gasfrei. Oder zumindest teilweise. Denn der Trend zu komplett gasfreien Campingfahrzeugen wird auch auf der CMT 2026 fortgesetzt. Zu den neuen Vertretern zählt unter anderem das neue Bürstner-Einstiegsmodell Papillon, das serienmäßig auf einen komplett gasfreien Ausbau setzt. Auch bei La Strada wird Gas gespart: Die Editionsmodelle zum 40. Jubiläum auf Basis verschiedener Avanti-Grundrisse und dem Regent EB setzen auf Induktionskochfeld, Dieselheizung und eine größere Aufbaubatterie anstelle eines sperrigen Gaskastens.
Trend 3: Offroader sind auch 2026 beliebt
Allrad-Camper sind von großen Caravaning-Messen nicht mehr wegzudenken. Auch die CMT 2026 ist keine Ausnahme und zeigt: Offroad-Wohnmobile sind ein Trend, der sich fest in der Branche verankert hat. Kaum ein Volumenhersteller kommt ohne Allradmodell – oder zumindest Sondermodelle, die einen robusten Anschein erwecken sollen – auf die Messe Stuttgart.
Neu dabei ist etwa auch das Sondermodell „CrossTrail“ des Hymer Grand Canyon S 700, das auf der CMT 2026 Premiere feiert. Dethleffs zeigt derweil einen neuen Grundriss des Offroad-Teilintegrierten Globebus Performance 4x4, der bei unter 3,5 t Gesamtgewicht bleiben soll. Was nicht fehlen darf: Expeditionsmodelle wie der Greenlander Sherpa.
Trend 4: Aufstelldächer kommen in Mode
Sie erfinden das Rad zwar nicht neu, machen aus bekannten Campervans – oder sogar Teilintegrierten – aber familientaugliche Campingfahrzeuge. Auf der CMT 2026 stellen gleich mehrere Hersteller Aufstelldächer als neue Option für etablierte Modelle aus. Hymer verpasst etwa dem Eriba Car in beiden Grundrissen ein Schlafdach und ist damit – so der Hersteller aus Bad Waldsee – einer der wenigen Anbieter mit einem Aufstelldach auf einem kurzen VW Crafter.
Auch Dethleffs stellt das Aufstelldach gekonnt in Szene. Der Globebus Performance 4x4 wurde zwar schon zum Caravan Salon 2025 mit dem Schlafdach gezeigt, darf aber in Stuttgart nochmals als familienfreundlicher Allrad-TI vorfahren. Auch Hobby zeigt erstmals ein Aufstelldach auf dem Ontour Van, Knaus erweitert den Boxtime ebenfalls um Schlafplätze auf dem Dach. Spannend: Auch kleine Caravans wie der Farfalla Flip bekommen mit dem „Flip up“ ein Aufstelldach spendiert.
Trend 5: Kleine Caravans auf dem Vormarsch
Der Mini-Caravan hat Hochkonjunktur! Wer Wohnwagen baut, setzt vermehrt auf besonders kompakte und leichte Anhänger. Der Grund ist schnell erklärt: E-Autos werden auch als Zugfahrzeuge immer beliebter. Und diese profitieren bei der Reichweite am meisten, wenn der Caravan windschnittig ist und wenig wiegt.
Doch auch Klein- und Kompaktwagen-Fahrer:innen dürfte der Trend gefallen. Denn leichte Caravans sind mit ihrem geringen Gesamtgewicht nicht nur für Autos mit geringer Zugkraft gut geeignet, sondern lassen sich oft noch mit einem Führerschein der Klasse B im Gespann fahren.
Eine spannende Messepremiere ist der Next 381. Fendts junge Tochtermarke präsentiert damit einen Etagenbett-Grundriss auf Basis des bereits 2025 präsentierten und nach eigener Aussage sehr erfolgreich angelaufenen Next 380. Die Maße sind identisch, nun dürften aber bis zu vier Personen im kompakten Caravan nächtigen.
Trend 6: Die urbanen Campingbusse verschwinden – mit Ausnahmen!
Fehlen nicht welche? Wer über die CMT 2026 schlendert, wird vor allem bei großen Volumenmarken eine Fahrzeugbauart vermissen: die urbanen Campingbusse. Jene Kleinbusse, die dank kompakter Maße alltagstauglich sind, aber dennoch dank Aufstelldach für Alltagsausbrüche bereitstehen. Die gängigen Wohnmobil-Bauarten erklären wir hier im Detail.
Und tatsächlich haben viele Hersteller ihre „Kleinen“ eingestellt: Bürstner – ohnehin gerade dabei, die gesamten Modellpalette umzukrempeln –, Dethleffs, Etrusco, Van Tourer, sie alle kehren der Bauart den Rücken.
Auch Mercedes feiert in gewisser Weise auf der CMT Abschied: Der Marco Polo steht vorerst ein letztes Mal mit Westfalia-Ausbau auf der Messe. Allerdings steht ein Nachfolger des Mercedes-Campingbus in den Startlöchern, wird dann aber von Mercedes selbst ausgebaut.

Es gibt aber kleine Hersteller, die mit teils innovativen Konzepten an den „Urban Campern“, die Alltagsauto und Reisewagen vereinen, festhalten. So etwa der Kompanja Eins als Individual-Camper auf Renault Trafic-Basis oder die verschiedenen Spacecamper-Modelle auf Basis von Ford Transit Custom, VW Caravelle oder VW Multivan.
Totgesagte leben zudem oft länger, weiß der Volksmund: Mit dem Hyundai Staria Camper Concept (siehe Bild oben) schickt die südkoreanische Marke überraschend einen eigenen Camper auf die CMT 2026 – das Serienmodell soll sogar vollelektrisch sein.
Fazit
Campingfahrzeuge werden 2026 vielfältiger denn je: Ob kompakte Caravans für E-Autos, familienfreundliche Campervans oder Allradler für den ein oder anderen Schlechtwege-Trip. Der spannendste Trend auf der CMT 2026 dürfte aber wohl viele Campingfans freuen: Die Preise sinken wieder! Wir bleiben gespannt, was die Hersteller im Sommer auf dem Caravan Salon in Düsseldorf präsentieren.
































