Wohnmobil-Vorstellung

Ciclope Mencia 230 (2026): Preis des Campervan-Newcomers

Mit Ciclope möchte Mitte 2026 eine neue Campervan-Marke aus Spanien auf dem deutschen Markt auf Kundenfang gehen. Neben dem außergewöhnlichen Basisfahrzeug soll auch die Ausstattung den Unterschied machen. Alle Details!

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Der Ciclope Mencia 230 statisch von schräg vorne rechts auf einer Wiese neben einem See geparkt. Die Schiebetüre ist geöffnet.
Ciclope baut zwar schon seit knapp 20 Jahren Vans zu Wohnmobilen aus, der Mencia auf Maxus Deliver 9 ist aber der erste Campervan aus Serienproduktion. Foto: Ciclope
Durchsicht durch den Wohnraum des Ciclope Mencia 230.
Drei Modelle machen den Anfang, der Mencia 230 (im Bild) ist mit räumlich vom Fahrerhaus abgetrenntem Wohnraum aber wohl der außergewöhnlichste Grundriss. Foto: Ciclope
Die Sitzgruppe des Ciclope Mencia 230. Zwei Personen frühstücken.
Diese Aufteilung bedeutet auch: Die Sitzgruppe wandert in die Fahrzeugmitte. Ein ausziehbarer Tisch sowie zwei klappbare Face-to-Face-Sitzbänke schaffen einen Ess- und Arbeitsbereich. Foto: Ciclope
Das Heckbett des Ciclope Mencia 230. Zwei Personen entspannen, die Hecktüren sind geöffnet und geben den Blick auf einen See frei.
Ein Doppelbett (180 x 120 cm) bringt zwei Personen unter. Foto: Ciclope
Die Sitzgruppe des Ciclope Mencia 230 im Umbau zum Notbett. Ein Kind schläft auf dem Bett.
Die Sitzgruppe lässt sich zum Not– oder Kinderbett (175 x 75 cm) umbauen. Foto: Ciclope
Die Küche des Ciclope Mencia 230 mit heruntergeklappter Arbeitsfläche. Darauf stehen eine Topfpflanze, eine Olivenölflasche sowie zwei Schneidebretter.
Die Küche befindet sich im Quereinbau an der Trennwand zum Fahrerhaus. Ihre Ausstattung versteckt sich … Foto: Ciclope
Die Küche des Ciclope Mencia 230 mit hochgeklappter Arbeitsfläche. Spüle und Induktionskochfeld sind zu sehen.
… unter der klappbaren Arbeitsfläche. Hier kommen Spüle und Induktionskochfeld zum Vorschein. Der Campervan ist übrigens komplett gasfrei. Foto: Ciclope
Die Außenküche des Ciclope Mencia 230 im Detail.
Eine Outdoor-Küche zum Einhängen in der Führungsschiene der Schiebetüre lässt sich optional hinzubuchen – allerdings ohne Gaskocher. Foto: Ciclope
Blick in das Bad des Ciclope Mencia 230.
Die kompakte Nasszelle bringt Dusche und Waschraum in einem unter. Das Waschbecken wird bei Nichtgebrauch in die Wandverkleidung geklappt. Foto: Ciclope
Der Holzrost auf dem Boden im Bad des Ciclope Mencia 230.
Ein Bambus-Holzlattenrost ist bereits serienmäßig an Bord. Foto: Ciclope
Die Trockentrenntoilette im Bad des Ciclope Mencia 230 im Detail.
Eine Kassettentoilette gibt es nicht. Dafür ist die Trockentrenntoilette „EcoKlos“ mit dabei. Foto: Ciclope
Beleuchtung am Fußboden im Wohnraum des Ciclope Mencia 230 aus der Vogelperspektive.
LED-Beleuchtung auch am Boden: Zusammen mit Holz, Naturstein und „Corian“ soll so eine heimelige Atmosphäre entstehen. Foto: Ciclope

Preis: Ciclope Mencia 230 ab 51.230 Euro

Ciclope dürfte den meisten Campingfans noch fremd sein. Noch, denn die Spanier:innen möchten auch auf dem deutschen Markt mit ihren Campervans Fuß fassen. Vor 20 Jahren begann der Betrieb aus Galicia mit dem Umbau von gewöhnlichen Vans zu Wohnmobilen in Kundenauftrag, doch im Jahr 2026 wandert der Fokus hin zur Serienproduktion eigener Modelle.

Den Auftakt machen drei Campervans der Sechs-Meter-Klasse: Neben den eher gewöhnlich aufgeteilten Mencia 420 und 420 e – letzterer mit Aufstelldach – fasziniert jedoch insbesondere der Ciclope Mencia 230 mit einem eher ungewöhnlichen Grundriss. Fahrerhaus und Wohnraum sind strikt voneinander getrennt, was jedoch auch die Mitreisenden-Anzahl auf maximal drei begrenzt.

Dafür ist der Mecia 230 auch der günstigste Campervan im Trio. Einen genauen Preis für Deutschland verkündet der Newcomer von der iberischen Halbinsel bislang zwar noch nicht, in Spanien steht der Kastenwagen für mindestens 51.230 Euro (Stand: Januar 2026) beim Händler – Mehrwertsteuer, Überführung und Zulassung sind jedoch nicht berücksichtigt. Der gewöhnlichere 420 kostet knapp 8000 Euro mehr, beim 420e mit Aufstelldach beträgt der Mehrpreis direkt 16.000 Euro.

Zunächst werden die Vans nur im Heimatland vertrieben. Der Deutschlandstart ist jedoch bereits in Planung und soll laut Ciclope noch im ersten Halbjahr 2026 erfolgen. Beim Vertrieb hat man neben einzelnen Campingfahrzeug-Händlern auch das Netz der Maxus-Niederlassungen im Visier. Denn: Alle drei Modelle basieren auf dem chinesischen Transporter Maxus Deliver 9, allerdings stets nur mit Dieselmotor.

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Innenraum: Campervan ohne Fahrerhaus-Zugang

Der Ciclope Mencia 230 fällt im Interieur insbesondere durch die ungewöhnliche Aufteilung auf. Eine starre Trennwand zwischen Wohnraum und Fahrerhaus blockiert den Weg durch die Mitte. Bedeutet auch: Sitzgruppe, Küche und Bad rücken an eher ungewohnte Stellen.

Verpackt wird das ganze allerdings in einer betont hochwertig anmutenden Optik. Neben viel warmem Holz namens „Catania Oak“ im Möbelbau und an der Wandverkleidung, Natursteinoptik im Bad oder der Acrylstein „Corian“ in Küche und Dusche sollen „heimelig“ wirken, so der Hersteller.

Die Sitzgruppe des Ciclope Mencia 230. Zwei Personen frühstücken.
Foto: Ciclope

Sitzgruppe

Eine klassische Halbdinette, wie bei Sechs-Meter-Campervans üblich, fehlt im Ciclope Mencia 230 aufgrund des fehlenden Durchgangs ins Fahrerhaus. Eine zusammenfaltbare Face-to-Face-Sitzgruppe in der Fahrzeugmitte dient daher als Rückzugsort im Kastenwagen. Die Tischplatte lässt sich bei Nichtgebrauch einfach unters Bett schieben, die beiden Sitzbänke rücken ebenfalls zusammen und schaffen so mehr Raum.

Küche

Anstatt auf eine Seitenküche zu setzen, bauen die Entwickler:innen auf eine Mittelküche im Quereinbau in den Ciclope Mencia 230. Sie schmiegt sich an die Trennwand zum Fahrerhaus. Auch der Aufbau der Zeile ist ungewöhnlich. Anstelle Kochstelle und Spüle separat oder in einer Einheit mit Glasdeckeln abzudecken, wird zum Kochen einfach die gesamte Arbeitsfläche angehoben. Nach getaner Arbeit wird sie wieder abgesenkt und zur großzügigen Ablage im Eingangsbereich.

Gekocht wird übrigens mit Strom, denn die Spanier:innen bauen den Mencia 230 gasfrei aus. Für genug Strom an Bord ist eine Lithium-Batterie mit 150 Ah serienmäßig. Gegen Aufpreis steigt die Speicherkapazität auf bis zu 270 Ah. Auch Wasserboiler und Heizung werden elektrisch oder alternativ mit Diesel angefeuert.

Gegen Aufpreis bietet Ciclope eine Außenküche an, die in der Führungsschiene der Schiebetüre eingehängt wird. Da das Induktionskochfeld nicht mobil ist, muss hier separat ein Campingkocher nachgekauft werden – die elf besten Gaskocher haben wir hier im Test.

Bad

Die kompakte Nasszelle des Mencia 230 steht direkt gegenüber des Einstiegs ebenfalls an der Trennwand zum Fahrerhaus. Der kompakte Waschraum mit integrierter Dusche ist zwar betont kompakt gehalten, weiß sich aber zu helfen: Das Waschbecken wird etwa bei Bedarf aus der Wandverkleidung herausgeklappt und auch das WC verschwindet schnell. Hier erklären wir die gängigen Nasszellen-Bauarten in Campern.

Die Spanier:innen setzen übrigens serienmäßig auf eine Trockentrenntoilette. Damit, so der Hersteller, biete man eine saubere und umweltfreundliche Lösung gegenüber den gängigen Kassettentoiletten.

Schlafplätze

Das Heckbett ist sowohl am gewohnten Platz als auch in der gewohnten Bauart vorhanden. Denn auch der Mencia 230 setzt wie viele Klassenvetreter auf ein Doppelbett (180 x 120 cm).

Zusätzlich lässt sich die Sitzgruppe zu einem Notbett mit einer Liegefläche von 175 x 75 cm umbauen. Damit dürfte auch eine dreiköpfige Familie mit einem Kind im Grundschulalter zurechtkommen können.

Technische Daten des Ciclope Mencia 230

  • Basisfahrzeug: Maxus Deliver 9

  • Motorisierung: 2,0-l-Turbodiesel mit 148 PS (108 kW)

  • Getriebe: Sechsgang-Schaltgetriebe; optional Achtstufen-Automatikgetriebe

  • Zulässige Gesamtmasse: 3500 kg

  • Maße (L/B/H): 5,94 m/2,06 m/2,53 m

  • Stehhöhe: 1,85 m

  • Gurt-/Schlafplätze: 3/3

Fazit

Ob der ungewöhnliche Grundriss des Ciclope Mencia 230 hierzulande Fans findet, bleibt abzuwarten. Schließlich gibt es mit dem 420 ein gewöhnlich aufgeteiltes Schwestermodell – wenngleich dieses etwas teurer ist. Mit der schicken Wohnraum-Optik und dem exotischen Basisfahrzeug dürfte der spanische Newcomer aber eine willkommene Abwechslung auf dem Campervan-Markt sein.