Brabus Bullit Coupé 800: Die extremste C-Klasse ihrer Zeit
Mercedes-Tuner Brabus hat schon in der Vergangenheit für Aufsehen gesorgt. Eines der größten Ausrufezeichen setzte der Veredler aus Bottrop 2012 mit dem Brabus Bullit Coupé 800, ein Mercedes C-Klasse Coupé mit V12-Umbau und 800 PS!
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In einer Ära, in der Downsizing gerade erst Fahrt aufnahm und Turbosechszylinder großvolumige Motoren ersetzen sollten, stellte Brabus 2012 bewusst ein Auto dagegen, das in jeder Hinsicht aus der Zeit gefallen schien – und deshalb zum Mythos wurde. Das Brabus Bullit Coupé 800 war mehr als nur ein weiteres Tuningprojekt: Er war ein technisches Statement gegen den Strom und zählt heute zu den brutalsten Interpretationen der Mercedes C-Klasse überhaupt. Die Basis des Bullit-Coupés: ein Mercedes C 63 AMG Coupé, das schon ab Werk einem 457 PS (336 kW) starken V8-Motor alles andere als schlecht im Futter stand. Auch interessant: Unsere Produkttipps auf Amazon
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Das Brabus Bullit 800 Coupé ist der wohl extremste C-Klasse-Umbau seiner Zeit
Herzstück des Brabus Bullit Coupé 800 war und ist der Motor unter der Haube, denn vom serienmäßigen 6,3-l-V8 wurde bei Brabus nichts weiterverwendet. Brabus implantierte stattdessen einen auf 6,3 l vergrößerten Zwölfzylinder, der ursprünglich aus dem Mercedes S 600 stammte, jedoch mit tiefgreifenden Änderungen versehen wurde. Längere Kurbelwelle, größere Schmiedekolben, überarbeitete Zylinderköpfe, geschärfte Nockenwellen – selbst der Ansaugtrakt wurde durch ein Carbon-Ram-Air-System ersetzt.
Dazu kamen zwei Hochleistungs-Turbolader samt neu konstruierten Abgaskrümmern, vier Wasser-Luft-Ladeluftkühler und eine eigens für das C-Klasse-Coupé entwickelte Edelstahlabgasanlage mit Klappensteuerung. Das Endergebnis: 800 PS (588 kW) und elektronisch begrenzte 1100 Nm Drehmoment – möglich waren sogar bis zu 1420 Nm. So gerüstet, sprintet der Bullit 800 in 3,7 s auf 100 km/h, knackt in 23,8 s die 300-km/h-Marke und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit jenseits von 370 km/h. Werte, die auch noch 2025 in der Liga moderner Supersportwagen spielen würden.
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Windkanal-Aerodynamik und 20-Zoll-Räder
Damit das unscheinbare Coupé solchen Geschwindigkeiten gewachsen ist, entwickelte Brabus ein Aero-Paket aus Carbon, das in Genf 2012 erstmals präsentiert wurde. Ein Frontspoiler verringert den Auftrieb, zusätzliche Luftführungen optimieren den Kühlerdurchfluss und Lüftungsöffnungen in den Kotflügeln helfen bei der Wärmeabfuhr des Motorraums. Am Heck arbeiten ein Diffusor und ein fest montierter Flügel Hand in Hand.
Für den optimalen Bodenkontakt sorgen Reifen in den Dimensionen 235/30 ZR 20 und 275/25 ZR 20. Das passende Schuhwerk: 20 Zoll große Monoblock-R-Felgen, deren zweistufiges Speichendesign auch optisch Akzente setzt. Dahinter baut Brabus eine massive Bremsanlage mit 380-mm-Scheiben und Zwölf-Kolben-Sätteln vorne sowie 360-mm-Scheiben und Sechs-Kolben-Sätteln hinten. Das Fahrwerk entstand in Kooperation mit Bilstein und bietet zehnfach verstellbare Zug- und Druckstufen.
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Heute ein extrem seltener Anblick
Innen setzt Brabus auf eine Mischung aus Leder, Alcantara und Carbon. Sitze, Türverkleidungen und Mittelkonsole wurden überarbeitet, rote Ziernähte sorgen für Kontrast, während Alupedale und ein Sportlenkrad das Fahrerumfeld ergänzen. Das Brabus Bullit Coupé 800 startete 2012 ab 378.000 Euro und wurde nur in kleiner Stückzahl gebaut – auch auf Basis des hochpotenten C 63 AMG Black Series. Rückblickend markiert er einen Höhepunkt der klassischen Brabus-Philosophie: maximale Leistung, kompromisslose Technik und ein bewusst unscheinbares Erscheinungsbild. Ein automobil gewordener Kontrapunkt zum Trend der Vernunft – und bis heute einer der spektakulärsten C-Klasse-Umbauten aller Zeiten.
















