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Neue Klasse für China: BMW i3 & iX3 mit langem Radstand gezeigt

Auf der Auto China 2026 zeigte BMW nicht nur das Facelift des 7ers, sondern auch die „Neue Klasse“-Modelle i3 und iX3 in speziellen China-Versionen mit langem Radstand. Aber auch in anderen Details unterscheiden sich die Stromer von ihren europäischen Pendants.

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Die Collage zeigt die beiden Neue-Klasse-Modelle BMW i3 (links) und BMW iX3 (rechts) jeweils im langen Radstand für China von schräg hinten.
Der chinesische Markt funktioniert anders: BMW i3 und iX3 kommen daher auch als „L“-Version mit einigen Zentimetern mehr Radstand auf den Markt. Foto: BMW/Collage: AUTO ZEITUNG
Auf der Auto China 2026 stellt der Vorstandsvorsitzende der BMW AG Oliver Zipse den BMW i3 (links) und BMW iX3 (rechts) mit langem Radstand für China vor.
Präsentiert wurden die langen Radstände der „Neue Klasse“-Elektroautos auf der Auto China 2026 in Peking. Foto: BMW
Der BMW i3 mit langem Radstand für China in einer Linkskurve fahrend von schräg vorne rechts.
Das Design beider Modelle bleibt nahezu identisch. Beim i3 ist die Langversion am vergrößerten Dreiecksfenster in den Hintertüren sowie der breiteren C-Säule erkennbar. Foto: BMW
Der BMW i3 mit langem Radstand für China fahrend von schräg vorne rechts.
Auch auffällig: Die neuen Türgriffe am i3 für China. Elektrisch versenkbare Türgriffe sind dort ab 2027 verboten, BMW hat beim lokalisierten Modell also nochmal Hand angelegt. Foto: BMW
Der BMW iX3 mit langem Radstand für China statisch von schräg vorne links.
Und auch der iX3 kommt mit gewöhnlicheren Türgriffen. Allgemein sind die Modelle stärker an den chinesischen Markt angepasst, als auch den ersten Blick zu erwarten. Foto: BMW
Der BMW iX3 mit langem Radstand für China statisch von schräg hinten rechts.
Mit dem iX3L debütiert auch ein speziell für chinesische Verkehrsbedingungen entwickeltes Fahrassistenzsystem. Auch die Inhalte des „BMW Panoramic iDrive“-Infotainmentsystems wurden an chinesische Kund:innen angepasst. Die Sprachinteraktion nutzt anstatt Amazon-Technologie wie in Deutschland und den USA etwa Technik des chinesischen Anbieters „DeepSeek“. Foto: BMW
Durchsicht durch den Innenraum des BMW iX3 mit langem Radstand für China mit Fokus auf den Fußraum im Fond.
In China lässt man sich lieber chauffieren. Der durch die Verlängerung – beim iX3L immerhin 108 mm – gewonnene Raum kommt daher Fondpassagier:innen zugute. Foto: BMW

Kaum ein Automarkt dürfte so anspruchsvoll wie der chinesische sein. Insbesondere im Premiumsegment versuchen Hersteller, sowohl ihren Charakter zu wahren, während sie gleichzeitig auf die Vorlieben und Wünsche der Kund:innen im Reich der Mitte eingehen. Besonders hoch sind da die Ambitionen, wenn man mit E-Autos auf dem wohl umkämpftesten globalen Markt für alternative Antriebe starten möchte.

BMW hat das erkannt und trotz beeindruckender Reichweite und Ladeleistung dank fortschrittlicher 800-V-Technik an Bord nochmals Hand an den „Neue Klasse“-Modellen BMW i3 und BMW iX3 angelegt. Das Ergebnis ist zunächst recht vorhersehbar: Auf der Auto China 2026 in Peking präsentiert der Münchener Autobauer beide Modelle mit langem Radstand als i3L und iX3L. Konkret bedeutet das knapp 108 mm mehr Radstand beim iX3 gegenüber der Version für Europa und Nordamerika. Für die Maße des i3L nennt BMW noch keine konkreten Daten, der Wert dürfte aber ähnlich sein.

Der BMW i3 im Video

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Video: AUTO ZEITUNG

BMW i3 und iX3 für China: Langer Radstand und technische Anpassungen

Mit dem Radstand ändert sich auch das Design beider „Neue Klasse“-Stromer im Detail. Beim BMW i3L fällt das Dach etwas flacher ab, der Knick im Stufenheck ist nicht ganz so ausgeprägt, wie beim Europa-Modell. Zudem fällt die C-Säule deutlich breiter aus. Beim iX3L dürften die Änderungen wohl nur Expert:innen auffallen: Lediglich die hinteren Türen und damit auch die Fensterflächen scheinen gestreckt worden zu sein. Übrigens: i3L und iX3L erhalten auch andere Türgriffe. Elektrisch versenkbare Türgriffe sind in China ab 2027 verboten, daher gibt es elegant eingearbeitete, herkömmliche Türöffner.

Doch allein mit mehreren Zentimetern mehr Fußraum für Fond-Passagier:innen geben sich chinesische Kund:innen im hochdigitalisierten E-Auto-Zeitalter wohl nicht mehr zufrieden. Denn BMW führt mit den Langversionen auch ein neues, auf chinesische Verkehrsverhältnisse zugeschnittenes Assistenzsystem namens „Adress-to-Adress“ ein. Die mit dem chinesischen Anbieter Momenta gemeinsam entwickelte, navigationsgeführte Fahrassistenz arbeitet mit einem Zentralrechner für automatisiertes Fahren zusammen. Eine lokal trainierte KI soll „das sanfteste assistierte Fahrerlebnis“ mit Level-2-Autonomie bieten. Fahrer:innen können etwa mit leichtem Bremsen das System beeinflussen, ohne den Fahrassistenten auszuschalten.

Und auch das Infotainmentsystem „BMW Panoramic iDrive“ wurde an den Markt angepasst. Zwar bleiben Kernelemente wie Menüarchitektur und Design identisch, die Inhalte wurden aber zum Teil durch chinesische Software ersetzt. So etwa die Sprachinteraktion: Während in Europa und Nordamerika Amazon-Technik zum Einsatz kommt, setzen die China-Modelle auf Systeme vom chinesischen Unternehmen „DeepSeek“.

Höhere Reichweite von i3 und iX3 in China: Bessere Batterien?

Die Antriebe dürften dagegen identisch bleiben. Auffällig sind nur die neuen Reichweiten-Werte: Den i3L gibt BMW in China mit über 1000 km Reichweite an, der iX3L soll bis zu 900 km schaffen. In Europa ist bei bis zu 900, beziehungsweise 805 km bereits Schluss. Bekommt die chinesische „Neue Klasse“ etwa größere Batterien?

Die unterschiedlichen Reichweitenangaben dürften von den jeweiligen Testzyklen abhängig sein: In Europa wird nach der etwas strengeren WLTP-Norm getestet, während in China nach CLTC verfahren wird. Bei CLTC wird mit niedrigeren Geschwindigkeiten und einem höheren Leerlauf-Anteil (Simulation von Stop-and-Go-Verkehr) getestet, dadurch sind die Reichweiten-Werte von E-Autos in China tendenziell höher.