Selbstzündende 1000-PS-Waffe: BMW 1er mit Diesel-Tuning
Dieselmotoren sind schon lange keine Schlaftabletten mehr. Dieser gepimpte BMW 1er aber toppt selbst die wildesten Fantasien leistungssüchtiger Dieselfans. Der 118d hat einen 1020 PS starken Selbstzünder an Bord!
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Es braucht keine hellseherischen Fähigkeiten, um zu sehen, dass mit diesem 1er etwas nicht stimmt. Hier ist mehr passiert als Soft-Tuning mit LED-Nachrüstleuchten (hier im Test) und bescheidener Tieferlegung. Die Frontmaske des E87 zeigt sich ungewöhnlich breit. Hinter dem offenen Kühler galoppieren mutmaßlich deutlich mehr Pferdchen als im Serientrimm. Spätestens die extrafetten Slicks an der Vorderachse, bedeckt von anschmiegsamen Radhausverbreiterungen, machen klar: Dieser BMW 1er ist nicht für öffentliche Straßen gedacht, sondern für ein ganz besonderes Biotop, nämlich Dragstrips.
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Und in diesem Ökosystem fühlt er sich außergewöhnlich wohl. Augenscheinlich ist der alte 1er fähig, die Viertelmeile in 8,317 s hinter sich zu bringen. Europäischer Diesel-Rekord! So geschehen auf der Startpiste des Flughafens im moldauischen Balti. Wenn der als 118d geborene BMW dort loslegt, verbleibt nur eine Rußwolke an der Startlinie. Nach dem Start schnappt der allradgetriebene Bimmer nach dem Horizont wie ein Blauwal nach Krill. Es ist absolut verblüffend, wie zügig der aufgeblasene Diesel die acht Gänge seines Automatikgetriebes an den Rand des roten Bereichs dreht. Und wenn die Skala des Serien-Tachos nicht bei 260 km/h enden würde, könnte man meinen, dass er schnurstracks gen Schallmauer weitermarschiert. Auch interessant: Unsere Produkttipps auf Amazon
Der BMW 1er (2024) im Fahrbericht (Video):

Diesel auf Kokain: Nach 402 m stehen über 260 km/h an
Doch auch die längsten Dragstrips haben ein Ende. Bevor der BMW dort den Bremsfallschirm auswirft, durcheilt er die Ziellinie mit gut 269 gemessenen km/h. Wie gesagt, nach gerade acht kurzweiligen Sekunden und nur 402 m Anlauf. Neben diesem Youngtimer sieht die gesamte aktuelle BMW M-Modellpalette ziemlich alt aus. Doch wie konnte es dazu kommen? Durch konsequentes Weglassen, zunächst. So hat der 118d keine Innenausstattung mehr. Scheinwerfer, Scheibenwischer, Außenspiegel und das halbe Fahrzeugheck haben die rumänischen Tuningfreaks von CompleteCHIP ebenfalls weggelassen. Die Originalverglasung wurde durch leichte Polycarbonat-Fenster ersetzt.
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Der Zweiliter-Vierzylinder musste ebenfalls weichen. Seinen Platz nimmt jetzt ein Reihensechser ein, der vorher einen 335d der Generation E90 befeuerte. Nach umfangreichen Modifikationen gibt der Turbodiesel, im Serientrimm einst 286 PS (210 kW) stark, jetzt bis zu 1020 PS (750 kW) und 1650 Nm ans Getriebe weiter, das den sagenhaften Punch an alle vier Räder weiterreicht. Praktisch ohne Schlupf und in geradezu aufreizend unspektakulärer Postur.
BMW 1er Diesel Dragracer mit 1020 PS bei Europa-Rekordfahrt (Video):
Damit ist der kleine 1er zumindest auf unserem Radar der bei weitem stärkste Diesel-BMW, der durch die Weltgegend nagelt. Angejahrt ist der Bangle-Bengel noch dazu: Laut Kilometerzähler hat der rüstige Rentner schon über 330.000 km hinter sich. Ein Beleg mehr, dass Alter nicht vor Torheit schützt.











