Produkt-Vergleichstest

Autobatterie-Ladegeräte im Test: Zwei sind richtig gut

Alterung und Kälte können Autobatterien im Winter ordentlich zusetzen. Dann hauchen ihnen Batterie-Ladegeräte neues Leben ein. Wir haben acht preisgünstige Ladegeräte fürs Auto gründlich getestet!

(1/15)
Die Collage zeigt einen Tester an den geöffneten Motorhaube. Rechts im Bild: Alle Prdoukte aus dem Testfeld.
Speziell ältere Autobatterien gehen im Winter schnell mal in die Knie. Batterie-Ladegeräte können ihnen wieder auf die Sprünge helfen. Wir haben beliebte Geräte getestet! Foto: AUTO ZEITUNG
Das AEG Automotive 97024 Mikroprozessor-Ladegerät LT 10 in der Hand eines Testers.
So sehen Testsieger aus: Das AEG-Ladegerät weiß in unserem Test durch Schnelligkeit und intelligentes Lademanagement zu überzeugen. Foto: AUTO ZEITUNG
Das Bosch C40-Li Batterieladegerät in der Hand eines Testers.
Ebenfalls eine Empfehlung wert: Das Bosch C40-Li Batterieladegerät erkennt die Art der Batterie und passt selbstständig Ladespannung und -leistung an. Foto: AUTO ZEITUNG
Das Noco Genius 5 in der Hand eines Testers.
Mit Abmessungen von11,7 x 7,4x 4,9 cm ist das Noco Genius 5-Batterieladegerät extrem leicht und handlich. Foto: AUTO ZEITUNG
Das CTEK MXS 5.0 Batterieladegerät  in der Hand eines Testers.in der Hand eines Testers.
Das CTEK MXS 5.0 Batterieladegerät hinterlässt ebenfalls einen erstklassigen Eindruck in unserem Test. Leuchtdioden informieren über jeden einzelnen Ladeschritt im achtstufigen Ladeprozess. Foto: AUTO ZEITUNG
Das CTEK MXS 5.0 Batterieladegerät in der Hand eines Testers.
Auch die bereits „totgeglaubte“, weil tiefenentladene 45-Ah-Autobatterie kriegt das Ladegerät aus Schweden wieder hin. Allerdings braucht es dazu so viel Zeit wie kein anderes Ladegerät im Test. Foto: AUTO ZEITUNG
Das Einhell Batterie-Ladegerät CE-BC 4 M in der Hand eines Testers.
Dass gute Lade-Performance nicht teuer sein muss, zeigt das Einhell-Batterie-Ladegerät CE-BC 4 M als Preis-Leistungs-Sieger. Auch seine Bedienung ist angenehm selbsterklärend. So soll es sein! Foto: AUTO ZEITUNG
Das ADAC Batterie-Ladegerät  M12716 in der Hand eines Testers.
Nicht sonderlich hochwertig verarbeitet, aber es tut, was es soll. Das ADAC Batterie-Ladegerät M12716 gibt sich in den Kerndisziplinen unseres Tests keine Blöße, ist beim Laden allerdings nicht das Schnellste. Foto: AUTO ZEITUNG
Nexpeak 1-20A Autobatterie-Ladegerät in der Hand eines Testers.
Bietet auf den ersten Blick eine Reihe von Funktionen und sieht nach Hightech aus, ist aber aufgrund seines Lüfters überraschend laut: Das Nexpeak 1-20A Autobatterie-Ladegerät weiß in unserem Test leider nur bedingt zu überzeugen. Foto: AUTO ZEITUNG
Das
Allerdings weiß seine übersichtliche Digitalanzeige auf dem großen Display durchaus zu gefallen. Foto: AUTO ZEITUNG
Das Nexpeak 1-20A Autobatterie-Ladegerät in der Hand eines Testers.
Clever gelöst: Ein Kabelfach an der Rückseite de Nexpeak 1-20A Autobatterie-Ladegerät nimmt Netz- und Klemmenkabel diskret auf. Foto: AUTO ZEITUNG
Das Hausprofi Kfz-Batterieladegerät in der Hand eines Testers,
Leider nur auf den ersten Blick hochwertig wirkt das Hausprofi Kfz-Batterieladegerät. Die Krokodilklemmen sind sehr rutschig und liegen nicht gut in der Hand. Zu allem Überfluss riecht es recht unangenehm nach Plastik. Foto: AUTO ZEITUNG
Eine Testbatterie ist an den Testwagen angeschlossen.
Voll verkabelt: Die altersschwache 95-Ah-Batterie, die als Testobjekt herhalten muss, ist an einen älteren VW Polo angeschlossen, der uns als Testfahrzeug dient. Wenn er sich am Ende der Prozedur problemlos starten lässt, hat das Ladegerät seinen Job gut gemacht. Foto: AUTO ZEITUNG
Ein Tester vor der geöffneten Motorhaube eines VW Polo.
Volles Testprogramm: In insgesamt vier Hauptkategorien mussten sich die Probanden aus unserem Ladegeräte-Test stellen. Foto: AUTO ZEITUNG
Ein Stecker steckt in einem Strommessgerät.
Ohne Messen geht es nicht: Auch die Erhebung von Ladeleistung und Stromverbrauch gehört zu unserem Test dazu. Foto: AUTO ZEITUNG

Vor allem der Winter setzt Autobatterien stark zu. Laut ADAC-Statistik hängt fast jeder zweite Panne, zu der die Pannenhelfer:innen des Clubs gerufen werden, mit Batterieproblemen zusammen. Neben Kälte machen Kurzstreckenfahrten und längere Standzeiten 12-V-Batterien von Pkw, Transportern und Wohnmobilen mächtig zu schaffen.

Abhilfe versprechen Autobatterie-Ladegeräte. Sie sind heutzutage echte Alleskönner. Denn sie können mehr als „nur“ altersschwache Batterien wieder aufzuladen. Sie erkennen meist auch automatisch, welche Art von Autobatterie (Blei-Säure, AGM oder Lithium-Ionen-Batterie) mit neuer Energie versorgt werden muss. Zudem messen sie die Außentemperatur, erfassen den Zustand der Starterbatterie und passen die Ladeleistung, Ladespannung und -dauer den Bedingungen an. Gute Ladegeräte sind zudem in der Lage, auch Batterien von Autos mit längeren Standzeiten dauerhaft am Strom und per Erhaltungsladung fit zu halten.

Solche Batterie-Ladegeräte fürs Auto gibt es im Internet oft schon für unter 50 Euro zu kaufen. Doch halten Ladegeräte aus dem günstigen Preissegment, was sich Autobesitzer:innen von ihnen erhoffen? Wir wollten es genau wissen und haben acht beliebte Ladegeräte unter praxisnahen Bedingungen getestet.

Die getesteten Autobatterie-Ladegeräte in der Übersicht

Testsieger
1
AEG Mikroprozessor Batterieladegerät LT 10, 10A für 12/24V-Autobatterien, neunstufig, intelligente Ladefunktion
AEG Mikroprozessor Batterieladegerät LT 10, 10A für 12/24V-Autobatterien, neunstufig, intelligente Ladefunktion
Sehr empfehlenswert
2
Bosch C40-Li Batterieladegerät, 5 Ampere, mit Erhaltungsladungs-Funktion - Autobatterie-Ladegerät für 6 V / 12 V
Bosch C40-Li Batterieladegerät, 5 Ampere, mit Erhaltungsladungs-Funktion - Autobatterie-Ladegerät für 6 V / 12 V
Sehr empfehlenswert
3
NOCO GENIUS5: 5A 6V/12V Intelligentes Batterieladegerät
NOCO GENIUS5: 5A 6V/12V Intelligentes Batterieladegerät
Sehr empfehlenswert
4
CTEK MXS 5.0, Batterieladegerät 12V, Temperaturkompensation, intelligentes Ladegerät
CTEK MXS 5.0, Batterieladegerät 12V, Temperaturkompensation, intelligentes Ladegerät
Preis-Leistungs-Sieger
5
Einhell Batterie-Ladegerät CE-BC 10 M (intelligentes Batterieladegerät mit Mikroprozessor für verschiedenste Batterietypen)
Einhell Batterie-Ladegerät CE-BC 10 M (intelligentes Batterieladegerät mit Mikroprozessor für verschiedenste Batterietypen)
 
6
ADAC Batterie-Ladegerät M12716
ADAC Batterie-Ladegerät M12716
 
7
NEXPEAK 1-20A Autobatterie Ladegerät, Erhaltungsladegerät, intelligentes Batterieladegerät mit einstellbarem Strom für Auto, LKW, Rasenmäher, Boot
NEXPEAK 1-20A Autobatterie Ladegerät, Erhaltungsladegerät, intelligentes Batterieladegerät mit einstellbarem Strom für Auto, LKW, Rasenmäher, Boot
 
8
Autobatterie Ladegerät 12V 6A, HAUSPROFI KfZ-Batterieladegerät mit Reparaturfunktion
Autobatterie Ladegerät 12V 6A, HAUSPROFI KfZ-Batterieladegerät mit Reparaturfunktion
Unsere Bewertung
3,4/5
Unsere Bewertung
3,3/5
Unsere Bewertung
2,8/5
Unsere Bewertung
2,7/5
Unsere Bewertung
2,6/5
Unsere Bewertung
2,6/5
Unsere Bewertung
2,3/5
Unsere Bewertung
1,6/5

Testsieger: AEG Automotive 97024 Mikroprozessor-Ladegerät LT 10

Das 97024 Mikroprozessor-Ladegerät LT 10 von AEG Automotive arbeitet so intelligent wie es der Hightech-Name vermuten lässt. Sein Mikroprozessor sorgt dafür, dass wichtige Ladeparameter wie Ladespannung und Ladestrom automatisch erkannt und optimal dosiert werden. Benutzer:innen müssen sich lediglich zwischen 12- und 24-V-Ladespannung entscheiden. Entspricht dies nicht dem gemessenen Wert, gibt es einen entsprechenden Hinweis im auch nachts gut ablesbaren LED-Display. Den Rest regelt der integrierte Prozessor und passt die Ladeleistung in drei Stufen dem Ladezustand und der Außentemperatur an.

Soweit die Theorie, die von unserem Praxistest bestätigt wird: Die zur Hälfte entladene Testbatterie kriegt das Ladegerät von AEG in unter einer Stunde, nämlich genau 55 min, zurück auf volle Kapazität. Auch alle anderen Testdisziplinen (s.u.: Abschnitt „So haben wir getestet“) meistert das AEG-Gerät mit Bravour und im Stile eines Klassenbesten. Mit Klemmenkabeln von 185 cm Länge (Bestwert im Test) sind auch Batterien erreichbar, die an eher unzugänglichen Stellen im Motorraum eingebaut sind.

In Sachen Sicherheit lässt das AEG-Gerät ebenfalls nichts anbrennen: Fällt eine Klemme von der Batterie ab, schlägt es optisch und per Warnton Alarm. Lediglich, dass es ohne Hülle oder Case aus dem Karton kommt, bietet Anlass zur Kritik. Der Testsieg ist dem AEG-Ladegerät, das unterm Strich nur ganz knapp an der Note „Sehr gut“ vorbeischrammt, damit jedoch nicht zu nehmen.

Sehr empfehlenswert: Bosch C40-Li-Batterie-Ladegerät

Einen ähnlich guten Eindruck im Test hinterlässt das C40-Li-Batterie-Ladegerät von Bosch, das per Befestigungshaken in die Motorhaube einhängt werden kann. Dank eingebautem Prozessor unterscheidet es von sich aus zwischen Auto (12 V)- und Motorroller- oder Oldtimer-Batterien, die mit sechs Volt Spannung arbeiten. Auch AGM-Batterien (alle Batterietypen in unserem Kaufratgeber), die vor allem bei Autos mit Start-Stopp-Funktion zum Einsatz kommen, erkennt es zuverlässig.

Wie der Testsieger von AEG verfügt auch das Bosch-Gerät über einen Regenerationsmodus, bei anderen Herstellern auch „Rettungsmodus“ genannt. Per Impulsladung können dann bereits totgeglaubte, weil tiefenentladene Starterbatterien mit einer Restspannung von unter 1,5 V bei sehr niedriger Stromstärke über längere Zeit geladen und so zu neuem Leben erweckt werden. Was das Bosch-Ladegerät als eines von nur wenigen Probanden in der entsprechenden Sonderprüfung in unserem Test auch tatsächlich schafft. Dass es dabei mit maximal fünf Ampere zu Werke geht und mit 1:45 h eher durchschnittlich lange braucht, um die Testbatterie aufzuladen, fällt dabei kaum ins Gewicht. Gibt unterm Strich die Note „Gut“ und unser Siegel „Sehr empfehlenswert“.

Sehr empfehlenswert: Noco Genius 5

Ebenfalls mit dem Siegel „Sehr empfehlenswert“ sowie der Note „Befriedigend“ geht der Noco Genius 5 aus unserem Test hervor. Seine Aufgabe erledigt das Gerät des US-Herstellers mit maximal fünf Ampere. Entsprechend fix (Ladezeit 0:55 h) geht das Wiederaufladen der Testbatterie über die Bühne.

Nur Kommunikation ist seine Sache nicht: Über die vier Dioden im Display lässt sich zwar der Ladevorgang als solcher gut verfolgen, über Details schweigt sich das Gerät jedoch aus. Es bietet zwar viele Funktionen, aber wenig Erklärungen. Also nichts für Menschen, die sich gerne in komplexe Bedienungsanleitungen einlesen.

Die Inbetriebnahme und Steuerung sind dagegen erfreulich simpel: Sie funktionieren über nur einen einzigen Knopf. Weitere Pluspunkte verdienen die mitgelieferte Montagehalterung mit Riemen und die Tatsache, dass das leistungsstarke Gerät mit Abmessungen von 11,7x7,4x4,9 cm (L/B/H) so klein und handlich ist, dass es in jede Handfläche passt.

Ergebnisse der Top-3 (Tabelle)

Produkt (Punkte max.)

AEG Automotive 97024 Mikroprozessor-Ladegerät LT 10

Bosch C40-Li-Batterie-Ladegerät

Noco Genius 5

Funktionalität (50)

40

38

41

Qualität (20)

19

18

14

Sicherheit (20)

15

14

12

Nachhaltigkeit (10)

8

9

6

Gesamtpunkte (100)

82

79

73

Bewertung

Gut

Gut

Befriedigend

Prädikat

Testsieger

Sehr empfehlenswert

Sehr empfehlenswert

Sehr empfehlenswert: CTEK MXS 5.0 Batterie-Ladegerät

Mit einem Betriebsbereich, der bis zu -20 °C reicht, macht das viertplatzierte Batterie-Ladegerät MXS 5.0 des schwedischen Herstellers CTEK seiner nordischen Herkunft alle Ehre. Als vollautomatisches Acht-Phasen-Ladegerät hinterlässt es in unserem Test einen erstklassigen Eindruck. Der automatisch zugewiesene Ladestrom variiert zwischen 0,8 und fünf Ampere. Das Gerät eignet sich für eine große Bandbreite von 12-V-Batterien mit einem Kapazitätsspektrum zwischen 1,2 und 110 Ah. Ist Vollladung erreicht, wird der Übergang in den Energiesparmodus durch Blinken der Netzanzeige signalisiert.

Auch das Entsulfatieren und die Rekonditionierung von totgeglaubten Bleisäure-Batterien funktionieren in der Praxis gut. Dabei geht das CTEK-Gerät jedoch mit skandinavischer Coolness vor. Ladezeiten von mehr als 20 h für Standard-Autobatterien sind laut Betriebsanleitung normal. Auch fürs Laden unserer 95-Ah-Testbatterie braucht das CTEK-Gerät am längsten von allen Kandidaten im Test. Dafür ist jeder einzelne Schritt (Ladephase) dank der mehrstufigen Leuchtdioden und präziser Beschreibung in der Bedienungsanleitung gut nachvollziehbar.

Preis-Leistungs-Sieger: Einhell Batterie-Ladegerät CE-BC 10 M

Mit maximal 10 Ampere Ladestrom braucht das handliche Batterie-Ladegerät CE-BC 10 M von Einhell etwas unter zwei Stunden, um unsere Testbatterie voll aufzuladen. Das vom TÜV auf Sicherheit geprüfte Ladegeräte ermöglicht „Plug & Play“ im besten Sinne des Wortes. Benutzer:innen haben bei der Bedienung leichtes Spiel. Die Krokodilklemmen packen fest und sicher zu. Eine Aufhängöse erleichtert die Befestigung im Motorraum. Das Gerät hängt daran gut und sicher, auch dank seines recht geringen Gewichts von rund 700 g. Ebenfalls clever und alles andere als selbstverständlich, erst recht bei einem Preis von unter 60 Euro: Das Benutzerhandbuch ist auch bei Amazon und anderen Händlern als PDF zum freien Download hinterlegt. Vorbildlich!

Preis-Leistungs-Sieger
Einhell Batterie-Ladegerät CE-BC 10 M (intelligentes Batterieladegerät mit Mikroprozessor für verschiedenste Batterietypen)
Einhell Batterie-Ladegerät CE-BC 10 M (intelligentes Batterieladegerät mit Mikroprozessor für verschiedenste Batterietypen)
Unsere Bewertung:
2,6/5

Weitere Autobatterie-Ladegeräte im Test

ADAC-Batterie-Ladegerät M 12716

Einfach verarbeitet, aber leicht bedienbar und zuverlässig, wenn man es denn per Knopfdruck aktiviert hat. So lassen sich Funktionsumfang und Wirkungsweise des gelben Gebrüder-Mannesmann-Ladegeräts zusammenfassen, das unter ADAC-Label vermarktet wird. In allen Disziplinen tut es, was es soll, ohne die Benutzer:innen dabei mit zu viel Zusatzinfos zu überfordern. 12-V-Autobatterien laden bei maximal vier Ampere in vertretbaren 2:20 h in unserem Test-Szenario, 6-V-Batterien mit maximal zwei Ampere. Auch die Revitalisierung der tiefenentladenen Testbatterie gelingt. Allerdings wird das Gerät dabei recht warm. Lohn der soliden Performance: die Note „Befriedigend“.

Ergebnisse der Plätze 4 bis 6 (Tabelle)

Produkt (Punkte max.)

CTEK MXS 5.0 Batterieladegerät

Einhell Batterie-Ladegerät CE-BC 10

ADAC Batterie-Ladegerät M 12716

Funktionalität (50)

35

30

28

Qualität (20)

17

17

17

Sicherheit (20)

11

16

16

Nachhaltigkeit (10)

8

7

8

Gesamtpunkte (100)

71

70

69

Bewertung

Befriedigend

Befriedigend

Befriedigend

Prädikat

Sehr empfehlenswert

Preis-Leistungs-Sieger

Nexpeak 1-20A Autobatterie-Ladegerät

Das klobige Autobatterie-Ladegerät von Nexpeak ist nichts für geräuschempfindliche Naturen: Schon beim ersten Einschalten des kastenförmigen Geräts, das 1050 g wiegt, springt der Lüfter lautstark an. Das mag technisch seine Berechtigung haben, wirkt aber zunächst wenig vertrauenerweckend. Wenigstens die Klemmen packen kräftig zu. Besonderer Wert wird herstellerseitig auf die elektronisch gesteuerte Erhaltungsladefunktion gelegt. Der Ladestrom ist individuell einstellbar zwischen einem (Standard) und 20 A, was nach Startproblemen infolge einer Batteriepanne sehr schnelles Laden ermöglicht (50 min in unserem Test). Eine falsche Polung wird zuverlässig erkannt, „Reverse Connection“ erscheint dann im Display. Dass das Gerät nur Englisch „spricht“, ist allerdings gewöhnungsbedürftig.

Hausprofi Kfz-Batterie-Ladegerät

Auf dem Papier bringt das Kfz-Batterie-Ladegerät von Hausprofi alles mit, was man zum Laden einer streikenden Autobatterie braucht: vier Lademodi, ein Mikroprozessor, der die Stromstärke der Umgebungstemperatur anpasst, sowie ein LED-Display, Überhitzungs- und Verpolungsschutz.

In der Praxis gestaltet sich das Laden dann aber eher problematisch. Die Krokodilklemmen sind recht klein. Der recht streng nach billigem Plastik riechende Kunststoff, aus dem ihre Ummantelung gefertigt ist, fühlt sich spröde und rutschig an. Vor allem aber fallen die Klemmenkabel mit knapp 60 cm viel zu kurz aus, um sie vernünftig an den Polen der eingebauten Autobatterie befestigen zu können. So viel Sparsamkeit am falschen Ende reicht gerade mal zu einem „Ausreichend“ und dem letzten Platz in unserem Test.

Ergebnisse der Plätze 7 und 8 (Tabelle)

Produkt (Punkte max.)

Nexpeak 1-20A Autobatterie-Ladegerät

Hausprofi Kfz-Batterieladegerät

Funktionalität (50)

23

26

Qualität (20)

15

9

Sicherheit (20)

19

15

Nachhaltigkeit (10)

7

6

Gesamtpunkte (100)

64

56

Bewertung

Befriedigend

Ausreichend

So haben wir getestet

Eine Testbatterie ist an den Testwagen angeschlossen.
Foto: AUTO ZEITUNG

Nach Erhalt der im Internet bestellten Testgeräte wurden diese – wie bei allen Produkttests der AUTO ZEITUNG üblich – vermessen, gewogen, auf ihren Lieferumfang überprüft. Um verlässliche Aussagen über die „Qualität“ der getesteten Produkte zu gewinnen, wurde die Länge des Stromkabels, das dem Anschluss des Ladegeräts an die 230-V-Haushaltssteckdose dient, genauso gemessen wie die Länge der Klemmenkabel zum Anschluss an die Autobatterie. Zudem wurde die Beschaffenheit und der feste Sitz der Krokodilklemmen an den Polen der 12-V-Starterbatterie geprüft.

Dann wurde die Testbatterie in einem älteren VW Polo, der uns als Testfahrzeug diente, durch Einschalten aller verfügbaren elektrischen Verbraucher im (Zündung, Abblendlicht, Innenbeleuchtung, Lüftung) in kontrollierter Weise so weit entleert, dass das Starten so gerade noch möglich war, wenn auch mit etwas “Orgeln“. Um möglichst vergleichbare Testbedingungen sicherzustellen, wurde die Ausgangspannung der Starterbatterie im Bereich von 12,2 V gehalten, was von uns per Multimeter im Testbetrieb fortlaufend überwacht wurde. Der Ladestand der altersschwachen Batterie mit 95 Ah Kapazität, die uns als Testobjekt diente, wurde vor jedem Testlauf auf 50 Prozent ihrer Kapazität gebracht.

Danach mussten die Probanden insgesamt vier Hauptkategorien unseres Produkttests zeigen, was in ihnen steckt. Insgesamt gab es maximal 100 Punkte zu erreichen. Ein wichtiges Kriterium in der Kategorie „Funktionalität“ war beispielsweise die Zeit, die benötigt wird, um die Testbatterie so weit aufzuladen, dass sie den Testwagen wieder problemlos starten konnte. An einer weiteren, bereits tiefentladenen (sulfatierten) 45-Ah-Starterbatterie, deren Restspannung unter 2,0 V lag, mussten die Ladegeräte aus unserem Testfeld ihr Können im Regenationsmodus unter Beweis stellen und konnten so im Erfolgsfall wertvolle Extrapunkte holen.

Da man im Umgang mit Elektrizität im Auto nicht vorsichtig genug sein kann, kam der Verständlichkeit der Bedienungsanleitung sowie dem Vorhandensein von Schutzvorrichtungen wie Verpolungs-, Überhitzungs- und Überspannungsschutz, die in der Kategorie „Sicherheit“ zusammengefasst wurden, zentrale Bedeutung zu.

Welches Autobatterie-Ladegerät ist (für wen) das beste?

Qualitätsbewusste und Privat-Fuhrpark-Besitzer:innen fahren mit den von uns getesteten Autobatterie-Ladegeräten etablierter Elektrohersteller am besten. So landen mit dem Testsieger von AEG und dem zweitplatzierten Bosch-Ladegerät Vertreter etablierter Hausgeräte-Marken ganz vorne in unserem Test. Sie überzeugen durch Vielseitigkeit, hochwertige Verarbeitung, ausgeklügelte Sicherheitsvorrichtungen und maximale Transparenz des Ladevorgangs. Allerdings liegen die beiden mit „Gut“ bewerteten Ladegeräte auch am oberen Ende der Preisskala aller getesteten Geräte, bleiben aber mit unter 100 Euro noch erschwinglich.

Wintercamping-Fans treffen mit dem CTEK-Ladegerät eine gute Wahl. Und das nicht nur, weil der Hersteller mit „Qualität aus Schweden“ wirbt. Mit bis zu -20 °C arbeitet das CTEK-Gerät in einem Temperaturfenster, das auch tiefkalten Nächte den Schrecken nimmt. Außerdem gibt es satte fünf Jahre Garantie, so viel wie bei keinem anderen Gerät aus unserem Test. Stichwort Zeit: Davon muss man beim schwedischen Qualitätsprodukt auch beim Laden eine Menge mitbringen. Die besonders nachhaltige Ladeleistung wird mit der längsten Ladedauer von allen Geräten im Test erkauft.

Preisbewusste: Dass viel Ladeleistung nicht teuer sein muss, zeigt beispielhaft der Preis-Leistungs-Sieger von Einhell. Für unter 55 Euro beherrscht er alle wichtigen Grundfunktionen. Unsere präparierte Testbatterie hat er in weniger als zwei Stunden zu neuem Leben erweckt. Wer lediglich für den nächsten Wintereinbruch gerüstet sein will, ist mit Geräten wie diesem oder dem besonders benutzungssicheren, aber aufs Wesentliche reduzierte Batterie-Ladegerät M12716, das unter ADAC-Label vermarktet wird, bereits gut bedient.

Darüber hinaus kommt es auch stark auf das im Auto installierte Batteriemodell an. Optimal ist es laut Herstellern und Werkstatt-Expert:innen, ein Ladegerät zu wählen, das mit einem maximalen Ladestrom von 1/10 der Kapazität der zu ladenden Autobatterie arbeitet (Faustformel). Das heißt: Eine Batterie mit 60 Ah Ladekapazität wird am besten mit einer Stromstärke von maximal sechs Amper geladen.

FAQ: Die wichtigsten Fragen und Antworten zu Autobatterie-Ladegeräten

Dass eine Starterbatterie (so die richtige finden) nicht mehr zu gebrauchen ist, merkt man oft erst daran, dass das Auto nach der ersten kalten Nacht des Jahres morgens nicht mehr anspringt. Auch Strom-Messgeräte (Multimeter) können dabei helfen, eine schwache Starterbatterie zu erkennen. Wie „voll“ eine ältere Batterie ist, lässt sich jedoch leider nicht allein durch die Messung der Ruhespannung feststellen. Diese liefert lediglich eine Aussage über den aktuellen Ladezustand der Batterie.

Weitere wichtige Faktoren beim Laden einer Autobatterie:

  • Kapazität (Ah): Je mehr Amperestunden (Ah) eine Batterie hat, desto länger dauert das Laden. 

  • Ladestrom (A): Ein höherer Strom (A) verkürzt die Ladezeit, aber mittelfristig auch die Lebensdauer der Batterie.

  •  Ladezustand: Eine komplett leere Batterie braucht deutlich länger zum Laden als eine nur teilweise entladene.

Eine Autobatterie lädt am Ladegerät je nach Kapazität (Ah) und Ladestrom (A) zwischen wenigen Stunden (schnell) und mehr als zehn Stunden (langsam). Typischerweise dauert das Laden einer nicht mehr startfähigen Autobatterie vier bis zwölf Stunden. Wobei moderne Ladegeräte wie die aus unserem Test meist automatisch abschalten oder in den Erhaltungslademodus wechseln (siehe unten), wenn der Energiespeicher wieder voll ist. So oder so ist Geduld gefragt: Bei einer 50-Ah-Batterie kann die Ladung mit 10 A somit etwa fünf Stunden, mit 2 A aber auch 24 Stunden dauern.

Beim Laden einer Autobatterie mithilfe eines Ladegeräts gilt im Prinzip dasselbe wie bei der Starthilfe (so funktioniert sie) über die Spenderbatterie eines Fremdfahrzeugs oder per Starthilfe-Powerbanks (die besten in unserem Test). Die Faustregel lautet: Erst Plus, dann Minus.

 Am besten geht man also in folgender Reihenfolgevor, um ein Ladegerät sicher an die Autobatterie anzuschließen.

  • Das Fahrzeug ausschalten, sofern der Motor noch läuft.

  • Das rote Kabel an den Pluspol (+) der Batterie anschließen.

  • Danach das schwarze Kabel an den Minuspol (-) oder einen blanken Massepunkt im Fahrzeug befestigen.

  • Erst dann das Ladegerät an die Steckdose anschließen.

  • Beim Abklemmen wird die Reihenfolge umgekehrt: Erst das Ladegerät vom Stromnetz trennen, dann die Kabel abnehmen (erst schwarz, dann rot).

Im Fahrbetrieb sorgt die Lichtmaschine des Autos für Energiezufuhr an die 12-V-Batterie. Auf Kurzstreckenfahrten wird die Batterie jedoch oft nicht vollständig aufgeladen. Regelmäßiges Nachladen (etwa in der Garage) kann verhindern, dass das Auto beim Starten streikt. Voraussetzung dafür ist, dass das Ladegerät auch über eine Erhaltungsladefunktion verfügt. Das ist bei fast allen Geräten aus unserem Test der Fall.

Durch sie stellen moderne Autobatterie-Ladegeräte auch dann konstante Stromversorgung sicher, wenn die Batterie ausgebaut ist oder das Auto längere Zeit nicht bewegt wird. Das ist immer dann wichtig, wenn Fahrzeuge wie Cabrios oder Wohnmobile mit Saisonkennzeichen (was man bei der Beantragung beachten muss) außerhalb der Saison in den „Winterschlaf“ geschickt werden. Was man beim Überwintern von Wohnmobilen beachten muss, haben wir hier zusammengefasst.

Fazit

Auf die Dauer hilft nur (Batterie-)Power! Nach dieser Devise gehen die allermeisten Ladegeräte aus unserem Test zu Werke. Fast alle helfen streikenden Autobatterien zuverlässig und ohne Zicken auf die Sprünge. Doch spätestens bei den Zusatzfunktionen trennt sich die Spreu vom Weizen. Echte Powertypen wie der Testsieger von AEG beherrschen auch schwierige Disziplinen wie die Erhaltungsladung oder das Wiederbeleben bereits totgeglaubter Autobatterien auf die sanfte Tour. Aussagekräftige Anzeigen auf dem Display informieren hier über den aktuellen Lade-Status. Andere, wie das Gerät von NOCO, sind bei der Bedienung ein Selbstläufer. Ein genauer Blick auf Funktionsumfang und Leistungsdaten der Geräte aus unserem Test lohnt sich also, um das individuell passende Gerät zu finden.