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Audi RS 4 Limo 2.0: Philipp Kaess' Comeback mit 1500 PS

Dieses Auto stieg wie ein Phönix aus der Kohlefaser-Asche empor: Nach einem Brand im Jahre 2019 hat Philipp Kaess die Audi RS 4 Limo 2.0 mit 1500 PS stärker denn je wiederaufgebaut.

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Die Audi RS 4 Limo 2.0 stehend von schräg vorne
Die Audi RS 4 Limo von Philipp Kaess ist auferstanden. Und sie ist noch stärker und leichter als jemals zuvor. Foto: Youtube/Philipp Kaess
Die Audi RS 4 Limo 2.0 stehend von hinten
1500 PS (1103 kW) treffen auf gut 1200 kg schweren Sleeper-Wahnsinn. Foto: Youtube/Philipp Kaess
Die Audi RS 4 Limo 2.0 fahrend von vorne
Noch hat Kaess keine Prüfstands- oder Beschleunigungslauf-Videos gezeigt. Hier erwarten wir noch Großes. Foto: Youtube/Philipp Kaess
Das Cockpit der Audi RS 4 Limo 2.0
Trotz Überrollkäfigs und zahlreicher Motorsport-Instrumente vermittelt der Innenraum noch immer einen seriennahen Touch. Foto: Youtube/Philipp Kaess
Der Innenraum der Audi RS 4 Limo 2.0
Vorne sitzt man auf Recaro-Podiums-Schalen, hinten gar nicht mehr. Foto: Youtube/Philipp Kaess
Der Motor der Audi RS 4 Limo 2.0
Das größtenteils selbst entwickelte Wunderwerk basiert noch immer auf dem aufgeladenen Serien-V6. Foto: Youtube/Philipp Kaess

Die Audi RS 4 Limo 2.0 entstand auch mithilfe von JP Kraemer

Das größte Comeback des Jahres 2025 geht zwar an Oasis, aber die Audi RS 4 Limo 2.0 ist nicht weit davon entfernt. 2019 war eines der berühmtesten Tuning-Projekte Deutschlands einem Brand zum Opfer gefallen, nachdem sich überhitztes Öl am Unterboden entflammt hatte. Geradezu symbolisch postete Erbauer Philipp Kaess ein Foto der stark angekokelten Kennzeichen – eines der wenigen Überbleibsel des Autos. Die tragische Geschichte erzählen wir hier.

Doch weil die Verbindung zwischen Kaess und seiner werksseitig nie gebauten RS 4 Limousine offenbar stärker war als der Hitzetod, baute der Hannoveraner sein Auto in den nächsten Jahren völlig neu auf. Übrigens auch mit der Hilfe von JP Kraemer, der seinerzeit eine Spendenkampagne für den Über-Audi ins Leben rief und damit mehr als 100.000 Euro einsammelte.

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1500 PS treffen auf gut 1200 kg Gewicht

Obwohl schon das Erstlingswerk mit 1300 PS (956 kW) in feinster Sleeper-Montur beispiellos ins Nonplusultra eskalierte, fand Kaess noch immer Verbesserungspotenzial. So verfügt die Audi RS 4 Limo 2.0 über eine raue Menge an Kohlefaser-Karosserieteilen von Türen über Hauben, Dach und Kotflügeln. Eigens für den Audi steuerte H&R ein Custom-Gewindefahrwerk bei, das mittels Alu-Bauteilen gewichtsoptimiert wurde.

Unter der Motorhaube geht der Gewichtswahn natürlich weiter, wie schon die carbonifizierte Ansaugbrücke aus einem Nissan GT-R verdeutlicht. Darunter werkelt aber noch immer der V6, der den RS 4 serienmäßig mit 381 PS (280 kW) versorgt. Nur, dass er jetzt knapp die vierfache Leistung, nämlich rund 1500 PS (1103 kW) hervorbringt. Was auch beim fünften Lesen schier unglaublich klingt, macht ein Hochleistungscocktail aus Zutaten wie einer speziellen Kurbelwelle, die den Hubraum von 2,7 auf drei Liter erhöht, selbstverständlich größere Turbos sowie selbst entwickelter Bauteile wie einer Trockensumpfschmierung oder einer Titan-Abgasanlage möglich.

Verzicht is' nicht: Audi-Cockpit verhältnismäßig seriennah

Die Leistungsexplosion fällt auch deshalb ins Gewicht, weil selbiges auf gut 1200 kg gedrückt werden konnte. Zum Vergleich: Das Serienpendant schleppt 400 kg mehr mit sich herum. Die RS 4 Limo 2.0 verzichtet zwar auf eine Rückbank und ein Radio, hat dafür aber einen Überrollkäfig an Bord und selbstverständlich auch noch den Allradantrieb, der Beschleunigungszeiten von deutlich unter drei Sekunden auf 100 km/h ermöglichen dürfte. Der schwerere wie schwächere Vorgänger brauchte seinerzeit schon kaum mehr als zehn Sekunden für 250 km/h. Aus dem Stand, versteht sich.

Die Audi RS 4 Limo 2.0 stehend von hinten
Foto: Youtube/Philipp Kaess

Der Innenraum von 2.0 sieht dabei nur bedingt aus wie ein asketisches Renncockpit. Das beflockte Armaturenbrett ist in weiten Teilen noch immer vorhanden, ebenso wie die Türpappen. Die Mittelkonsole ist ebenfalls noch wiederzuerkennen, auch wenn sie nun verschiedene Motorsteuerungen zusammenfasst, anstatt das Radio zu beherbergen. Der Rest der Bedienung erfolgt über das ultragriffig aussehende Multifunktionslenkrad, dahinter ist ein digitales Fahrerdisplay eingefasst. Die besten Plätze für das zweitbeste Comeback des Jahres? Natürlich die Recaro-Podium-Rennsitze.