Audi Al2 Open End: Der A2 als spaßiges Pick-up-Cabrio
Umweltschutz, Parkplatznot, Finanzsorgen: Im Serientrimm ist ein A2 eigentlich immer eine Antwort auf die ernsten Fragen des Lebens gewesen. Dabei hatte Audi sogar mit der Idee eines hochgelegten Pick-up-Cabrios geflirtet, wie der Al2 Open End beweist.
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Der Audi Al2 Open End zeigte, der A2 mehr kann als nur sparsam sein
Bei einer Außenlänge von etwa 3,8 m wundert man sich immer wieder, was da so alles in das Audi-Spaceframe (ASF) des A2 passt. Dass das unter größtmöglichem Ingenieursaufwand geschlüpfte Spritspar-Ei zu noch viel mehr in der Lage war, wusste Audi offenbar schon im Laufe der Entwicklungsphase 1997. Während die Marke auf der IAA den Al2 als konkreten Ausblick auf das künftige Serienmodell in die Frankfurter Messehallen stellte, zeigte der Al2 Open End einen Monat später auf der Tokyo Motor Show, dass dem innovationsgeistigen Kleinwagen im wahrsten Sinne des Wortes keine Grenzen gesetzt waren. Al ist übrigens das chemische Kürzel von Aluminium. Die "2" deutete an, dass es sich um das zweite Alu-Auto nach dem A8 handelte.
Stefan Sielaff und Luc Donckerwolke zeichneten dem zu dieser Zeit bereits weit fortgeschrittenen Design ein verkürztes Dach und radiertem dem Al2 gleichzeitig die Hintertüren weg. Während die Dachholme die Alu-Konstruktion sichtbar machten, spannte sich dazwischen ein dunkles Stoffverdeck. Wer dieses samt Heckklappe entfernte, saß in einem nach oben und hinten luftigen Aufbau, der sich mit dem Umklappen der Rücksitze zu einem Bonsai-Pick-up wandelte. Logisch, dass die Ladefläche ebenfalls mit Alu eingekleidet war.
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Dank Alu- und Kunststoff-Einsatz gerade mal 790 kg schwer
Der 790 kg wiegende Audi Al2 Open End kreierte Leichtigkeit aber nicht nur durch die ASF-Offensive, sondern auch durch den Einsatz von durchsichtigen Kunststoffen. Außen erkennt man das an den nicht optimal gealterten Scheinwerfern, innen findet sich das milchige Material an der Mittelkonsole, am Tacho und sogar am Schaltknauf in Slot-Machine-Optik. Auf den Bildschirm oberhalb der Klimabedienung schien Audi nicht besonders stolz gewesen zu sein: Er ist auf sämtlichen Pressebildern abgedeckt. Schmunzeln kann man über dessen Bedienung via "Enter", "Return" und "Not", die schon damals als Fingerzeig in Richtung der komplizierten Vereinbarkeit von Verkehrs- und Informationsfluss verstanden werden kann. Was es auch nicht in den Serien-A2 schaffte, war der auf der Fahrerseite fortgeführte "Angstgriff".
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Der knuffige Lifestyle-A2 blieb ein einsames Showcar
Nötig war der im A2l eigentlich nicht, denn der Vierzylinder war mit seinen 100 PS (74 kW) beileibe kein Sportmotor. Im Verbund mit der Fünfgang-Schaltung dürften ähnliche Fahrleistungen wie beim 2002 eingeführten 1.6 FSI mit 110 PS (81 kW) zu erwarten gewesen sein. Also knapp zehn Sekunden auf 100 km/h und etwa 200 Spitze. Wenn die im Sinne des Freizeitcharakters etwas höhergelegte Karosserie nicht sogar schon früher die Segel gestrichen hätte. Erfahren werden wir es wohl nie, denn der knuffige Lifestyle-A2 blieb ein einsames Showcar. Mit Hinblick auf den generellen Markterfolg der teuren Alu-Kugel auf den ersten Blick eine vernünftige Entscheidung. Doch wer weiß, wie gut zumindest eine aufgebockte Variante im Rahmen des SUV-Hypes funktioniert hätte?
Fazit
Wie bei so vielen Ideen der Automobilbranche stieß das Pick-up-Cabrio bei einer anderen Marke auf fruchtbaren Boden: Citroën war 2003 mutig genug, um mit dem C3 Pluriel ein sehr ähnliches Konzept in Serie zu bringen. Und selbst der geriet noch günstiger als der gänzlich geschlossene Serien-A2.













