Audi 200 20V Turbo Quattro: Die Oberklasse mit Rallye-Genen

Als die Tage der Rallye-Dominanz des Audi Quattro gezählt waren, wechselte der Allrad-Siegeszug in die Businessclass: Der Audi 200 20V Turbo Quattro vereint Power, Traktion und Langstreckenqualitäten wie kaum ein anderes Auto seiner Ära.

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Der Audi 200 20V Turbo Quattro fahrend von schräg vorne.
Audi 200 20V Turbo Quattro Foto: Wim Woeber

Mit dem Audi 200 20V Turbo Quattro geht es schnell und kultig über die Langstrecke.

Der Audi 200 20V Turbo Quattro fahrend von hinten.
Audi 200 20V Turbo Quattro Foto: Wim Woeber

Die durchgehende Lichtleiste ist heute wieder angesagt.

Der Audi 200 20V Turbo Quattro fahrend von vorne.
Audi 200 20V Turbo Quattro Foto: Wim Woeber

Typisch: Seine Potenz sieht man dem stärksten 200er nicht an.

Der Audi 200 20V Turbo Quattro fahrend seitlich.
Audi 200 20V Turbo Quattro Foto: Wim Woeber

Gut in Form: Dank seiner aerodynamischen Gestaltung gehörte der 200er zu den schnellsten Limousinen der späten 80er.

Das Cockpit des Audi 200 20V Turbo Quattro.
Audi 200 20V Turbo Quattro Foto: Wim Woeber

Die feine Uhrensammlung ist funktional und hochwertig arrangiert.

Die Sitze des Audi 200 20V Turbo Quattro.
Audi 200 20V Turbo Quattro Foto: Wim Woeber

So war das damals: Velourssitze und Rahmen-Kopfstützen im Oberklasse-Dynamiker.

Der Motor des Audi 200 20V Turbo Quattro.
Audi 200 20V Turbo Quattro Foto: Wim Woeber

Dank der 20 Ventile, des Turbos und nicht zuletzt der fünf Zylinder generiert das Audi-Triebwerk 220 lebhafte PS (162 kW).

Audi 200 20V Turbo Quattro: Das Highlight zum Ende der 200-Karriere

Erst zum Ende seiner Karriere hat der Audi 200 so richtig aufgedreht. Wie bereits die erste Generation basierte auch der Typ 44 genannte Audi 200 Nummer zwei (1983 bis 1991) auf dem Audi 100, er war sogar in weiten Teilen baugleich mit dem erfolgreichen damaligen Luftwiderstandsmeister der Baureihe C3. Doch erst 1989 brachte Audi mit dem 200 20V Turbo Quattro eine richtige 220-PS-Granate (162 kW) an den Start, wahlweise auch als Avant. Viele schreckte der damalige Neupreis von mehr als 74.000 Mark ab, doch der letzte und stärkste 200er war sein Geld wert.

Passendes Zubehör für den Klassiker:

Sein aufgeladener Fünfzylinder (Darum ist der Fünfzylinder vom Aussterben bedroht) mit damals noch innovativer Vierventiltechnik sowie geschmiedeten Kolben mit Ölspritzkühlung stammte im Grunde aus dem kurzen Sport Quattro. Für den Einsatz im Audi 200 wurde er aber ziviler abgestimmt mit weniger Überschneidung bei den Ventilsteuerzeiten, was zu einem kultivierteren Lauf führte. Statt der 306 PS (225 kW) im Sport Quattro waren es in der komfortablen, großzügigen Allrad-Limousine 220 PS (162 kW), die den schnellsten 200er auf maximal 245 km/h beschleunigten.

Die Konkurrenten:

Noch schneller lief sonst nur der 200 Quattro, den Audi im Vorfeld 1987 in der nordamerikanischen Trans-Am-Serie eingesetzt hatte. Noch mit Zweiventil-Technik, aber dafür mit einem immensen Ladedruck von 2,8 bar leistete der erste Rundstrecken-Rennwagen mit den vier Ringen nach dem Zweiten Weltkrieg 550 PS (405 kW) und erreichte etwa 300 km/h Höchstgeschwindigkeit.
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Der Audi A6 Avant (2025) im Fahrbericht (Video):

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Video: AUTO ZEITUNG

2,2-l-R5 mit spontanem Antritt & kräftigem Durchzug

Aber zurück zum Serienmodell Audi 200 20V Turbo Quattro: In Kombination mit der recht hohen Verdichtung von 9,3 sprach der 2,2-l-R5 für einen Turbomotor recht spontan an und lieferte kräftigen Durchzug von unten heraus – so wie sich das für eine gediegene Reiselimousine gehört. Gerade einmal 4767 Stück wurden bis 1991 vom 20V gefertigt, entsprechend selten ist der Top-200er zu finden, als kultiger Schrägheckkombi Avant nochmals seltener.

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Bis heute fährt sich ein gut erhaltener Audi 200 fast so problemlos und harmonisch wie ein modernes Auto, wozu auch das ausgewogen abgestimmte Fahrwerk und der Quattro-Antrieb mit selbstsperrendem Torsen-Mittendifferential und manueller Hinterachssperre beitragen. So nach und nach hat in den letzten Jahren auch die Klassikgemeinde den Audi 200 vom Typ 44 entdeckt. Wer einen hat, trennt sich nur ungern von ihm.