Vorstellung

Edel-Audi 100 Avant mit Stance und Mumm: Bald kommt der V8!

Der Audi V8 Avant hat es nie bis in die Audi-Showrooms geschafft. Demnächst wird es aber einen exklusiven Neuaufbau eines schnellen Kombis geben, der wie ein Urahne der Audi RS2 und RS6 daherkommt.

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Audi 5000S Avant, fotografiert von der Seite.
So tief liegt der zu einem Audi 5000S umgebaute 100 Avant nur dank einer Luftfederung. Foto: Marcel Dieske
Audi 5000S Avant, fotografiert von schräg hinten.
Mit dem schrägen Heck wurde der Audi 100 Avant einst zum Vorreiter einer ganzen Generation von Lastern mit Lustfaktor. Foto: Marcel Dieske
Audi 5000S Avant, fotografiert von schräg vorne.
Die gelben Vierfach-Scheinwerfer geben dem umfrisierten Audi 100 Avant einen leicht französischen Touch. Foto: Marcel Dieske
Audi 5000S Avant, fotografiert von der linken Seite.
Das Wimbledon Green stammt von Porsche und gemahnt an eine andere Audi-Ikone mit langem Heck und Porsche-DNA, dem Audi RS2. Foto: Marcel Dieske
Audi 5000S Avant, fotografiert von corne.
Noch steckt unter der Motorhaube ein zahmer Serien-Fünfzylinder mit 136 PS (100 kW). Betonung auf noch. Foto: Marcel Dieske
Audi 5000S Avant, fotografiert von schräg hinten oben.
Marcel Dieske wird dem einstigen 100 Avant bald einen V8 einpflanzen und ihn damit zum exklusiven Audi V8 Avant adeln. Foto: Marcel Dieske
Hinterrad des Audi 5000S Avant, fotografiert von schräg hinten.
Diese Felgen sind definitiv nicht bordsteinfreundlich. Auch der Kontakt der sturz-trunkenen Räder mit dem Radlauf scheint eigentlich unausweichlich. Foto: Marcel Dieske

Der einstige Audi 100 mausert sich langsam aber sicher zum V8 Avant

Wie viele Leben kann ein Audi 100 leben? Nun, wenn man von der C3 genannten Generation spricht, die ab 1985 mit vollverzinkter Karosserie glänzte, sind die genetischen Anlagen für ein langes Leben schon einmal vielversprechend. Und selbst nach einer normalen Lebensspanne kann es für dieses Modell zu einer spontanen Wiedergeburt kommen. Zumindest, wenn es Marcel Dieske in die Hände fällt.

Der Kfz-Mechaniker aus dem Raum Recklinghausen hat nämlich einen Narren am „Typ 44“ gefressen, wie der lange Audi von Fans genannt wird. In einem ersten Schritt hat Dieske einen handelsüblichen 100 Avant mit Scheinwerfern, Stoßfängern und den charakteristischen, durchgängigen Rückleuchten der amerikanischen Ausführung 5000S Avant aufgewertet. Doch das war ihm nicht genug.

Deshalb kam der aufgemöbelte Audi auch in den Genuss größeren Schuhwerks. Die hochglanzpolierten Felgen im Großformat tauchen tief in den Original-Radhäusern unter, weil der begnadete Schrauber dem Audi auch eine Luftfederung spendiert hat. Im Ergebnis verkörpert der europäisierte 5000 S – die gelben Scheinwerfer sorgen für einen leicht französischen Touch – beinahe einen legitimen Ahnen des Audi RS6, der erst seit 2002 angeboten wird. In der Zwischenzeit ist Dieske aber hoffnungslos dem Stance-Kult verfallen. Also mussten in Stage 2 noch größere und stark ausgestellte Räder an den Audi, ergo auch geräumigere Radhäuser.

Audi A6 Avant im Fahrbericht: Video

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Video: AUTO ZEITUNG

Sportliche Audi Kombis mit Porsche-Genen und -Lack

Nach sechs Wochen Schweiß- und Lackierarbeiten steht der schnieke Kombi jetzt noch breitbeiniger da. Wie ein Chamäleon hat er außerdem die Farbe gewechselt. Das Wimbledon Green stammt von Porsche und gemahnt an eine andere Audi-Ikone mit langem Heck und Porsche-DNA, dem Audi RS2. Wer genau hinguckt, entdeckt zudem den Frontspoiler eines Renn-Audi V8, der in den Jahren 1991 und 1992 der DTM-Konkurrenz um die Ohren gefahren ist.

Mit den sturz-trunkenen Reifen im Breitformat und dem Überrollkäfig könnte der 5000S Avant damit auch bei einem Retro-Rennen an den Start gehen. Wenn da nicht der naturbelassene Fünfzylinder mit vergleichsweise zahmen 136 PS (100 kW) unter der Haube stecken würde… Doch wer Marcel Dieske kennt, weiß, dass dieser Benziner nur eine begrenzte Aufenthaltsgenehmigung im Audi Avant hat. Denn der Mechaniker denkt schon an Stage 3.

Im Herbst 2026 wird der Audi somit seinen röchelnden Fünfzylinder-Sound verstummen lassen und stattdessen das Achtzylinder-Gebrabbel des Audi V8 anstimmen. Dann nämlich will Dieske den Achtzylinder aus seinem Spender-V8 in den 5000 Avant verpflanzen. Natürlich nicht, ohne dem 3,6-l-Aggregat nebenbei noch einen Turbolader zu verpassen. Ein konkretes Leistungsziel verfolgt er dabei nicht. „Das muss nur funktionieren und lecker aussehen.“

Exklusiv wird er in jedem Fall sein: Außer einem Einzelstück eines Audi V8 Avant, einst als besonderes Geschenk für Ursula Piëch gebaut, der Ehefrau des damaligen Audi-Chefs Ferdinand Piëch, ist kein weiterer Audi V8 Avant überliefert. Und das Audi-Original setzt im Depot Staub an, während Marcel Dieske bald mit seinem Audi V8 Avant von Stance Car Show zu Stance Car Show tingeln kann.

Quellen