Produkt-Vergleichstest

Akku-Luftpumpen im Test: Starker Preis-Leistungs-Sieger

Akku-Luftpumpen gehören eigentlich in jedes Handschuhfach. Die kleinen kabellosen Druckmacher sind nicht nur praktisch, sondern auch überaus vielseitig, denn viele dienen zugleich als Taschenlampe und Powerbank. Wir haben sie getestet.

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Testerin vor einem Cupra Leon mit Akku-Luftpumpen, fotografiert von der Seite.
Akku-Luftpumpen sind nicht nur praktisch, sondern auch erschwinglich. Wir haben elf Geräte getestet! Foto: Zbigniew Mazar
Akku-Luftpumpe Etenwolf Zephyr S3 im Test
Der Testsieger heißt Etenwolf Zephyr S3 und dürfte den meisten Handschuhfächern entwachsen sein. Dafür gefällt er mit einer rundum ausgewogenen, starken Leistung. Foto: Zbigniew Mazar
Akku-Luftpumpe Osram Tyreinflate 4000 im Test
Auf dem zweiten Treppchen platziert sich die Akku-Luftpumpe Osram Tyreinflate 4000, die ebenfalls mit einer starken Pumpleistung aufwartet. Foto: Zbigniew Mazar
Akku-Luftpumpe Osram Tyreinflate 4000 im Test
Im Gehäuse der Osram Tyreinflate 4000 geht es sehr aufgeräumt zu. Ventiladapter (links) und Ladebuchsen (rechts) verbergen sich jeweils hinter einer eigenen Klappe. Foto: Zbigniew Mazar
Akku-Luftpumpe Neakhmer 101-2 Luftkompressor Mini im Test
Der Neakhmer 101-2 Luftkompressor Mini pumpt ordentlich, empfiehlt sich zudem mit einem wertigen Metallgehäuse und einfacher Bedienung. Foto: Zbigniew Mazar
Testerhände mit Akku-Luftpumpe Bosch EasyPump im Test mit Fach für Adapter, fotografiert von der Seite.
Die Bosch EasyPump ist handlich und aufgeräumt: In einem Fach im Griff verstaut sie drei zusätzliche Ventiladapter. Foto: AUTO ZEITUNG
Testerhände mit Akku-Luftpumpe Bosch EasyPump im Test, fotografiert von schräg oben.
Die Anwendung der Bosch EasyPump ist sehr einfach. Ihr kleiner Akku macht allerdings recht früh schlapp. Foto: AUTO ZEITUNG
Akku-Luftpumpe Fanttik X9 Apex im Test
Die Fanttik X9 Apex bringt das größte und beste Display im Testfeld mit. Außerdem legt sie ein starke Pumpleistung hin. Foto: Zbigniew Mazar
Akku-Luftpumpe Fanttik X9 Apex im Test
Hinter einer Klappe verbergen sich eine Ballnadel und ein Adapter für ein Fahrradventil. So soll das sein. Foto: Zbigniew Mazar
Akku-Luftpumpe Napasa Car Air Pump ATJ-6988 im Test
Die Napasa Car Air Pump ATJ-6988 wirkt nicht so wertig wie die teureren Akku-Luftpumpen. Dafür pumpt sie kräftig und hat eine ordentliche Ausstattung vorzuweisen. Foto: Zbigniew Mazar
Akku-Luftpumpe Blaupunkt TPM 124 im Test
Die Akku-Luftpumpe Blaupunkt TPM 124 ist extrem kompakt. Wegen ihres kurzen Druckschlauchs kann man sie beim Aufpumpen leider kaum aus der Hand geben. Foto: Zbigniew Mazar
Akku-Luftpumpe Yuguang PR-625 im Test
Die Yuguang PR-625 hat kontaktsensitive Tasten und ein Display, dessen Kontrast bei Tageslicht schwächelt. Foto: Zbigniew Mazar
Akku-Luftpumpe Yuguang PR-625 im Test
Wie die meisten Akku-Luftpumpen im Testfeld kann die Yuguang PR-625 auch als Powerbank dienen. Geladen wird sie über den USB-C-Port oder die via Zigarettenanzünder. Die Schnittstelle USB-A (links) dient zum Entladen. Foto: Zbigniew Mazar
Akku-Luftpumpe Michelin Mini Kompressor im Test
Der Michelin Mini Kompressor hält, was sein Name verspricht: Er ist besonders kompakt und leicht. Die Pumpleistung lässt allerdings zu wünschen übrig und das Gerät hat keine Powerbank-Funktion. Foto: Zbigniew Mazar
Akku-Luftpumpe Delgeo Mi Mijia im Test
Die Pumpe Delgeo Mi Mijia fällt besonders leicht und kompakt aus. Dies geht allerdings zu Lasten der Performance. Auch der Druckschlauch ist für unseren Geschmack viel zu kurz. Foto: Zbigniew Mazar
Akku-Luftpumpe Oasser LS4012 Tire Inflator im Test
Der Oasser LS4012 Tire Inflator geht als Schlusslicht über die Ziellinie. Offenbar war das gekaufte Testgerät kaputt. Die Materialqualität ist in jedem Fall unzureichend. Foto: Zbigniew Mazar

Vor nicht allzu langer Zeit konnte man an jeder Tankstelle kostenlos den Reifendruck prüfen (hier gibts Reifendruckprüfer im Test) und angleichen. Heute wird dafür vielerorts Geld verlangt, die Kompressoren funktionieren nicht oder der Service wird gar nicht erst angeboten. Dafür aber gibt es Akku-Luftpumpen zu erschwinglichen Preisen. Mit den kompakten Druckspendern ist man von Tankstellen unabhängig. Außerdem eignen sich viele Akku-Luftpumpen auch für andere Zwecke, vom Fußball über den Fahrradreifen bis hin zur Luftmatratze. Aber nicht alle Akku-Luftpumpen leisten die gleichen praktischen Dienste. Wir haben elf Geräte getestet und erklären die Unterschiede.

Die getesteten Akku-Luftpumpen im Überblick

Testsieger
1
Etenwolf Zephyr S3 - Akku-Luftpumpe
Etenwolf Zephyr S3 - Akku-Luftpumpe
Sehr empfehlenswert
2
Osram TYREinflate 4000
Osram TYREinflate 4000
Sehr empfehlenswert
3
Neakhmer 101-2 Luftkompressor Mini
Neakhmer 101-2 Luftkompressor Mini
Sehr empfehlenswert
4
Bosch EasyPump
Bosch EasyPump
Sehr empfehlenswert
5
Fanttik X9 APEX Akku-Luftpumpe
Fanttik X9 APEX Akku-Luftpumpe
Preis-Leistungs-Sieger
6
Napasa Car Air Pump ATJ-6988
Napasa Car Air Pump ATJ-6988
 
7
Blaupunkt TPM 124 Akku-Luftpumpe
Blaupunkt TPM 124 Akku-Luftpumpe
 
8
Yuguang PR-625 Akku-Luftpumpe
Yuguang PR-625 Akku-Luftpumpe
 
9
Michelin Mini-Kompressor
Michelin Mini-Kompressor
 
10
 Delgeo Mi Mijia Akku-Luftpumpe
Delgeo Mi Mijia Akku-Luftpumpe
 
11
Oasser LS4012 Tire Inflator
Oasser LS4012 Tire Inflator
Unsere Bewertung
3,5/5
Unsere Bewertung
3,1/5
Unsere Bewertung
3,0/5
Unsere Bewertung
2,9/5
Unsere Bewertung
2,7/5
Unsere Bewertung
2,3/5
Unsere Bewertung
1,9/5
Unsere Bewertung
1,8/5
Unsere Bewertung
1,5/5
Unsere Bewertung
1,1/5
Unsere Bewertung
0,8/5

Testsieger: Etenwolf Zephyr S3

Mit seinem Format und dem Gewicht von 1123 g spielt der Etenwolf Zephyr S3 fast schon in seiner eigenen Liga und dürfte für die meisten Handschuhfächer zu groß geraten sein. Aber die Punkte, die er in der Disziplin Packmaß verliert, holt er mit anderen Tugenden leicht wieder herein. Schon die stabile Transporttasche hebt sich positiv ab. Neben einer guten Bedienungsanleitung enthält sie ein Kalibrierungszertifikat für die Genauigkeit des Manometers und die Pumpleistung. Auch ein USB-Kabel und ein Hebelstecknippel aus Metall finden sich in dem Etui. Die drei Zusatzadapter sind direkt am Pumpengehäuse angebracht, genau wie der mit 88 cm konkurrenzlos lange Druckschlauch.

Besser geht es nicht? Doch! Die integrierte Leuchte ist vorzüglich, die Bedienung selbsterklärend, das Display zwar nur mittelgroß, aber perfekt ablesbar. Bei der Anwendung schor der Etenwolf die meisten Konkurrenten wie Schafe: Nur 98 s vergingen, um den ersten Reifen auf das gewünschte Druckniveau zu heben. Auch bei den drei zusätzlichen Pumpdurchgängen schwächelte der Akku mit 7800 mAh Energieinhalt nicht. Dabei bleibt der Zephyr S3 recht leise und wurde bestenfalls handwarm. Eine überzeugende Leistung, die nur wenige Wünsche offenlässt: Das Laden der Batterie dauerte fast fünf Stunden. Zudem fehlt für die volle Punktzahl im Kapitel Ausstattung ein Adapter für den Zigarettenanzünder. Trotzdem ein überzeugender Testsieg für die große, schwere, aber leistungsstarke Pumpe von Etenwolf.

Testsieger
Etenwolf Zephyr S3 - Akku-Luftpumpe
Etenwolf Zephyr S3 - Akku-Luftpumpe
Unsere Bewertung:
3,5/5

Sehr empfehlenswert: Osram Tyreinflate 4000

Wer gern aufgeräumt lebt, dürfte die Osram Tyreinflate 4000 spontan liebgewinnen. Die relativ voluminöse Box steckt in einem Etui, das neben der Pumpe auch zwei Ladekabel (für USB-A auf C oder den Zigarettenanzünder), und die Bedienungsanleitung enthält. Dank einer integrierten Klappe in der Tasche kann man die Tyreinflate sogar laden, ohne sie auszupacken. Im Gehäuse selbst finden sich drei Ventiladapter und der mit 66 cm zweitlängste Druckschlauch im Testfeld.

Größe und Gewicht sind auch dem 5000 mAh fassenden Akku geschuldet, der beim Pumpen Durchhaltevermögen zeigt. Die Tyreinflate 4000 wird auch beim vierten Pumpvorgang kaum langsamer, erledigt das gesamte Testprogramm in weniger als neun Minuten. Sie bleibt dabei kühl und dank gummierter Füße standsicher, veranstaltet aber viel Lärm. Das Display ist eher klein geraten, informiert aber auch bei starker Sonneneinstrahlung ordentlich. Vier Speicherplätze für häufig genutzte Einstellwerte genügen fast schon Profiansprüchen.

Sehr schön: Die Pumpe kann auch zum Verringern des Luftdrucks dienen. Das ist insbesondere nach Urlaubsfahrten mit hoher Last oder bei Schneefall praktisch. Weniger schön: Als Powerbank dient das Gerät nicht. Zudem hat sich beim Testen das Gehäuse durch Vibrationen leicht geöffnet. Das soll nicht vorkommen und gibt Abzüge in der Nachhaltigkeitswertung. Trotzdem reicht dies der Osram-Pumpe noch zum zweiten Platz.

Sehr empfehlenswert: Neakhmer 101-2 Luftkompressor Mini

Wenn es einen Preis für die schönste Akku-Luftpumpe gäbe, wäre der Luftkompressor von Neakhmer ein aussichtsreicher Kandidat. Die Technik hüllt sich in matt glänzendes Metall. Das große Display mit den gerundeten Kanten erinnert an hochwertige Smartphones und ist auch gut ablesbar. Das vergleichsweise hohe Gewicht von 662 g mit Schlauch erweckt nicht nur einen guten Qualitätseindruck, sondern ist auch dem 6000 mAh fassenden Akku geschuldet. Das sorgt für rasches (und geräuschvolles) Pumpen. Mit vier Ventiladaptern, einem USB-Ladekabel, einem Ladegerät für den Zigarettenanzünder und einem Hebelstecknippel, mit dem man den Reifendruck auch verringern kann, ist die Neakhmer-Pumpe sehr ordentlich ausgestattet.

Auch als Taschenlampe und Powerbank (über USB-A) leistet der Kompressor gute Dienste, selbst wenn die Bedienungsanleitung nicht komplett konform mit dem gelieferten Gerät ist. Abstriche gilt es beim Format zu machen. Das komplette Paket verbleibt am besten in dem relativ großen Lieferkarton. Außerdem braucht das Laden des Akkus seine Zeit: Der entleerte Energiespeicher brauchte mehr als sieben Stunden, um sich zu regenerieren. Das ist rund doppelt so lange wie die anderen Akku-Pumpen im Test.

Bewertung der Top-3 im Detail (Tabelle)

Modell (Punkte max.)

Etenwolf Zephyr S3

Osram Tyreinflate 4000

Neakhmer 101-2 Luftkompressor Mini 

Funktionalität (50)

38

38

35

Qualität (20)

15

10

17

Sicherheit (20)

20

20

13

Nachhaltigkeit (10)

10

8

10

Gesamtpunkte (100)

83

76

75

Bewertung

Gut

Gut

Gut

Prädikat

Testsieger

Sehr empfehlenswert

Sehr empfehlenswert

Sehr empfehlenswert: Bosch EasyPump

Die Bosch EasyPump zählt vor allem zwei Stärken: Sie ist sehr handlich und ihre Bedienung ist selbsterklärend. Dank ihrer kompakten Bauweise passt die Pumpe problemlos ins Handschuhfach. Außerdem wartet sie mit einer durchdachten Ausstattung auf: Im Griff befindet sich ein integriertes Fach mit drei Zusatzadaptern für Bälle, Luftmatratzen und Fahrradventile. Eine kleine LED-Leuchte am Druckschlauch sorgt für ausreichend Licht am Ventil. Ebenfalls im Lieferumfang enthalten sind ein Transportbeutel sowie ein Ladekabel.

Weniger optimal ist der mit 27 cm sehr kurz geratene Druckschlauch. Dadurch muss das Gerät beim Pumpen meist in der Hand gehalten werden, selbst wenn es dank programmierbarer Abschaltautomatik nach Erreichen des gewünschten Drucks selbstständig stoppt. Zudem ist die Akkukapazität mit 3000 mAh eher durchschnittlich; auf zusätzliche Funktionen wie einen Powerbank-Modus oder einen Adapter für den Zigarettenanzünder muss man ebenfalls verzichten. Für Radfahrer:innen mit Schrader-Ventilen bietet Bosch jedoch gegen einen moderaten Aufpreis eine Variante mit Hebelstecknippel und praktischer Tasche an, sodass sich die Pumpe bequem im Rahmendreieck verstauen lässt.

Sehr empfehlenswert: Fanttik X9 Apex

Die zweitschwerste Akku-Luftpumpe im Test ist auch die mit dem besten Display. Die Anzeige der Fanttik X9 Apex ist groß, gut ablesbar und beinhaltet nicht nur eine Zeitleiste, die erahnen lässt, wie lange der Pumpvorgang bis auf den programmierten Druck noch dauert. Auch eine Überhitzungsanzeige ist integriert. Im Test gab es allerdings kein Hitzeproblem zu beklagen, obwohl die Fanttik X9 pumpt, als gäbe es kein Morgen. Leider wird sie dabei ziemlich laut. Sonst ist ihr aber nicht viel vorzuwerfen.

Die integrierte Lampe macht die Nacht zum Tag und die gelbe Schlaufe, die aussieht als diene sie nur zum Transport, ist in Wahrheit ein USB-C-Kabel, mit dem man sie sowohl auf- als auch entladen kann. Mit dem zusätzlichen, serienmäßig mitgelieferten Kabel und der zweiten USB-C-Schnittstelle kann man ebenfalls bidirektional laden. Somit kann die Fanttik X9 Apex sogar als Powerbank für zwei Geräte zugleich fungieren. Das ist genial, auch wenn die versprochenen 27 Watt Ladeleistung im Test nicht ganz erreicht wurden. An der Basis des Geräts sind zudem zwei Adapter hinter einer Klappe verstaut. Clever.

Preis-Leistungs-Sieger: Napasa Car Air Pump ATJ-6988

Trotz ihres attraktiven Preises kommt die Napasa Car Air Pump recht solide daher. Die Materialqualität geht in Ordnung, das Display ist sehr gut entzifferbar und große Belüftungsöffnungen halten den Wärmehaushalt im Zaum. Das Gerät pumpt kräftig, aber vernehmlich und gefällt mit zahlreichen nützlichen Funktionen, darunter auch eine Leuchte und eine Powerbank, die am 6000 mAh großen Akku saugt. Sogar ein Adapter für den Zigarettenanzünder zählt zum Lieferumfang. Auch das Set an Adaptern ist weitgehend komplett und kann in einem einfachen Beutel transportfähig gemacht werden. Das größte Manko der Napasa-Pumpe betrifft den Druckschlauch. Der ist zwar schön ummantelt und mündet in einen Hebelstecknippel, fällt aber mit 29 cm kurz aus. Trotz dieser Abzüge darf sich die günstige Akku-Luftpumpe von Napasa zum Preis-Leistungs-Sieger küren.

Bewertung der Plätze 4-6 (Tabelle)

Modell (Punkte max.)

Bosch EasyPump

Fanttik X9 Apex

Napasa Car Air Pump ATJ-6988

Funktionalität (50)

32

33

35

Qualität (20)

17

14

12

Sicherheit (20)

15

14

9

Nachhaltigkeit (10)

10

10

10

Gesamtpunkte (100)

74

71

66

Bewertung

Befriedigend

Befriedigend

Befriedigend

Prädikat

Sehr empfehlenswert

Sehr empfehlenswert

Preis-Leistungs-Sieger

Weitere Akku-Luftpumpen im Test

Blaupunkt TPM 124

In Form, Größe und Funktion erinnert die Blaupunkt TPM 124 stark an die Mi Mijia von Delgeo (siehe unten). Allerdings bringt die Pumpe mit dem blauen Punkt einen nominal doppelt so großen Akku mit. Das macht sich beim Pumpen leider kaum bemerkbar. Schon der dritte Pumpdurchgang dauert deutlich länger als der erste. Allerdings bleibt die TPM 124 dabei verhältnismäßig leise und handwarm.

Der Druckschlauch ist mit 16 cm sehr kurz geraten und die an sich gute Taschenlampe ist auf der falschen Gehäuseseite montiert. Pumpen in der Dunkelheit wird so unnötig erschwert. Nachts lässt sich hingegen das Display besser ablesen, dem es bei Tageslicht an Kontrast mangelt. Entschädigt wird man mit einer einfachen Handhabung und einer Powerbank-Funktion am USB-A-Ausgang. Das dafür notwendige Kabel zählt bereits zum Lieferumfang. Die Bedienungsanleitung ist klar, doch sehr klein gedruckt.

Yuguang PR-625

Ausstattungsmäßig ist der Yuguang PR-625 wenig vorzuwerfen. Zum kleinen Preis bietet die Akku-Luftpumpe gleich vier Ventiladapter, einen Hebelstecknippel, einen Adapter für den Zigarettenanzünder, Taschenlampen- und Powerbank-Funktion. Allerdings merkt man der Bedienungsanleitung ihre chinesische Herkunft an. Uns ist es im Test ob der fehlerbehafteten Übersetzung jedenfalls nicht gelungen, den Gerätespeicher mit einem gewünschten Einstellwert zu belegen. Vielleicht lag dies daran, dass das skizzierte Gerät zumindest optisch nicht exakt der gelieferten Pumpe entsprach und diese Speicherfunktion nicht mehr existiert? Alle Pumpvorgänge mussten daher manuell durchgeführt werden, da sich die Yuguang-Pumpe nicht von allein ausschaltet, wenn der gewünschte Druck erreicht ist. Das setzt Abzüge in der Handhabung.

Zudem wird die Bedienung durch die berührungssensitiven Tasten erschwert, die nur einen Piepton auslösen, aber keine haptische Rückmeldung bieten. Auch das Display ist bei Tageslicht nur schwer abzulesen. Die Pumpleistung fällt durchschnittlich aus – trotzdem wurde das Gerät im Gebrauch sehr heiß, obwohl die Lüftungsöffnungen nicht verdeckt waren. Auch die Ladezeit war überdurchschnittlich lang. Eine durchwachsene Vorstellung.

Michelin Mini-Kompressor

Wer auf ein kleines Packmaß Wert legt, könnte am Michelin Mini-Kompressor Gefallen finden. Der ist kaum größer als eine kleine Fahrradpumpe und kommt als All-in-One-Gerät daher: Die beiden mitgelieferten Zusatzadapter sind direkt am Schlauch befestigt, der zugleich als Power-Schalter dient. Dreht man ihn nach oben, leuchtet das kleine, doch helle Display auf und man kann loslegen. In der Dunkelheit hilft dabei eine winzige, aber effiziente Leuchtdiode.

Die Bedienung fällt leicht, wenn man vom nur 17 cm langen Druckschlauch absieht. Allerdings kann alles ein bisschen dauern: Die Pumpleistung ist die schwächste im Testfeld. Der kleine Akku speichert nur 2500 mAh und kommt am Ende der vier Pumptestdurchläufe an seine Grenzen. Auch die Nutzung als Powerbank verbietet sich so. Für das regelmäßige Anpassen des Reifendrucks, insbesondere für Fahr- oder Motorräder, eignet sich der Mini-Kompressor jedoch gut.

Bewertung der Plätze 7-9 (Tabelle)

Modell (Punkte max.)

Blaupunkt TPM 124

Yuguang PR-625

Michelin Mini Kompressor

Funktionalität (50)

26

32

20

Qualität (20)

13

9

13

Sicherheit (20)

10

7

12

Nachhaltigkeit (10)

10

10

10

Gesamtpunkte (100)

59

58

55

Bewertung

Ausreichend

Ausreichend

Ausreichend

Delgeo Mi Mijia

Die Delgeo Mi Mijia ähnelt optisch einem großen Vorhängeschloss. Die kompakten Maße prädestinieren die Pumpe, die mit einem Transportsack ausgeliefert wird, fürs Handschuhfach. Der Druckschlauch dient zugleich als Ein- und Ausschalter. Zieht man ihn auf der linken Seite heraus, schaltet sich das Display ein … falls das Gerät geladen ist, was bei unserem Testexemplar leider nicht der Fall war. Leider ist auch der Schlauch mit nur 19 cm Länge kurz geraten. Je nach Position des Reifenventils verliert die kleine Pumpe so den Bodenkontakt.

Pluspunkte gibt es für das gut ablesbare Display. Der Zieldruck kann entweder frei gewählt oder über einen der fünf voreingestellten Modi für Auto, Motorrad, E-Scooter, Fahrrad und Bälle eingestellt werden. Zum Glück ist die Bedienung selbsterklärend, denn unsere Chinesisch-Kenntnisse reichten im Test nicht, um die Bedienungsanleitung zu entziffern.

Die Pumpleistung der Mi Mijia ist befriedigend, mehr nicht. In unserem Test fiel sie nach dem ersten Pumpvorgang kontinuierlich ab. Das liegt an dem kleinen Akku mit einer Kapazität von nur 2000 mAh, kaum die Hälfte einer gängigen Smartphone-Batterie. Das ist wenig und erklärt auch, warum der Akku nicht als Powerbank taugt. Die Geräusch- und Wärmeentwicklung blieb erträglich. Wer den schraubbaren Ventilaufsatz nicht mag, kann ihn auch durch einen mitgelieferten Hebelstecknippel ersetzen. Schade ist hingegen, dass kein Ladekabel zum Lieferumfang zählt und die Taschenlampe nur schwach leuchtet.

Oasser LS4012 Tire Inflator

Mit seinem kompakten Format und ordentlicher Ausstattung bei kleinem Preis könnte der Oasser LS4012 eine Kaufempfehlung wert sein. Ist er aber nicht. Im Test ließ er sich zwar problemlos programmieren, verweigerte aber zunächst den Dienst. Der Grund: Das integrierte Manometer zeigte abwegige, zumeist stark überhöhte Ist-Werte an. Und da der Tire Inflator von Oasser nur zur Druckerhöhung, nicht zur -reduktion gedacht ist, fing er erst gar nicht mit dem Pumpen an. Erst nach einem Dutzend verschiedener Versuche gelangen uns zwei Pumpvorgänge, die aber sehr kurz ausfielen und am Ende nicht zum gewünschten Soll-Druck geführt haben.

Der Test offenbarte zudem ein anderes Problem, das womöglich mit dem ersten Defekt in Verbindung steht: Im Hebelstecknippel (der sich kurioserweise nicht abschrauben lässt) des kurzen Druckschlauchs steckt ein Dichtring aus minderwertigem Material, der bereits verschlissen und undicht ist. Fazit: Diese Akku-Luftpumpe zum Sparpreis kann man sich getrost sparen.

Bewertung der Plätze 10-11 (Tabelle)

Modell (Punkte max.)

Delgeo Mi Mijia

Oasser LS4012 Tire Inflator

Funktionalität (50)

20

21

Qualität (20)

13

6

Sicherheit (20)

8

7

Nachhaltigkeit (10)

10

2

Gesamtpunkte (100)

51

36

Bewertung

Ausreichend

Mangelhaft

So haben wir getestet und bepunktet

Handliche Akku-Luftpumpen sind nicht für Reifenprofis gedacht, die tagtäglich leere Autoreifen aufpumpen. Sie dienen im Alltag vor allem zum Überwachen und Korrigieren des Reifendrucks, am besten im Monatsrhythmus. Dementsprechend haben wir im Testprotokoll eine übliche Nutzung simuliert. Viermal hintereinander galt es dabei, einen Reifen im Format 225-55/17 von 2,0 auf 2,4 bar Druck zu bringen. Vor der Prüfung wurden alle Akkus zunächst komplett entladen, dann wieder voll geladen.

Neben der Pumpdauer wurde auch die Geräusch- und Wärmeentwicklung bewertet. Darüber hinaus gab es Punkte für eine einfache Handhabung, die Zahl der mitgelieferten Adapter und Zusatzfeatures, etwa eine integrierte Lampe (für nächtliches Pumpen quasi unverzichtbar) oder eine Powerbank-Funktion. Auch die Lesbarkeit des Displays, die Menüführung und die Transportfreundlichkeit der Akku-Luftpumpen flossen in die Bewertung ein. Die Preise, die teils starken Schwankungen unterliegen, wurden wie gewohnt nicht bepunktet.

Punkte

Sterne

Note

100

5

Sehr gut

90 – 99

4 – 4,9

Sehr gut

75 - 89

3 – 3,9

Gut

61 - 74

2 – 2,9

Befriedigend

51 - 60

1,1 – 1,9

Ausreichend

0 – 50

1

Mangelhaft

Welche Akku-Luftpumpe ist die beste?

Aus unserem Vergleichstest von elf Akku-Luftpumpen mit eingebauter Batterie ging klar die Etenwolf Zephyr S3 als Siegerin hervor. Sie ist zwar vergleichsweise schwer und groß, aber auch stark und ausdauernd.

Was taugen mobile Luftpumpen mit Wechselakku?

Luftpumpen mit Wechselakku sind gemeinhin stärker, aber auch teurer als die mobilen Luftpumpen mit integriertem Akku. Dennoch können sie eine gute Option sein für Hobbyschrauber:innen, die bereits über andere Werkzeuge mit Wechselakku(s) und Ladegerät aus dem Sortiment eines gängigen Herstellers verfügen, etwa von Bosch, Makita, Parkside oder Einhell. Luftpumpen mit Wechselakku passen aber im Regelfall nicht mehr ins Handschuhfach und sind daher besser für den stationären Einsatz geeignet.

Fazit

Der richtige Reifendruck ist lebenswichtig und mit einer guten Akku-Luftpumpen leicht zu erzielen. Mit den sechs bestplatzierten Pumpen im Test kann man nicht viel falsch machen. Der Preis-Leistungs-Sieger von Napasa passt sogar in knappe Budgets. So macht Sicherheit Spaß und spart auch noch Geld, denn der falsche Reifendruck erhöht Verschleiß und Verbrauch.