Ganz schön abgebrüht: Die besten Akku-Kaffeemaschinen im Test
Kaffee ist nicht nur auf langen Autofahrten ein unverzichtbarer Treibstoff. Was aber, wenn die nächste Tankstelle meilenweit entfernt ist? Akku-Kaffeemaschinen können helfen. Wir haben die Marken-Maschine von Makita gegen die günstige Konkurrenz von Einhell antreten lassen.
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- Die getesteten Akku-Kaffeemaschinen im Überblick
- Testsieger: Makita DCM501Z Akku-Kaffeemaschine
- Preis-Leistungs-Sieger: Einhell Akku-Kaffeemaschine TE-CF 18
- Ergebnisse (Tabelle)
- Die Wechselakkus und Ladegeräte von Einhell und Makita im Test
- So haben wir getestet und bepunktet
- Welche Akku-Kaffeemaschine ist (für wen) die beste?
- FAQ: Die wichtigsten Fragen und Antworten zu Akku-Kaffeemaschinen
- Fazit
Eines vorweg: Geschmackliche Wunderdinge darf man von tragbaren Akku-Kaffeemaschinen nicht erwarten. Sie verstehen sich eher als Ergänzung bestehender Wechselakku-Produktfamilien für die mobile Anwendung (etwa fürs Camping oder bei langen Nächten in der heimischen Schrauber-Werkstatt) denn als vollwertige Kaffeezubereiter. Einem Kaffeevollautomaten oder einer Siebträgermaschine können sie naturgemäß nicht das Wasser reichen.
Der wohl größte Vorteil dieser Akku-Geräte, die meist für unter 100 Euro zu haben sind: dass sie ohne Kabel auskommen. So versprechen sie Kaffeegenuss fernab der nächsten Steckdose. Allerdings muss man die Akkus nebst Ladegerät in der Regel zu den Maschinen dazu kaufen.
Was diese außer Kaffeekochen sonst noch können und ob sie ihr Geld wert sind, wollen wir in unserem Test unter möglichst praxisnahen Bedingungen herausfinden. Daher haben wir eine preiswerte akkubetriebene Kaffeemaschine von Einhell gegen das Markenprodukt von Werkzeug-Platzhirsch Makita antreten lassen und beide genau unter die Lupe genommen. Wer gewinnt im Duell der Akku-Kaffeekocher? Hier alle Infos.
Die getesteten Akku-Kaffeemaschinen im Überblick
Testsieger: Makita DCM501Z Akku-Kaffeemaschine
Den Anfang macht die DCM501Z Akku-Kaffeemaschine des japanischen Werkzeugherstellers Makita. Von A nach B transportieren lässt sie sich dank des ausklappbaren Tragegriffs leicht, auch wenn sie mit vollem Wassertank und angeklemmtem Akku mit 2177 g etwas mehr Gewicht auf die Waage bringt als ihre Rivalin von Einhell (2014 g).
Will man einen Kaffee zubereiten, passiert das so wie in der gut bebilderten Betriebsanleitung beschrieben. Sprich: Wasser einfüllen, was dank der Skala am Rande des Wasserbehälters auf den Milliliter genau klappt. Dann: Kaffeepulver einfüllen, was dank der Dosierhilfe in Form eines Kunststoff-Kaffeelots, das formschlüssig im aufklappbaren Gehäusedeckel integriert ist, ebenfalls leicht fällt. Durchdachtes Detail: Der Behälter ist so angeschrägt, dass der Tank gar nicht erst falsch eingesetzt werden kann. Dann beginnt der eigentliche Brühvorgang. Die Warm-up-Phase fällt erfrischend kurz aus. Ans „Laufen“ kommt der Kaffee bei der Makita-Maschine schon nach 41 s. Nach insgesamt 4:43 min geht das rote LED-Licht am Power-Knopf aus.
Dasselbe Prozedere wiederholen wir mit einem Kaffeepad und dem entsprechenden Spezialeinsatz. Hier braucht der Kaffee exakt sieben Minuten, bis er fertig ist. Der dritte Testdurchlauf findet dann ein überraschend vorzeitiges Ende, weil dem Akku nach gut drei Minuten mitten im Brühvorgang der „Saft“ ausgeht. Das verhindert um Haaresbreite die Note „Gut“. Am Ende stehen ein „Befriedigend“ und der Testsieg.
Preis-Leistungs-Sieger: Einhell Akku-Kaffeemaschine TE-CF 18
Als nächstes kommt die preisgünstige Einhell Akku-Kaffeemaschine TE-CF 18 an die Reihe. Nicht nur die meisten Bauteile, auch das Prozedere ist weitgehend dasselbe. Lediglich der Träger für Kaffeepad und -filter lässt sich beim Einhell-Gerät nicht ganz so sauber einsetzen. Er neigt zum Verkanten. Wie die Rivalin von Makita ist auch bei der Einhell-Maschine ein Kunststoff-Kaffeelot in den Gehäusedeckel integriert, allerdings sitzt es etwas hakelig und lässt sich oft nur mit etwas Mühe aus der Verankerung lösen.
Enttäuschend: Die vom Hersteller versprochene maximale Brühtemperatur von 80 °C wird in der Praxis nicht erreicht. Das Höchste der Gefühle sind 74,3 °C, die als Maximalwert für die Einhell-Maschine auf dem Display unseres Test-Thermometers angezeigt werden. Damit liegt das Gerät der Günstigmarke allerdings klar über der Höchsttemperatur, welche die Makita-Markenmaschine laut unserer Messung erzielt (68,4 °C). Bitter! Auch deswegen, weil die ideale Brühtemperatur für die meisten Filterkaffeesorten zwischen 92 und 96 °C liegt.
Auch was die Zubereitungszeit angeht, gilt bei Einhell wie für Makita: Ein „schnelles Käffchen“ ist von beiden Akku-Kaffeemaschinen in unserem Test nicht zu erwarten. In beiden Disziplinen braucht die Einhell-Akku-Kaffeemaschine aufgrund der langen Aufheizphase der Brüheinheit 5:10 min (Pads) beziehungsweise 7:00 min (Pulver) und somit noch einmal deutlich länger als die Makita-Maschine. Zum Vergleich: Handelsübliche Senseo-Maschinen für die Steckdose erledigen den Brühjob in einem Bruchteil der Zeit, die von den Akku-Geräten benötigt wird (ca. 50 s).
Auch ein Tropfschutz, der den Brühvorgang unterbricht, sobald der Alu-Becher weggezogen wird (seit Jahrzehnten Standard bei den meisten stationären Kaffeemaschinen), stünde beiden Mobil-Geräten gut zu Gesicht.
Ergebnisse (Tabelle)
Makita DCM501Z Akku-Kaffeemaschine | Einhell Akku-Kaffeemaschine TE-CF 18 | |
|---|---|---|
Funktionalität (50) | 31 | 26 |
Qualität (20) | 16 | 12 |
Sicherheit (20) | 17 | 19 |
Nachhaltigkeit (10) | 10 | 9 |
Gesamtpunkte (100) | 74 | 66 |
Bewertung | Befriedigend | Befriedigend |
Prädikat | Testsieger | Preis-Leistungs-Sieger |
Die Wechselakkus und Ladegeräte von Einhell und Makita im Test
Deutlich besser, weil schnell und souverän machen die Batterieladegeräte für die Wechsel-Akkus, die jeweils separat gekauft werden müssen. ihren Job.
Makita DC 18 RC Akku Schnell-Ladegerät plus 5-Ah-Akku von Makita
Das von uns getestete Makita DC 18 RC Akku-Ladegerät ist schnell wie die Feuerwehr. Weniger als eine Stunde braucht es, um den komplett entladenen 5-Ah-Akku von Makita, den es auch einzeln nachzukaufen gibt, wieder komplett mit frischem „Saft“ zu versorgen. Die aufs Gehäuse aufgedruckte Legende ist selbsterklärend. Leuchtdioden in Rot und Grün lassen keine Fragen zum Lade(zu)stand aufkommen.
Einhell Starter Kit PXC 4,0 Ah
Das 3-A-Ladegerät, das Teil des Original Einhell-Starter-Kits ist, benötigt zum Vollladen des 4-Ah-Wechselakkus von Einhell etwas länger: Nach 1:50 h ist der Akku wieder voll einsatzfähig.
So haben wir getestet und bepunktet
Wie bei allen Produkttests der AUTO ZEITUNG war es auch beim Test der Akku-Kaffeemaschinen unser Ansatz, durch ein möglichst praxisnahes Testprozedere die Stärken und Schwächen des jeweiligen Geräts herausfiltern. Daher haben wir sie sowohl im mobilen Praxis-Einsatz bei einem Campingausflug zum MotoCross als auch im Labor ausgiebig getestet.
Auch die Zeit wurde in verschiedenen Testszenarien sekundengenau gestoppt, um Rückschlüsse über die Brühdauer und die Akku-Laufzeit zu ziehen. Testdisziplinen also, die allesamt in die Kategorie Funktionalität einflossen, in der allein 50 von 100 möglichen Punkten zu holen sind. Wie genau sich die Bewertung bei unseren Produkttests zusammensetzt, haben wir hier erläutert.
Um die Qualität des gekochten Kaffees möglichst objektiv bewerten zu können, haben wir die auch Brühtemperatur mittels eines Laserthermometers bestimmt. Zuvor wurden die Maschinen und alle Komponenten gründlich gewogen und gemessen (Qualität). Die Nachvollziehbarkeit der Bedienungsanleitung und mögliche Gefahrenquellen durch Überhitzung und Verbrühung flossen in die Kategorie Sicherheit ein.
Punkte | Sterne | Note |
|---|---|---|
100 | 5 | Sehr gut |
90 – 99 | 4 – 4,9 | Sehr gut |
75 - 89 | 3 – 3,9 | Gut |
61 - 74 | 2 – 2,9 | Befriedigend |
51 - 60 | 1,1 – 1,9 | Ausreichend |
0 – 50 | 1 | Mangelhaft |
Welche Akku-Kaffeemaschine ist (für wen) die beste?
Für preisbewusste Kaffeetrinker:innen ist die Einhell TE-CF 18 Li-Solo Power X-Change wohl erste Wahl. Sie kann alles, was die Maschine von Marktführer Makita auch kann, nur nicht ganz so gut. Dafür ist die Einhell-Kaffeemaschine deutlich günstiger. Sie liegt aktuell ein Drittel unter dem Preis, den Makita für das hauseieine Markenprodukt aufruft.
Markenliebhaber:innen bevorzugen die Makita-Kaffeemaschine. Aufgrund des größer dimensionierten 5-Ah-Akkus ist sie etwas ausdauernder als ihre Einhell-Rivalin. Immerhin: Mit einer Akkuladung schafft sie fast drei, statt nur zwei Standard-Tassen Kaffee zuzubereiten. Auch erledigt sie den Brühjob einen Ticken schneller als die günstige Konkurrentin. Für das Markengerät spricht auch die höhere Zahl von Elektrogeräten und Elektrowerkzeugen (ca. 420 vs. 300 bei Einhell), die mit demselben Wechselakku-System der jeweiligen Marke betrieben werden können.
FAQ: Die wichtigsten Fragen und Antworten zu Akku-Kaffeemaschinen
Welche Akkus sind kompatibel mit Makita?
Makita-Akkus sind in erster Linie mit anderen Makita-Geräten der gleichen Spannung und Serie kompatibel, aber auch mit bestimmten Gartengeräten von Dolmar, einer Tochtermarke Makitas. Spezielle Adapter ermöglichen die Nutzung von Akkus anderer Marken wie Aldi Ferrex (20V) oder Lidl Parkside (20V) an Makita-18V-Werkzeugen, offizielle Lösungen sind das aber nicht. Darüber hinaus werden auch Nachbau-Akkus und -Adapter angeboten, die das Benutzen von Akkus anderer Marken ermöglichen sollen. Allerdings ist davon aufgrund von Garantie- und Sicherheitsaspekten abzuraten.
Welchen Kaffee nimmt man am besten für die Makita- und Einhell-Kaffeemaschine?
Beide Maschinen können laut Herstellerangaben sowohl mit handelsüblichen Kaffeepads als auch mit Filterkaffee betrieben werden. Mit einer Akku-Ladung sollen bis zu vier Tassen zubereitet werden können, was sich durch unserem Test in der Praxis nur bedingt bestätigen lässt. Hier war bei beiden Geräten spätestens nach der der dritten Tasse Schluss.
Wie viele Jahre hält ein Wechselakku?
Ein Marken-Akku wie der von Makita hält laut einschlägigen Langzeittests und Nutzerberichten typischerweise drei bis fünf Jahre. Das ist abhängig von Nutzung, Pflege und Kapazität, wobei die Lebensdauer oft in Ladezyklen gemessen wird. Möglich sind 1000 Zyklen bis 70 % Leistung. Die Laufzeit pro Ladung variiert stark je nach Gerätetyp (z.B. Staubsauger oder Radio), Akkukapazität (Ah) und Nutzungsmodus. Will man die maximale Lebensdauer erreichen, hilft es, den Akku bei schwacher Leistung zu laden, Hitze zu vermeiden und vor Staub, extremer Hitze und Kälte schützen.
Kann man Makita-Akkus am Ladegerät lassen?
Ja, man kann Makita-Akkus bedenkenlos längere Zeit am Ladegerät lassen. Laut Hersteller ermöglicht dies eine spezieller Chip, der die Stromübertragung im Ladesystem steuert. Das erlaubt es, die Akkus gefahrlos zur Erhaltungsladung am Ladegerät angeschlossen zu lassen, ohne die internen Komponenten zu beschädigen oder Überhitzung zu riskieren.
Welche Geräte sind mit Einhell-Akkus kompatibel?
Power X-Change-Akkus (18V) von Einhell sind nach Herstellerangaben mit mehr als 350 Elektrowerkzeugen und Gartengeräten der Marke kompatibel. Zu den kompatiblen Einhell-Geräten aus der Power X-Change-Familie gehören unter anderem:
für die Werkstatt: Akkuschrauber, Bohrhämmer, Handkreissägen, Winkelschleifer, Schlagschrauber.
für den Garten: Rasenmäher, Rasentrimmer, Heckenscheren, Laubbläser.
für Auto und Haushalt: Nasssauger (Waschsauger), Staubsauger, Arbeitsleuchten, Ventilatoren, Radios.
Fazit
Am Ende hat die Makita-Maschine im Test klar die Nase vorne. Allerdings ist auch sie nicht perfekt, besonders beim Zeitbedarf. Den reinen Brühjob erledigen handelsübliche Pad-Maschinen für die Steckdose deutlich schneller. Die auf beide Deckel aufgeprägte Warnung vor heißem Inhalt muss aus juristischen Gründen vermutlich sein, doch kommen beide Maschinen nur mit Mühe und Not auf Betriebstemperatur. Die 92 °C, die optimale Temperatur für den Kaffee unterwegs, erreichen sie in unserem Test nicht. Und das merkt man dem Heißgetränk beim Geschmack leider auch an.






















