Wichtige Änderungen für Autofahrer:innen: Das ändert sich 2026
Für Autofahr:innen stehen 2026 in Deutschland gleich mehrere Änderungen an. Die AUTO ZEITUNG erklärt, welche neuen Regelungen und Gesetze ab dem neuen Jahr Jahr im Straßenverkehr gelten.
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- Änderungen für Autofahrer:innen 2026
- Führerschein-Umtausch: Diese Jahrgänge sind 2026 dran
- Kfz-Steuer: Einmalzahlung statt Raten
- Kfz-Steuerbefreiung für E-Autos wird verlängert
- Kfz-Versicherung: Neue Typklassen und Regionalklassen
- Höhere Kraftstoffpreise durch CO2-Bepreisung
- Höhere Pendlerpauschale ab 2026
- Neues Notrufsystem wird ab 2026 Pflicht
Änderungen für Autofahrer:innen 2026
Neue Farbe bei der HU-Plakette
2026 ist die Hauptuntersuchungs-Prüfplakette blau. Der Farbzyklus folgt der festen Abfolge Orange, Blau, Gelb, Braun, Rosa, Grün und wiederholt sich alle sechs Jahre. Wer den HU-Termin überzieht, muss bei einer Kontrolle mit einem Bußgeld rechnen. So werden nach zwei Monaten bis zu vier Monaten 15 Euro fällig, bis zu acht Monaten dann 25 Euro. Wird die Hauptuntersuchung mehr als acht Monate überzogen, droht eine Strafe von 60 Euro und einem Punkt in Flensburg (Stand: Januar 2026).
Wer verstehen will, wie die HU-Plakette richtig gelesen wird, kann das hier nachlesen!
Führerschein-Umtausch: Alle Fristen und Stichtage im Video

Führerschein-Umtausch: Diese Jahrgänge sind 2026 dran
Die Tage des alten Führerscheins sind gezählt – bis spätestens 19. Januar 2033 muss er umgetauscht und durch den neuen EU-Führerschein im Scheckkartenformat ersetzt werden. Führerscheine, die zwischen 1999 und 2001 ausgestellt wurden, müssen spätestens bis zum 19. Januar 2026 umgetauscht werden. Hintergrund für den Tausch ist eine EU-Richtlinie zur Umstellung auf fälschungssichere Führerscheine, die den alten Papierführerschein nach und nach ersetzt. Hier gibt es alle Informationen zum Führerschein-Tausch.
Kfz-Steuer: Einmalzahlung statt Raten
Ab 2026 ist die Kfz-Steuer nur noch als Einmalzahlung möglich. Dies betrifft alle in Deutschland zugelassenen Fahrzeuge – ausschließlich Elektroautos, wurde deren Steuerbefreiung doch verlängert (siehe Absatz unten). Diese gilt für zehn Jahre ab Erstzulassung und wird beim Weiterverkauf übertragen.
Kfz-Steuerbefreiung für E-Autos wird verlängert
Die Bundesregierung hat die Verlängerung der Kfz-Steuerbefreiung für Elektroautos beschlossen. Bisher galt die Regelung nur für E-Autos, die bis Ende 2025 erstmals zugelassen werden. So sind auch alle ab 2026 zugelassenen E-Autos für zehn Jahre von der Kfz-Steuer befreit. Künftig soll die Befreiung für Neuzulassungen bis Ende 2030 gelten – ebenfalls für maximal zehn Jahre, spätestens aber bis zum 31. Dezember 2035.
Kfz-Versicherung: Neue Typklassen und Regionalklassen
Für rund 5,9 Mio. Personen in Deutschland steigen die Einstufungen in der Kfz-Haftpflichtversicherung, während etwa 4,5 Mio. von niedrigeren Typklassen profitieren. Für rund 32 Mio. Versicherungsnehmer:innen bleibt die Typklasse unverändert. Wer aufgrund steigender Versicherungsprämien wechseln möchte, findet hier alle dafür relevanten Informationen und Tipps.
Höhere Kraftstoffpreise durch CO2-Bepreisung
Zum 1. Januar 2026 wird die CO2-Steuer erneut angehoben – von zuletzt 55 auf bis zu 65 Euro pro Tonne. Tatsächlich existiert kein konkreter Preis, sondern ein Preiskorridor, innerhalb dessen die CO2-Zertifikate ersteigert werden können. Der ADAC rechnet für das kommende Jahr mit einem Anstieg des Benzinpreises um knapp 3 Cent pro Liter und etwas weniger als 3 Cent pro Liter beim Diesel. Die Einzelheiten zum CO2-Preis und dessen Auswirkungen auf den Spritpreis erklären wir hier.
Höhere Pendlerpauschale ab 2026
Zum 1. Januar 2026 steigt die Pendlerpauschale auf 38 Cent pro Kilometer – und zwar ab dem ersten Kilometer. Die Bundesregierung will damit Berufspendler:innen steuerlich stärker entlasten als bisher. Hier gibt es weiterführende Informationen über die Höhe, die Regeln und die Vorteile von Fahrtkostenpauschale und Pendlerpauschale.
Neues Notrufsystem wird ab 2026 Pflicht
Ab Januar 2026 müssen alle neu entwickelten Pkw und leichten Transporter mit dem digitalen Notrufsystem "Next Generation eCall" ausgestattet sein. Dieses System alarmiert im Falle eines Unfalls automatisch die Rettungskräfte und übermittelt dabei die genaue Position des Fahrzeugs. Fahrzeuge ohne diese Technologie erhalten keine Typgenehmigung mehr. Ab Januar 2027 gilt die Ausstattungspflicht schließlich für alle neu zugelassenen Pkw. Für die Kundschaft bedeutet das zwar einen höheren Anschaffungspreis, gleichzeitig soll das System aber deutlich für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sorgen.







