7 Gründe, das 24h-Rennen am Nürburgring NICHT zu verpassen!
Jedes Jahr lockt die Eifel Motorsportbegeisterte aus aller Welt an zum legendären 24h-Rennen am Nürburgring. 2026 können wir uns auf neue Renner, ein angepasstes Reglement und sogar einen prominenten Besuch aus der Formel 1 freuen!
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24h-Rennen am Nürburgring 2026 vom 14. bis 17. Mai
Das 24h-Rennen am Nürburgring gehört schon seit Jahrzehnten zu den Motorsport-Klassikern schlechthin. Unzählige Vater-Sohn-Gespanne sind hier schon gemeinsam aufgewachsen, am ein oder anderen Schnaps versackt oder haben auf dem Asphalt wortwörtlich Geschichte geschrieben. Da erscheint die Tatsache, dass die 2026er-Ausgabe in der Eifel (14.-17. Mai) auch über den Vatertag stattfindet, doch als glückliche Fügung. Wem das nicht reicht, das 24h-Rennen hautnah mitzuerleben, wollen wir hier sieben weitere gute Gründe nennen, warum gerade die 2026er Auflage nicht verpasst werden sollte!
Angepasstes Reglement & ausgebuchte Startplätze
Wie jedes Jahr werden auch 2026 die Spielregeln des 24h-Rennens am Nürburgring angepasst und überarbeitet. Dieses Jahr sind die Neuerungen auch für die Zuschauenden ersichtlich. Und zwar im Terminkalender: Das Top-Qualifying wird ab 2026 in drei Veranstaltungen unterteilt. Wie gehabt sind für das Top-Qualifying auch nur die Top-Klassen des 24h-Rennens zugelassen. Dazu zählen die SP9 (GT3), SP11 (GT2), AT1, SP-Pro und SP-X, letztere allerdings nur auf Antrag und mit einer Mindestleistung von 450 PS (331 kW). Gerade die SP-X ist dieses Jahr besonders heiß, denn hier fahren Sonderfahrzeuge und experimentelle Fahrzeuge wie der HWA EVO.R und der BMW 24h Touring GT3, die wir beide in einem späteren Absatz näher beleuchten. Hier gehen wir ausführlich auf die Klassen und Reglements beim 24h-Rennen am Nürburgring ein.
Beim Qualifying geht es nicht darum, als erster ins Ziel zu gelangen, sondern um die schnellste gefahrene Rundenzeit. Sie bestimmt den Startplatz beim folgenden Rennen. Je schneller, desto weiter vorne startet man.
Zurück zu den Qualifyings: Beim Q1 nehmen alle teilnahmebereichtigten Fahrzeuge der genannten Klassen Teil. Deren Top-20 qualifizieren sich für das Q2, dort fährt man um die verbleibenden Plätze der Q3-Einzelfahrten. Verbleibend, denn den Top-Platzierungen aus den vorigen NLS-Läufen der 2026er-Saison wurde schon im Vorfeld ein Platz im begehrten Einzelfahrten-Qualifying (Q3) gewährt.
Außerdem neu fürs 24h-Rennen am Nürburgring: Leuchttafeln, welche die flaggenschwenkenden Streckenposten an ausgewählten Streckenabschnitten Tag und Nacht unterstützen und für eine bessere Sichtbarkeit sorgen sollen, geben das Flaggensignal der Streckenposten wieder. Für die Rennfahrenden maßgeblich ist aber immer die geschwenkte Flagge – die Anzeige der Leuchttafeln hat insofern keine sportrechtliche Relevanz, sondern dient allein der Unterstützung. Hier gehen wir nochmal näher auf die Leuchttafeln am Nürburgring ein.
Keine Änderung, aber dennoch eine Erwähnung wert: Das erste Mal seit der Corona-Zeit umfasst das Teilnehmerfeld wieder 150 Startfahrzeuge. In den Jahren zuvor starteten je rund 130 Fahrzeuge. Im April 2026 (kurz vor Meldeschluss am 22. April) gibt der Veranstalter bekannt, dass die 150 Plätze fast alle vergeben sind und man mit einem ausgebuchten Starterfeld rechne. Es wird also eng wie lange nicht mehr in der Grünen Hölle!
Diese (Teilnehmer)Fahrzeuge stechen heraus
Der HWA EVO.R steht vor seinem großen Auftritt
Zuvor haben wir bereits die Klasse der Sonderfahrzeuge angesprochen – die SP-X. Dort rollen beim 24h-Rennen am Nürburgring 2026 zwei Publikumslieblinge an den Start, dessen Kampf spannender kaum sein dürfte. Eines davon ist der HWA EVO.R, der als Retromod den legendären Mercedes 190 E 2.5-16 Evo II mimt und an alte DTM-Zeiten erinnert. HWA hat angekündigt gleich drei Fahrzeuge beim 24h-Rennen einzusetzen.
Auch die gemeldeten Fahrer lassen DTM-Fans aufhorchen, denn mit Sebastian Asch und Luca Ludwig werden die Söhne der Mercedes-DTM-Legenden Roland Asch und Klaus Ludwig am HWA-Steuer sitzen. Zusätzlich greift Markus Winkelhock als Neffe des langjährigen DTM-Fahrers Joachim Winkelhock ins Lenkrad. Er ist kein unerfahrener Pilot, fuhr bereits drei Gesamtsiege beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring heraus. Weitere bekannte Fahrer: Jamie Green und Renger Van der Zande.
Sein Renndebüt gibt der HWA EVO.R allerdings schon vorher am 11. April 2026 beim dritten Lauf der Nürburgring Langstrecken-Serie. Hier gehen wir genauer auf den HWA Evo ein.
Einst ein Aprilscherz, nun Realität: Der BMW M3 Touring 24h
Als direkter Konkurrent und quasi das Gegenstück zum HWA EVO.R kann der BMW M3 Touring 24h gesehen werden. Der rasante Kombi baut auf dem BMW M4 GT3 auf und trägt die Karosserie des BMW M3 Touring. Im April 2025 zeigte der Hersteller den Kombi als Aprilscherz. Die Resonanz auf den Über-Kombi war so groß, dass man sich in München kurzerhand dazu entschied, das Projekt in die Tat umzusetzen – und ihn sogar beim 24h-Rennen am Nürburgring teilnehmen zu lassen.
Eingesetzt wird der Bolide von Schubert Motorsport. Ans Steuer greifen die vier BMW M-Werksfahrer Jens Klingmann, Ugo de Wilde, Connor De Phillippi und Neil Verhagen. Fans konnten den GT3-Touring bereits beim zweiten NLS-Lauf im März 2026 bestaunen. Die Details zum BMW M3 Touring 24h nennen wir hier.
Live-Debüt von Mercedes-AMG GT3 & Black Series?
Neben den Rennstrecken-Debüts erwarten wir auch abseits des Asphaltes zwei Neuheiten in Form des Mercedes-AMG GT3, der das gleichnamige aktuelle Modell beerben wird, und dessen Straßenableger AMG GT Black Series. Gut, eine richtige Premiere wird es nicht sein, befinden sich beide Boliden doch noch im Prototypenstatus, allerdings dürften die getarnten Erlkönige erstmals live einer breiten Masse zur Schau gestellt werden. Wer also Lust hat, kann sich den GT3-Renner morgens hautnah im Fahrerlager anschauen.
Prominenter Gastfahrer aus der Formel 1: Max Verstappen
Eine richtiggehende Sensation ist die Teilnahme von Formel-1-Legende Max Verstappen. Gemeinsam mit Lucas Auer, Jules Gournon und Daniel Juncandella teilt er sich das Lenkrad eines Mercedes-AMG GT3 unter der Flagge des Mercedes-AMG-Teams Verstappen Racing. Der Niederländer hat sich in der Vergangenheit intensiv auf die rund 25 km lange Strecke in der Eifel vorbereitet, seine ersten Rennen absolvierte Verstappen schon während der NLS 2025 – mitunter unter dem Decknamen Franz Herrman am Steuer eines Ferrari 296 GT3.
Auch zur 2026er-NLS-Saison rollte der Niederländer schon an den Start und konnte den zweiten Lauf gleich als Sieg verbuchen. Die Freude weilte aber nicht lange an, denn nachdem das Team sieben anstelle der sechs erlaubten Reifensätze nutzte, folgte die nachträgliche Disqualifikation.
Der Nürburgring erwartet Zuschauerrekord
Mit Max Verstappen wird auch eine breite Fangemeinde in die Eifel reisen, um sich das 2026er 24h-Rennen am Nürburgring nicht entgehen zu lassen. Das dürfte besonders am Renntag für volle Tribünen und reges Treiben im und um das Fahrerlager sorgen, aber auch auf den Campingplätzen rund um die Nordschleife Andrang generieren. Bereits 2025 verzeichnete die Veranstaltung mit rund 280.000 Besucher:innen Rekordwerte. Diese dürften mit der 2026er-Ausgabe des Rennsportklassikers übertroffen werden. Ob die Marke von 300.000 Menschen gebrochen wird?
Fazit
Die Vorzeichen für das 24h-Rennen am Nürburgring stehen 2026 besonders gut: Neben Max Verstappen verspricht auch das prall gefüllte Starterfeld spannende Kämpfe auf der Rennstrecke. Über das Durchhaltevermögen vom HWA und M3 Touring lassen sich im Vorfeld schon Wetten abschließen – ein idealer Anlass, um den Livestream mit der Freundesgruppe zu schauen oder noch besser, um sich die Gaudi gleich vor Ort anzuschauen!














