Jubiläum

140 Jahre Mercedes-Benz: So feiert der Stern seine Auto-Stars

Mit einem Patent von Carl Benz fing alles an. Was folgte, war eine beispiellose Erfolgsgeschichte. Vor 140 Jahren wurde der Grundstein für das Auto in seiner heutigen Form gelegt. Und Mercedes hat allen Grund zum Feiern. Hier die Markengeschichte mit dem Stern im Schnelldurchlauf. – und was zum Jubiläum geplant ist.

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Die Außenaufnahme zeigt einen Mercedes 300 SL von schräg vorne, der vor dem Mercedes-Benz-Museum in Stuttgart steht.
Automobile Klassik trifft Moderne: Ein Mercedes 300 SL Coupé, auch bekannt als legendäres Flügeltürer-Modell, steht zum zum 140. Markenjubiläum vor dem Mercedes-Benz-Museum in Stuttgart. Foto: Mercedes-Benz
Ein Nachbau des Fahrzeugs mit Gasmotorenbetrieb von Carl Benz von 1896 steht vor der Leitplanke einer modernen Rennstrecke.
Mit dem "Patent-Motorwagen" von Carl Benz (im Bild ein Nachbau), fing im Jahre 1896 alles an. Foto: Mercedes-Benz
Die Detailaufnahme zeigt ein Schild für das Patent des Fahrzeugs mit Gasmotorenbetrieb.
Das auf den 29. Januar 1886 datierte Patent auf ein dreirädriges „Fahrzeug mit Gasmotorenbetrieb“ trägt die Nummer DRP 37435. Es gilt als inoffizielle Geburtsurkunde des Automobils, wie wir es heute kennen. Foto: Mercedes-Benz
Der Motor des Patent-Motorwagen (Nachbau) von Carl Benz von 1896.
Den Motor zur dreirädrigen Motordroschke mit Verbrennungsmaschine steuerte der hessische Erfinder und Autodidakt Nicolaus Otto bei. Der Name wurde Programm. Foto: Mercedes-Benz
Die zeitgenössische Zeichnung zeigt Bertha Benz mit den Söhnen Eugen und Richard in der Serienversion des Patent-Motorwagens auf der Fahrt nach Pforzheim.
Ohne Wissen ihres Mannes Carl begibt sich Bertha Benz mit den Söhnen Eugen und Richard in der Serienversion des Patent-Motorwagens in Richtung Pforzheim, um die Kritik an der Idee zum Schweigen zu bringen. Foto: Mercedes-Benz
Das Bild zeigt einen Mercedes 300 aus den 50er-Jahren von vorne in einem Museum.
Der Mercedes 300 aus den 1950er-Jahren ist heute ein begehrtes Sammler- und Museumsstück. Foto: Mercedes-Benz
Das Bild zeigt einen Mercedes 300 aus den 50er-Jahren von schräg seitlich, der in einem Museum steht.
Das Auto hörte im Volksmund auf den Namen „Adenauer-Benz“, obwohl es der erste Bundeskanzler nie eigenhändig gefahren hat. Kuriosum der Nachkriegsgeschichte: Konrad Adenauer, der Kanzler der Wirtschaftswunderjahre, besaß nie eine Fahrerlaubnis. Foto: Mercedes-Benz
Das Detailfoto zeigt das Lenkrad eines Mercedes 300 aus den 50er-Jahren.
Kunst am Volant: Nicht nur das Lenkrad und die Chrominstrumente der Mercedes-Klassiker dieser Tage machen einiges her. Foto: Mercedes-Benz
Ein Mercedes 300 SL (W198), von vorne aufgenommen, steht auf dem Event Moda Miami in Florida.
Flügeltürer-Ikone: Wo immer das Mercedes 300 SL Coupé (W 198) auftaucht, zieht es alle Blicke der Autofans auf sich. Foto: Mercedes-Benz
Die Außenaufnahme zeigt den Mercedes-Benz 290 (W 18) von schräg vorne auf einer Veranstaltung unter freiem Himmel.
Der Mercedes-Benz W 18 wurde unter dem Namen Mercedes-Benz 290 Anfang der 1930er-Jahre vorgestellt. Aus einem Reihen-Sechsyzlinder mit 2867 ccm holt er 44 kW (60 PS), später 50 kW (68 PS). Foto: Mercedes-Benz
Das Foto von 1990 zeigt den Mercedes-Benz AMG 190 E 2.5-16 Evolution II DTM-Tourenwagen von Klaus Ludwig in der Seitenansicht.
Auch im Motorsport feierte Mercedes immer wieder beachtliche Erfolge. Hier ist Werksfahrer Klaus Ludwig im Mercedes-Benz AMG 190 E 2.5-16 Evolution II DTM-Renntourenwagen unterwegs. Das Foto stammt von den 200 Meilen von Nürnberg auf dem Norisring am 1. Juli 1990. Foto: Mercedes-Benz

Dieses Datum sollte die Welt der Mobilität für immer verändern: Am 29. Januar 1886, also vor 140 Jahren, meldete Carl Benz sein "Fahrzeug mit Gasmotorenbetrieb" zum Patent an. Die Patentschrift DRP 37435 gilt seitdem als „Geburtsurkunde“ des Automobils, das damals noch drei Räder hatte. Zu Fortbewegungszwecken bestückt war die dreirädrige Motordroschke mit einem Viertaktmotor nach dem Prinzip von Nicolaus Otto, nach welchem dieses Konstruktionsprinzip später benannte wurde.

Rückblick: Mercedes schreibt Automobilgeschichte am laufenden Band

Aber Otto war nicht der einzige Tüftler, der später zum Pionier werden sollte. Noch im selben Jahr 1886 stellte Gottlieb Daimler in Stuttgart seine „Motorkutsche“ vor. Dies war das das erste Automobil, das tatsächlich vier Räder hatte. Von „Mercedes-Benz“ konnte zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht die Rede sein. Denn unter diesem Label werden erst seit 1926 verbrennungsmotorisierte Fahrzeuge vertrieben, also vor genau 100 Jahren. Da nämlich fusionierten die Firma Benz & Cie. und die Daimler-Motoren-Gesellschaft im Sommer zur Daimler-Benz-AG. Unter diesem Namen wurde die Aktie ab den 1950er-Jahren auch an der Börse gehandelt. Was es mit der Benz Victoria als erstem vierrädrigen Automobil des Herstellers Benz & Cie. auf sich hat, haben wir hier zusammengefasst.

Der Rest ist Geschichte. Automobilgeschichte! Denn die Marke mit dem Stern hat immer wieder  – sozusagen am laufenden (Fließ-)Band – historische Meilensteine gesetzt. Allen voran etwa der sogenannte „Adenauer-Benz“, der sich seinen Namen als Dienstwagen des ersten Kanzlers der damals noch jungen Bundesrepublik verdiente.

Am 8. Dezember 1951 übergab Mercedes-Benz den Repräsentationswagen in der damaligen Bundeshauptstadt Bonn an den Regierungsfuhrpark. Kanzler Adenauer ließ sich in der Folge in insgesamt sechs unterschiedlichen 300er-Mercedes-Modellen chauffieren. Selbst nahm Adenauer übrigens nie das Steuer in „seinem“ Mercedes 300 in die Hand, denn er besaß nie einen Führerschein.

Historische Aufnahme eines Mercedes 300 in einer Halle vor anderen Fahrzeugen.
Foto: Mercedes-Benz

Traumautos, die die Fantasie von Mercedes-Fans befügeln

Andere schon – und träumten fortan von den Traumwagen aus Stuttgart, die sich schon in den Wirtschaftswunderjahren die wenigsten leisten konnten, aber fast alle einmal in ihrem Leben fahren wollten. Bis heute zieren sie als Modellautos die Vitrinen zahlloser Kinder- und Jugendzimmer. Dazu zählen etwa der Flügeltürer Mercedes-Benz 300 SL. Eine Coupé-Ikone, die bis heute die Herzen von Automobilenthusiast:innen rund um den Globus höherschlagen lässt.

Dasselbe gilt für legendäre Mercedes-Fahrzeuge der Ponton-Reihe wie den Mercedes-Benz 220 S, der nicht erst seit den Bondfilm-Auftritten („Goldfinger“ von 1964 und „Im Geheimdienst ihrer Majestät“ von 1969) als Gefährt der Bösewichte bei Liebhaber:innen automobiler Klassik Kultstatus genießt.

Der Stern steht auch für Sicherheit und Innovation

Auch in Sachen Sicherheit und Komfort setzten die Mercedes-Modelle immer wieder Standards. Und das gilt nicht nur für die frühe "Heckflosse“, intern W110 genannt, und ihre sechszylindrigen Nachfolger. Zu nennen ist da natürlich noch die S-Klasse als rollender, repräsentativer Innovationsträger für die Geschäftsleute von Welt, in dem unter anderem ABS (1978), Airbag, Gurtstraffer und das erste elektronische Stabilitätsprogramm (ESP) Serienpremiere feierten, um nur einige der innovativen Lebensretter zu nennen. Auf den Mercedes Nummer 1 folgten schätzungsweise über 40 Millionen weitere ausgelieferte Pkw weltweit.

Auto-Reise um die Welt: Wie die Marke sich zum 140. selbst feiert

Das Jubiläumsprogramm zum 140. Geburtstag liest sich so „Premium“, wie die Modelle der Marke bis heute sind: Unter dem Motto „140 Jahre Innovation“ schickt Mercedes-Benz drei neue S‑Klasse-Limousinen auf eine transkontinentale Reise zu 140 Zielen weltweit. Jeder Ort soll dabei „die Technologie, das Erbe, den Pioniergeist und die weltweite Präsenz der Marke“ widerspiegeln. Unterwegs können Kund:innen, Fans und Mitarbeiter:innen mitfeiern. Der Stern aus Stuttgart geht „auf eine epische Reise, die noch bis Oktober 2026 dauert“, verspricht die Marketingabteilung der Marke. Der Patentanmelder von damals, Carl Benz, würde sicher Augen machen. Und Nicolaus Otto sowieso. 

Fazit

Der Beitrag von Mercedes-Benz zur Automobilgeschichte kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Grund genug für die Stuttgarter Marke und ihre Fans, sich selbst und ihre Stars auf vier Rädern gebührend zu feiern – mit einer Auto-Reise um die Welt. Wir gratulieren. Auf die nächsten 140 Jahre im Zeichen des Sterns!